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Mo, 13:05 Uhr
11.01.2016
Wirtschaftlicher Aufschwung geht an vielen Kindern vorbei

44.011 Kinder leben in Thüringen von Hartz IV

44 011 Kinder leben in Thüringen nach der jüngsten Studie des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts der Hans-Böckler-Stiftung gegenwärtig von Hartz IV-Leistungen – für den PARITÄTISCHEN Thüringen ist das eine erschreckende Zahl...


„Jedes Kind, das in Armut leben muss, ist eines zu viel“, zu der Geschäftsführer des PARITÄTISCHEN, Reinhard Müller. Die Zahl zeige, dass der wirtschaftliche Aufschwung an vielen Kindern in Deutschland vorbeigehe. Nach den Untersuchungen der gewerkschaftsnahen Böckler-Stiftung beträgt die Armutsgefährdungsquote für Kinder in Thüringen 23,7 Prozent.

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Das bedeutet, dass fast jedes vierte Kind in Thüringen in Familien mit so wenig Geld lebt, dass die Mädchen und Jungen als armutsgefährdet gelten. Nach diesen Untersuchungen ist die Gefahr für Kinder und Jugendliche, in Armut oder an der Armutsschwelle leben zu müssen, seit 2013 sogar leicht gestiegen. Seinerzeit betrug die Quote 23,0 Prozent. Grundlage der neuen Zahlen des Instituts sind die aktuellen verfügbaren Daten aus dem Mikrozensus 2014, der Bundesagentur für Arbeit und eigenen Berechnungen des Instituts.

In Thüringen gibt es nach dem Bericht zur regionalen Armutsentwicklung in Deutschland des PARITÄTISCHEN, erschienen im vergangenen Jahr, höchst unterschiedliche Ausprägungen der Kinderarmut: Die höchste Quoten gibt es in Gera (29,0 Prozent), Stadt Erfurt (25,5), Kreis Nordhausen (24,0), Kyffhäuserkreis (23,8),  Altenburger Land (23,4) und Eisenach Stadt (23,2). Die niedrigsten Quoten gibt es im Eichsfeldkreis (9,4), Kreis Hildburghausen (9,5),  Wartburgkreis (10,2), Kreis Sonneberg (11,5), Schmalkalden-Meiningen (12,2), Saale-Holzland (13,1) und Saale-Orla (13,7).

Armen Kindern werden schon früh Lebenschancen verbaut. Sie sind bei der Einschulung häufiger auffällig, was Motorik und Körperkoordination anbelangt, sie können sich schlechter konzentrieren als ihre Altersgenossen und sprechen schlechter Deutsch und können auch schlechter rechnen. Präventive Angebote erreichen sie kaum Auch bei vielen Aktivitäten Gleichaltriger wie Sport im Verein oder musischer Bildung bleiben sie ausgeschlossen, weil ihre Eltern sich die Vereinsbeiträge nicht leisten können.

Daran ändere auch das Bildungs- und Teilhabepaket für Kinder im Hartz IV-Bezug wenig. Es ist nach Einschätzung des Verbandes überbürokratisiert und auch unzureichend. Entscheidend ist es nach Einschätzung des Verbandes auch, den Eltern auskömmliche und längerfristige Arbeit zu verschaffen. Mit neuen Programmen, die jetzt für Langzeitarbeitslose in Thüringen aufgelegt werden, sei die Landesregierung zwar auf einem richtigen Weg, der allerdings noch konsequent ausgebaut werden sollte.

Zur Erläuterung: Als arm gelten nach gängiger wissenschaftlicher Definition Haushalte, deren Einkommen weniger als 60 Prozent des sogenannten bedarfsgewichteten mittleren Nettoeinkommens beträgt. Für eine vierköpfige Familie (zwei Erwachsene, zwei Kinder unter 14 Jahren) liegt diese Schwelle derzeit bei einem verfügbaren Nettoeinkommen von weniger als 1926 Euro.

