Mo, 11:33 Uhr
21.12.2015
Kommunalpolitiker äußern sich
Thüringer Gemeinschaftsschule bis Klasse 12 in Artern
Der Gedanke des Aufbaus einer TGS bis Klasse 12 in Artern erhitzt derzeit die Gemüter. Auch Arterns Bürgermeisterin Christine Zimmer (CDU)meldet sich zu Wort...
Nachdem sich überwiegend diejenigen zu Wort gemeldet haben, die diesem Vorhaben nicht eben wohl gesonnen sind, möchte ich versuchen, die Arterner Sichtweise etwas in den Vordergrund zu rücken.
Der Weg bis zum derzeitigen Stand der Dinge war nicht leicht. Neue Konzepte mussten erarbeitet und Mitstreiter begeistert werden, bis Lehrer, Eltern und Schüler diese Idee mittragen konnten. Doch am Ende befürwortete die Schulkonferenz das Vorhaben, sich auf den Weg zur TGS bis Klasse 12 zu machen, um auch in Artern in einigen Jahren das Abitur ablegen zu können. Eine gute Entscheidung – finde ich! Eine Entscheidung, die für die Zukunft unserer Stadt richtungweisend sein könnte. Deshalb danke ich Sonja Helm und ihrem Team für ihren Einsatz für dieses schöne Ziel.
Inzwischen haben wir weitere Hürden genommen. Sowohl der Bildungsausschuss des Kreises als auch der Kreisausschuss haben dieses Projekt mehrheitlich befürwortet. Am 22.12.15 schlägt nun die Stunde der Wahrheit und der Kreistag muss sich positionieren.
Als Bürgermeisterin von Artern bin ich dem Wohl meiner Stadt und ihrer Bürger verpflichtet, und dieser Verpflichtung will ich mich gern stellen.
Artern hat in den letzten Jahren durch die Autobahnanbindungen an Attraktivität gewonnen. Dank der LEG haben wir auch Zuwachs an Industriebetrieben. Weitere Flächen werden erschlossen. Nun ist es an uns, die Stadt auch als Wohnstandort aufzuwerten. Und dazu gehört eben auch ein gutes Schulangebot.
Der Schritt zum Abitur in Artern ist deshalb nur folgerichtig und dient der Bereicherung des Bildungsangebotes der gesamten Region.
Natürlich verstehe ich die Bedenken. Aber, wenn es uns gelingt, den Wohnstandort Artern aufzuwerten und ihn für junge Familien attraktiver zu machen, wird am Ende die ganze Region davon profitieren. Deshalb bitte ich alle Entscheidungsträger um Unterstützung.
Ich bin erst seit der letzten Kommunalwahl im Kreistag. Die Arbeit dort ist wichtig und sie macht meist auch Spaß. Die Entscheidungen, die in diesen 1 ½ Jahren getroffen wurden, waren bislang immer im Interesse und mit Blick auf das große Ganze. Nur so kann es auch funktionieren. Ich bitte deshalb auch jetzt nicht um egoistische Sichtweise, sondern um Verständnis und den Blick über den Tellerrand hinaus.
Die Entscheidung für die TGS bis Klasse 12 in Artern kann ehrlicherweise nicht nur eine von vom Blick auf die Kosten geprägte sein. Im Vordergrund sollte immer das Wohl unserer Kinder stehen. Wenn man aber Angst hat, die Kosten für unsere Schulnetzplanung könnten nicht zu stemmen sein, dann müsste die Entscheidung zum Kyffhäusergymnasium mit Blick auf eine moderne, nicht mehr ausgelastete Berufsschule in Artern ohnehin eine andere sein.
Christine Zimmer
Autor: khhNachdem sich überwiegend diejenigen zu Wort gemeldet haben, die diesem Vorhaben nicht eben wohl gesonnen sind, möchte ich versuchen, die Arterner Sichtweise etwas in den Vordergrund zu rücken.
Der Weg bis zum derzeitigen Stand der Dinge war nicht leicht. Neue Konzepte mussten erarbeitet und Mitstreiter begeistert werden, bis Lehrer, Eltern und Schüler diese Idee mittragen konnten. Doch am Ende befürwortete die Schulkonferenz das Vorhaben, sich auf den Weg zur TGS bis Klasse 12 zu machen, um auch in Artern in einigen Jahren das Abitur ablegen zu können. Eine gute Entscheidung – finde ich! Eine Entscheidung, die für die Zukunft unserer Stadt richtungweisend sein könnte. Deshalb danke ich Sonja Helm und ihrem Team für ihren Einsatz für dieses schöne Ziel.
Inzwischen haben wir weitere Hürden genommen. Sowohl der Bildungsausschuss des Kreises als auch der Kreisausschuss haben dieses Projekt mehrheitlich befürwortet. Am 22.12.15 schlägt nun die Stunde der Wahrheit und der Kreistag muss sich positionieren.
Als Bürgermeisterin von Artern bin ich dem Wohl meiner Stadt und ihrer Bürger verpflichtet, und dieser Verpflichtung will ich mich gern stellen.
Artern hat in den letzten Jahren durch die Autobahnanbindungen an Attraktivität gewonnen. Dank der LEG haben wir auch Zuwachs an Industriebetrieben. Weitere Flächen werden erschlossen. Nun ist es an uns, die Stadt auch als Wohnstandort aufzuwerten. Und dazu gehört eben auch ein gutes Schulangebot.
Der Schritt zum Abitur in Artern ist deshalb nur folgerichtig und dient der Bereicherung des Bildungsangebotes der gesamten Region.
Natürlich verstehe ich die Bedenken. Aber, wenn es uns gelingt, den Wohnstandort Artern aufzuwerten und ihn für junge Familien attraktiver zu machen, wird am Ende die ganze Region davon profitieren. Deshalb bitte ich alle Entscheidungsträger um Unterstützung.
Ich bin erst seit der letzten Kommunalwahl im Kreistag. Die Arbeit dort ist wichtig und sie macht meist auch Spaß. Die Entscheidungen, die in diesen 1 ½ Jahren getroffen wurden, waren bislang immer im Interesse und mit Blick auf das große Ganze. Nur so kann es auch funktionieren. Ich bitte deshalb auch jetzt nicht um egoistische Sichtweise, sondern um Verständnis und den Blick über den Tellerrand hinaus.
Die Entscheidung für die TGS bis Klasse 12 in Artern kann ehrlicherweise nicht nur eine von vom Blick auf die Kosten geprägte sein. Im Vordergrund sollte immer das Wohl unserer Kinder stehen. Wenn man aber Angst hat, die Kosten für unsere Schulnetzplanung könnten nicht zu stemmen sein, dann müsste die Entscheidung zum Kyffhäusergymnasium mit Blick auf eine moderne, nicht mehr ausgelastete Berufsschule in Artern ohnehin eine andere sein.
Christine Zimmer