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Mi, 18:19 Uhr
03.02.2016
Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft - Thüringen

Beteiligung wird abgelehnt

Das Bundeskabinett hat heute das Asylpaket II beschlossen. Ist es das Ende der Willkommenskultur? Auf jeden Fall ist es ein Schlag gegen eine gelingende Integration und ein Zeichen chronischer Unterfinanzierung dieses Bildungsbereiches...


Eine der beschlossenen Maßnahmen ist, von Teilnehmenden an Integrations- und Sprachkursen einen monatlichen Beitrag von 10 Euro zu verlangen. Dieser Betrag wird ihnen künftig von den Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz abgezogen.

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Die GEW lehnt die Beteiligung von Geflüchteten an den Kosten von Integrationskursen strikt ab. Mit der Kostenbeteiligung löst das Kabinett keine Probleme, sondern legt die chronische Unterfinanzierung der Integrationskurse offen. Für Geflüchtete und Asylsuchende sind Integrationskurse der Schlüssel zur gesellschaftlichen Teilhabe.

Die Beteiligung an den Kosten ist das falsche Signal an Flüchtlinge und hindert Integration, statt diese zu fördern. Angesichts der Situation, dass sich aufgrund jahrelangen Versagens des Innenministeriums die Situation in den Integrationskursen hinsichtlich finanzieller Ausstattung der Träger, der Bezahlung und der sozialrechtlichen Stellung der Lehrkräfte nichts verbessert hat, ist das leider ein Höhepunkt einer unsinnigerweise restriktiven Bildungsstrategie.

Schlechtverdienende Lehrkräfte, zur Kasse gebetene Teilnehmende und zu geringe Kapazitäten einerseits, die Selektion zwischen jenen, die teilnehmen dürfen und solchen, die draußen bleiben müssen (alle, die nicht aus Syrien, dem Irak und Afghanistan kommen) andererseits – das signalisiert einen immer repressiveren und selektiveren Umgang mit Schutz suchenden Menschen.

Die GEW Thüringen fordert alle Thüringer Bundestagsabgeordneten auf, diesem „Kompromiss“ nicht zuzustimmen und stattdessen einzutreten für eine umfassende und für qualifizierte Träger kostendeckende Vergütung, die auch für die Lehrkräfte angemessen sein muss. Vergleichswerte ergeben sich aus der Bezahlung der schulischen Lehrkräfte. Nur so werde es gelingen, diese Aufgabe attraktiver zu machen und den steigenden Bedarf an Integrationslehrkräften zu decken.
Autor: red

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Kommentare
petra6758
03.02.2016, 19:59 Uhr
Ist das das Ende der Willkommenskultur?
Ja,liebe Gewerkschaft,es ist das Ende der
unseglichen Willkommenskultur und das ist gut so!
Das Asylpaket II ist ein Schritt in die richtige Richtung ,weitere müssen folgen.
Dieses zu boykottieren zeigt die Gesinnung von angeblich "demokratischen" Gewrkschaften in diesem Land!
Laut der heutigen Aussage von Entwicklungsminister Müller sind erst etwa 10% der Flüchtlinge in Europa eingetroffen.Der Rest ist oder macht sich auf den Weg.Das ist Wahnsinn,wo soll das enden?
Es gibt kaum noch Leute,die diese Flüchtlingspolitik gut heißen und die ein freundliches Gesicht zeigen in dieser Frage.
Es muß Schluß sein mit bunten Luftballons und Wilkommensklatschern!
Wir brauchen keine Integration,denn die wird ohnehin nicht gelingen,sie kostet nur eine Menge Geld.Wir brauchen geschlossene Grenzen und ein Ende der Flüchtlingsinvasion,bevor dieses Land endgültig ruiniert ist,Dank Frau Merkel.
Und solche Gewerkschaften braucht auch kein Mensch,darum bin ich ausgetreten.Die Leute,die damals unter Einsatz ihres Lebens für die Idee von Gewerkschaften gekämpft haben,würden sich wahrscheinlich im Grabe umdrehen,wenn sie wüssten,was aus ihrer großen Idee, ihrem großen Erbe geworden ist .
Eine Schande!
Paulinchen
03.02.2016, 20:18 Uhr
GEW Thüringen,
wachen Sie auf! Gestern hat ein Vorstandsmitglied der Bundesarbeitsagentur eine verbindliche Stellungnahme zu den Flüchtlingen abgegeben.