Die Armut von Kindern ist in den ostdeutschen Ländern nach den Ergebnissen der Hans-Böckler-Stiftung am stärksten verbreitet. Das dürfte an der vergleichsweise noch immer höheren Arbeitslosigkeit als in vielen westdeutschen Ländern ebenso liegen wie an der ebenfalls höheren Zahl von Alleinerziehenden.
Autor: red

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Kommentare
Kruemelmonster
11.01.2016, 15:13 Uhr
ganz schlimm
das muss man sich einmal auf der Zunge zergehen lassen. Knapp 44k Kinder, das ist fast die Menge an Menschen die in NDH lebt.

Aber Deutschland ist ja bekanntlich ein reiches Land. Nur wo ist denn der Reichtum? Bei all den Unternehmern, Vorständen, Politikern, in großen Prunkbauten der Stadt versenkt...??? Dazu dann noch der Teufelskreis, dass eben genau diese Kinder aus diesen Familien leider auch bei deren schulischen und beruflichen Chancen oft das Nachsehen bzw. benachteiligt sind. Und so dreht sich die Spirale immer weiter abwärts....
conquistador23
11.01.2016, 15:39 Uhr
@Kruemelmonster Wieso Nachsehen?
Bezahlte Schulspeisung, Nachhilfe, Klassenfahrten etc. Schlecht geht es denen, deren Nettoeinkommen knapp über den 1926€ liegt.
Franz Tabak
11.01.2016, 19:45 Uhr
Kinderarmut artet in Altersarmut aus!
Mein lieber Kollege,

du hast schon Recht, mit dem, was du schreibst, aber mach dies bitte mal einer Schwarz-Gelben "Birne" klar.

Nur, was mein Eric Cartman un J.K. dazu? Achja, ich vergaß: Es gibt ja noch Hartz IV, dann braucht man sich im Alter ja keine Sorgen machen!
divamuke
11.01.2016, 20:40 Uhr
Armes Deutschland
Es ist schlimm, dass es in diesen Land Armut überhaupt gibt, wo unsere Politik nach außen das Schlaffenland demonstriert und die Arme offen hält!

Ich habe auf dem ehemaligen Sozialamt absolviert und nicht alle Empfänger von Sozialleistungen halten nur die Hände offen. Im Gegenteil viele Bürger haben sich geschämt und nur das Nötigste beantragt im Gegensatz zu den Migranten, die gestylt in Markenklamotten mit den Schlüssel vom Mercedes in der Hand auf dem Amt erschienen sind. Nicht alle Hartz 4 -Empfänger schlafen bis Mittag und schauen nur Fernsehen! Selbst Angestellte beziehen Leistungen vom Amt, weil der Verdienst für die Miete und die Familie nicht ausreicht! Selbst Menschen mit einen Doktortitel sind in unseren Land jahrelang trotz Bemühungen ohne Arbeit, weil sie überqualifiziert sind! Das in unseren Deutschland wo es ein Fachkräftemangel herrschen soll. Mit Hartz 4 hat man eben doch Angst vor Altersarmut, wenn man was im Kopf hat. Schließlich fehlen Rentenpunkte, sofern man in Zukunft überhaupt noch Punkte bekommt.

Man legt in Deutschland wert darauf, dass man Flüchtlinge nicht in einen Topf wirft. Allerdings ist bei Empfänger von Leistungen anders. Da stellt sich niemand schützend davor!

Haben diese Menschen kein Recht auf Menschenwürde und gleiches Recht für Alle?

In Deutschland braucht man entweder Vitamin B oder Glück. Nicht jedem ist dies in die Wiege gelegt!

Hartz 4 ist ein Armutszeugnis für Deutschland!

Schließlich bekommen diese Menschen ohne Migrationshintergrund nach Antragsstellung nur neue Einrichtung, wenn sie gebraucht im Sozialkaufhaus nichts finden. Egal ob Bett oder Couch! Damit werden sie von der Politik herab gesetzt. Das ist Arm für das eigene Volk!

Wir haben in Deutschland unter anderem Tafeln für Kinder, aber unsere Regierung tut so als würde in Deutschland Geld auf den Bäumen wachsen und kümmern sich nicht um die Armut des eigenen Volkes!

Das soll unser Land sein?! Na vielen Dank!!!
Checker
11.01.2016, 23:00 Uhr
Kinder leben von Hartz lV
Schade das diese Kinder keine Asylbewerber sind. Sonst wär für sie Geld da und es ginge Ihnen besser...

Armes Deutschland!
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