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So, 13:21 Uhr
03.01.2016
Wortklauberei. Heute: Streikende

Kleinste Gewerkschaft gibt auf

Die kleinste Gewerkschaft der Welt hat in der zurückliegenden Nacht aufgegeben. Ein seit Monaten andauernder Streik wurde gegen Morgen beendet. Große Erleichterung bei den Kindern, wenngleich von Normalität noch nicht die Rede sein kann.

Seit heute Morgen verzuckert: die Schachthalde in Sangerhausen. (Foto: Jochen Miche) Seit heute Morgen verzuckert: die Schachthalde in Sangerhausen. (Foto: Jochen Miche)
Normal wäre, wenn wir unterwegs in der verschneiten Natur Kinder auf Schlitten oder Kufen begegnen würden. Eine Schneedecke jedoch sieht anders aus. Trotzdem gibt der Erfolg den Verhandlungsführern Recht: Frau Holle wurde endlich in die Knie gezwungen oder anders gesagt: Sie arbeitet wieder und lässt es schneien. Noch nicht richtig, aber immerhin.

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Bereits im Dezember war Schnee sehnlichst erwartet worden. An der Marienanlage in Sangerhausen beispielsweise. Dort musste der Weihnachtsmarkt bei frühlingshaften Temperaturen stattfinden und lechzte mancher Besucher eher nach einem kühlen Bier als nach einem von innen wärmenden Punsch.

Erst die Piloten, dann die Flugbegleiter, nun Frau Holle: Selbst zu Weihnachten hatte sich die den Luftraum beherrschende Ein-Frau-Gewerkschaft namens "Schnee von gestern" nicht dazu bewegen lassen, endlich wieder zu arbeiten. Olle Frau Holle schüttelte den Kopf statt ihre Betten!

Nach zähen Verhandlungen und der Androhung der Klimaforscher, ab 2016 die Erde wieder schneller aufzuheizen, gelang es endlich, Frau Holle umzustimmen. Womit sie überzeugt werden konnte, war in der Kürze der Zeit nicht zu erfahren. Aber das ist auch egal. Entscheidend ist nicht die Streikende, sondern das Streikende. Oder anders gesagt: der Schnee von heute.

Wir haben umgehend unseren Schneereporter losgeschickt, um Beweisfotos aufzunehmen. Sehen Sie selbst!
Jochen Miche
Die größte Rose, die sogar unter einer Schneedecke blüht, gibt es nur in der Berg- und Rosenstadt Sangerhausen. (Foto: Jochen Miche)
Die Göpenstraße wurde im Januar 2016, also konkret am heutigen 3., um genau zu sein, erstmals in weihnachtliche Stimmung versetzt. Was lange währt, wird eben manchmal gut. (Foto: Jochen Miche)
Auf Schnee musste der Weihnachtsmarkt rund um die Sangerhäuser Marienkirche warten - bis heute. Nun ist er da, dafür ist der Weihnachtsmann weg. (Foto: Jochen Miche)
Autor: jm

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