Di, 10:31 Uhr
12.01.2016
Ein Blick in die Statistik
Weniger Insolvenzverfahren
Neues Jahr, neue Statistiken. Heute befassen sich die Statistiker des Erfurter Landesamtes wieder einmal mit der Entwicklung der Insolvenzen im Freistaat. Die Thüringer Amtsgerichte entschieden in den ersten zehn Monaten 2015 über 2.323 Insolvenzverfahren. Davon entfielen 13,9 Prozent auf Unternehmen und 86,1 Prozent auf übrige Schuldner...
Nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik verringerte sich die Gesamtzahl der Insolvenzverfahren im Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum um 241 Anträge oder 9,4 Prozent.
2.131 Verfahren bzw. 91,7 Prozent aller Insolvenzanträge wurden eröffnet. 184 Verfahren bzw. 7,9 Prozent wurden mangels Masse abgewiesen und acht Verfahren endeten mit der Annahme eines Schuldenbereinigungsplanes. Die voraussichtlichen Gläubigerforderungen bezifferten die Gerichte auf rund 394 Millionen Euro. Pro Verfahren standen Forderungen von durchschnittlich 170 Tausend Euro aus.
Die Anzahl der Unternehmensinsolvenzen verringerte sich in den ersten zehn Monaten 2015 gegen- über 2014 um 50 Verfahren bzw. 13,4 Prozent auf 323 Unternehmen. Diese insolventen Unternehmen beschäftigten zum Zeitpunkt des Antrages noch 2 092 Arbeitnehmer.
Der wirtschaftliche Schwerpunkt der Unternehmensinsolvenzen lag mit 70 Verfahren im Baugewerbe, gefolgt vom Verarbeitenden Gewerbe mit 40 Verfahren und vom Bereich Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen mit 39 Verfahren.
Gemeldete Insolvenzverfahren von Januar 2014 bis Oktober 2015 (Foto: Thüringer Landesamt für Statistik)
Gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum stieg die Anzahl der Insolvenzen im Baugewerbe um zwei Verfahren. Im Verarbeitenden Gewerbe ging die Anzahl um 22 Verfahren sowie im Bereich Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen um 26 Verfahren zurück.
Nach Rechtsformen betrachtet mussten am häufigsten Gesellschaften mit beschränkter Haftung (183 Anträge) sowie Einzelunternehmen (99 Anträge) Insolvenz anmelden.
Bei den übrigen Schuldnern wurden in den ersten zehn Monaten dieses Jahres 2 000 Verfahren gezählt, 191 Verfahren bzw. 8,7 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.
Von 1 410 privaten Verbrauchern wurde von Januar bis Oktober 2015 das Insolvenzrecht in Anspruch genommen. Das waren 201 Verfahren bzw. 12,5 Prozent weniger als in den ersten zehn Monaten 2014. Weitere 545 Verfahren (Januar bis Oktober 2014: 526 Verfahren) betrafen ehemals selbständig Tätige, die die erneute Aufnahme eines früheren Insolvenzverfahrens beantragten.
Autor: redNach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik verringerte sich die Gesamtzahl der Insolvenzverfahren im Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum um 241 Anträge oder 9,4 Prozent.
2.131 Verfahren bzw. 91,7 Prozent aller Insolvenzanträge wurden eröffnet. 184 Verfahren bzw. 7,9 Prozent wurden mangels Masse abgewiesen und acht Verfahren endeten mit der Annahme eines Schuldenbereinigungsplanes. Die voraussichtlichen Gläubigerforderungen bezifferten die Gerichte auf rund 394 Millionen Euro. Pro Verfahren standen Forderungen von durchschnittlich 170 Tausend Euro aus.
Die Anzahl der Unternehmensinsolvenzen verringerte sich in den ersten zehn Monaten 2015 gegen- über 2014 um 50 Verfahren bzw. 13,4 Prozent auf 323 Unternehmen. Diese insolventen Unternehmen beschäftigten zum Zeitpunkt des Antrages noch 2 092 Arbeitnehmer.
Der wirtschaftliche Schwerpunkt der Unternehmensinsolvenzen lag mit 70 Verfahren im Baugewerbe, gefolgt vom Verarbeitenden Gewerbe mit 40 Verfahren und vom Bereich Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen mit 39 Verfahren.
Gemeldete Insolvenzverfahren von Januar 2014 bis Oktober 2015 (Foto: Thüringer Landesamt für Statistik)
Gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum stieg die Anzahl der Insolvenzen im Baugewerbe um zwei Verfahren. Im Verarbeitenden Gewerbe ging die Anzahl um 22 Verfahren sowie im Bereich Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen um 26 Verfahren zurück.
Nach Rechtsformen betrachtet mussten am häufigsten Gesellschaften mit beschränkter Haftung (183 Anträge) sowie Einzelunternehmen (99 Anträge) Insolvenz anmelden.
Bei den übrigen Schuldnern wurden in den ersten zehn Monaten dieses Jahres 2 000 Verfahren gezählt, 191 Verfahren bzw. 8,7 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.
Von 1 410 privaten Verbrauchern wurde von Januar bis Oktober 2015 das Insolvenzrecht in Anspruch genommen. Das waren 201 Verfahren bzw. 12,5 Prozent weniger als in den ersten zehn Monaten 2014. Weitere 545 Verfahren (Januar bis Oktober 2014: 526 Verfahren) betrafen ehemals selbständig Tätige, die die erneute Aufnahme eines früheren Insolvenzverfahrens beantragten.