Nach dessen Feststellung, sind die Flüchtlinge nicht die Fachkräfte von morgen, nein bestenfalls von übermorgen. Deren Integration wird mindest zwei Jahre in Anspruch nehmen, weil allein das Erlernen der deutschen Sprache diese schon in Anspruch nimmt. Außerdem stellte das Vorstandsmitglied fest, dass die Wirtschaft und deren Unternehmer längst erkannt haben, dass eine Einstellung ohne Deutschkenntnisse überhaupt keinen Sinn mache.
Im Übrigen haben heute gegen den Regierungsbeschluss auch Amnesty International u.a. interveniert. Wie sieht es denn dann mal mit einer finanziellen Beteiligung dieser Vereine an der Finanzierung des Flüchtlingsproblems aus?

Es ist gerade grotesk, wenn die Regierung etwas auf den Weg bringt, was leider viel zu selten vorkommt, dann steht irgendwo ein Club aus der Versenkung auf und hat was zu meckern. Könnten die vielleicht mal endlich die Klappe halten und ebenfalls dafür sorgen, dass sich etwas in Richtung Reduzierung der Flüchtlingszahlen bewegt? Wenn es Ihnen nicht passt, dann gehen Sie doch endlich persönlich (!) in die Heimatländer der Flüchtlinge und legen dort Hand an, damit diese Menschen endlich wieder nach Hause gehen können!! Aus sicherer Entfernung kann man viel reden, wenn der Tag lang ist.

Gehen Sie gefälligst in sich und machen Sie die Augen auf, dann erkennen Sie vielleicht, wie es derzeitig in unserem Heimatland Deutschland, um die wirtschaftlichen, finanziellen und Sicherheitsverhältnisse bestellt ist.
eduf
03.02.2016, 20:52 Uhr
Integrationsunwillg
Bei spiegel-online.de ist heute zu lesen, dass ein Professor einer privaten Hamburger Universität vorgeschlagen hat, in deutschen Schulen Arabisch zu lehren, um den Integrationswillen Deutschlands zu beweisen.
Erinnern wir uns noch an den Witz, dass man sich Freunde aussuchen könne, für Brüder aber nichts könne, so fällt den Älteren der Russischunterricht ein.
Ich erkläre mich hiermit für integrationsunwillig.

Südharzer333
-----7
03.02.2016, 21:36 Uhr
Schon keine Kommentare mehr
Auch auf die Gefahr hin, dass mein Kommentar wieder deaktiviert wird, versuche ich es trotzdem.

Was in letzter Zeit hier abgeht, sind schon keine Kommentare mehr, sondern Rechtspopulismus pur. Sobald einer gegen rechts ist, wird der Kommentar deaktiviert oder die Diskussion beendet.

Damit es zum Thema ist: Gelder einfach von Leistungen einzubehalten ist ja in Deutschland gang und gäbe. Aber das bei denjenigen zu machen, die mit fast nichts hierher kommen halte ich für den falschen Weg. Dann müsste es auch bei vielen Deutschen einbehalten werden, denn die brauchen auch dringend Deutschunterricht!
Peppone
04.02.2016, 08:43 Uhr
Natürlich hat die GEW recht
das sagt jedem halbwegs gebildeten Mitteleuropäer der normale Menschenverstand. Denen, die an Sprachkursen teilnehmen sollen dafür Leistungen gekürzt werden. Die, die nicht teilnehmen behalten das Geld. Man muss Hirntod sein, um so etwas zu beschließen. Das Gegenteil muss man machen.

Man muss denen Geld wegnehmen, die keine Deutschkenntnisse vorweisen können und nicht an Sprachkursen teilnehmen. So wird ein Schuh daraus. Aber momentan scheint allerorts die Stunde der kleinen Geister zu schlagen.

@J.K.: Machen Sie es wie Ihre drei Vorkommentatoren. Null komma nichts zum Thema aussagen, aber politisch korrekt schreiben. Dann klappt's auch mit der Freischaltung.
Herr Taft
04.02.2016, 19:48 Uhr
Die Deutsche Sprache
ist die vielleicht wichtigste Integrationsvoraussetzung. Wie schon erwähnt leben und arbeiten in meinem Umfeld viele im Ausland geborene. Ohne diese Menschen läge die hiesige Industrie am Boden - und nicht deshalb, weil die Leute billig seien, sondern weil sie Ehrgeizig sind, für ihr Auskommen etwas tun wollen.

Vielleicht bin ich zu optimistisch, aber was ich erlebe sagt mir, dass Integration funktioniert, wenn man nur will. Bringt den Leuten Deutsch bei ...und Peppone, ich denke nicht, dass es nötig ist, die Menschen mit Geld zu motivieren Deutsch zu lernen. Es muss ihnen nur erklärt werden, dass die Sprache die Grundvoraussetzung für einen Job ist. Im Gegensatz zu manchen Deutschen haben diese Leute nichts gegen Arbeit.
Zukunft
04.02.2016, 20:52 Uhr
Sprachkurse
Sprachkurse, Sprachkurse...Wie lange dauert es, bis jemand eine andere Sprache gelernt hat? Ein Jahr, zwei Jahre oder? Wie viele unserer Schüler können nach 7 oder 8 Jahren perfekt englisch? Dis Erwartungen, die an die Flüchtlinge gestellt werden, sind schon ganz schön hoch. Es sieht so aus, dass unbedingt positive Meldungen über die Integration veröffentlicht werden müssen. Die Praxis wird es zeigen....
Waldemar Ceckorr
04.02.2016, 22:27 Uhr
ob ich deutsch
lerne, weil es in der schule angeboten wird, oder ob ich deutsch lerne weil ich muss für den täglichen gebrauch ist wohl ein unterschied und das trifft auf jede fremdsprache zu.
ich komme auch mit englisch in schriftform klar, aber für den täglichen umgang sähe es ziemlich mau aus.

der waldi
-----7
04.02.2016, 22:47 Uhr
@Zukunft
Sie glauben gar nicht, wie schnell die Menschen die deutsche Sprache lernen. Besonders Kinder lernen das rasant! Das hat mich auch sehr überrascht, habe ich mich als Kind bei Russisch damals schwer getan.
Mueller13
04.02.2016, 22:48 Uhr
zu kurz gesprungen
Was wir jetzt sehen ist blinder Aktionismus.

1. Halte ich es für falsch 10Eur einzusmmeln. Das hat allenfalls Symbolcharakter (unsinniger Verwaltungsaufwand), ist aber in meinen Augen kontraproduktiv. Diese Leute verstehen ja schon nicht, dass sie kein zusätzliches Geld bekommen, wenn sie ein Praktikum machen. Wie werden sie wohl reagieren, wenn sie auch noch Geld zahlen sollen.
2. Sind Sprachkurse, die nicht verpflichtend sind völlig sinnlos. Ich habe gestern mit meiner ehemaligen Englischlehrerin gesprochen, die man für Deutschkurse reaktiviert hat (in meinen Augen eine ausgezeichnete Lehrerin), die sagte wortwörtlich: in meinem Kurs sind 17 Personen gemeldet, davon taucht einer um 9Uhr auf, zwei andere zwischen 10 und 11Uhr. Mehr als 3 Mann sind es nie. Spätestens 13 Uhr ist die Klasse leer. Die Leute haben Null Vorbildung.

Und zu der Vermutung, dass NUR linke Meinungen nicht publiziert werden. Falsch, mitunter liegt meine Erfolgsquote auch unter 50%, obwohl meine Beiträge mit Sicherheit nicht unter die Gürtellinie gehen und mehr zum Thema geht mitunter nicht. Aber mitunter scheint es halt nicht zu passen... was auch immer der Grund ist.
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