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So, 15:37 Uhr
07.02.2016
SO ERSTRAHLT DAS RAD IM ALTEN GLANZ

Am besten mit Hochdruckreiniger

Bei den ersten stärkeren Strahlen der Frühlingssonne zieht es auch die Radfahrer wieder ins Freie. Egal ob der Drahtesel den Winter komplett im Keller oder in der Garage verbracht hat oder ob man doch die eine oder andere Tour unternommen hat: Dreck, Bremsenabrieb und Schmiermittel sind nicht nur unschön, sondern tragen auch zum Verschleiß bei...


Umso wichtiger ist ein gründlicher Frühjahrsputz. "Das Fahrrad wäscht man am besten mit dem Hochdruckreiniger", erklärt Ralf Rapp vom baden-württembergischen Reinigungsspezialisten Kärcher.

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Vorteile seien die einfache, zeitsparende Anwendung und ein sehr gutes Reinigungsergebnis. Bei richtigem Vorgehen bestehe keine Gefahr, dass Rad- oder Tretlager ausgespült werden. "Spritzt man das Fahrrad dagegen mit dem Gartenschlauch ab, ist die Wassermenge, die in die Lager drückt, viel höher: Aus dem Schlauch fließen bis zu 3.500 Liter in der Stunde, die Durchflussmenge des Hochdruckreinigers etwa aus unserer 'Full-Control'-Reihe liegt im gleichen Zeitraum bei nur 500 Litern oder weniger", so Rapp. Positiver Nebeneffekt: Es werde viel Wasser gespart.

Ein sicherer, ebener Standplatz sollte vorhanden sein. Praktisch ist ein Montageständer, in dem das Rad eingespannt wird, dann kann es bei der Reinigung nicht kippen. Zum Einsatz kommt eine Flachstrahldüse, mit der sehr gezielt gearbeitet werden kann. Dabei sollte ein Mindestabstand von 30 Zentimetern zur Oberfläche eingehalten werden. Der Wasserdruck sollte, wenn möglich, auf etwa ein Drittel der vollen Leistung eingestellt werden. Ein wenig mehr Abstand erfüllt aber den gleichen Zweck.

"Wie beim Auto oder Motorrad wird der Strahl nicht in Lager, Stoßdämpfer oder - im Falle eines E-Bikes - auf elektrische Verbindungen gerichtet", so Rapp. Damit man schnell im Blick habe, wo schon gereinigt wurde, werde von unten nach oben gereinigt und die Hochdrucklanze stets von schräg oben auf die abzustrahlenden Bereiche gehalten. "Wenn auch die Kette und die Schaltgruppe gereinigt werden, ist es wichtig, diese im Anschluss wieder neu einzufetten", rät Rapp.

Wer sich bei hartnäckigen und festsitzenden Verschmutzungen nicht allein auf die Kraft des Wassers verlassen möchte, kann vor der Hochdruckwäsche ein Reinigungsmittel aufsprühen. "Sehr gut funktioniert das auch beim Fahrrad mit unserem Motorradreiniger", so Ralf Rapp. Die gelartige Rezeptur laufe nur langsam ab und könne deshalb besser einwirken. Nach etwa drei bis vier Minuten lässt sich der gelöste Schmutz mühelos abspülen. Ist der grobe Dreck weg, bleibt manchmal noch ein feiner Grauschleier auf Lackflächen zurück. Dieser lässt sich gut mit einer Waschbürste entfernen, die an den Hochdruckreiniger angeschlossen wird. Das Reinigungsergebnis wird durch die mechanische Wirkung der Borsten zusätzlich verbessert.
Autor: red

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Kommentare
Bodo Bagger
08.02.2016, 08:06 Uhr
Hochdruckreininger???
schön, dass der gute Herr von Kärcher den Umsatz seiner Hochdruckreiniger ankurbeln will und damit dann wahrscheinlich ungewollter Weise auch noch den Umsatz an entsprechenden Ersatzteilen wie Lagern und Dichtungen ankurbelt.

Sämtliche Lager an MTB und Rennrädern, die heute verkauft werden, halten den Druck des auftretenden Wasserstrahls eines Hochdruckreinigers nicht stand, was wiederum sehr schnell zu Lagerschäden durch ausgespültes Schmiermittel und Korrosion durch eingedrungenes Wasser führt.

Also wenn schon Hochdruckreiniger, dann bitte nicht auf den beweglichen Teilen (Tretlager, Naben, Steuerkopflager und Simmerringen der Federgabel bzw. dem Dämpfer), da diese durch Hochdruckreiniger richtig leiden.

Schaut man sich in den entsprechenden Bikeparks der Umgebung um, so stehen dort immer nur ein normaler Wasserschlauch und Bürsten zur Verfügung. Für stark verschmutzte Teile wie Ketten und Ritzel bietet der Fachhandel auch entsprechende schonende Gerätschaften zum reinigen an....
KaRu
08.02.2016, 10:22 Uhr
NICHT mit dem Hochdruckreiniger
Jeder Fachmann oder Mechaniker wird abraten zum Kärcher zum greifen...
Damit Spült man nur die Schmierstoffe aus den Lagern und von der Kette was viel schneller zum Verschleiß führt und grundsätzlich mit Rostbefall endet...
Also lieber zum Wassereimer und Wischlappen greifen...

Ps: Bin selber 2 Rad Mechaniker...
gernot1310
10.02.2016, 14:42 Uhr
also ehrlich...
wer sein Bike mit dem Hochdruckreiniger sauber macht das grenzt schon an Dummheit das muß ich mal so ganz krass sagen. Wie meine Vorredner schon sagten wird der Dreck u.U. in die Lager gespült bzw. die Schmierstoffe heraus. Das höchste der Gefühle ist der Wasserschlauch am Hahn aber mehr nicht. Die beste Methode ist nach wie vor immer noch Wasser und ne weiche Bürste. Ich nutze nen Handfeger. Für Unterwegs gibt es u.a. kleine Reiniger mit 12V die so etwa 9 Bar was dem Druck der Wasserleitung entspricht.

Und mal ehrlich ein richtiger Biker fährt auch im Winter und nach so einer tour ist das Bike auch ordentlich Verschmutz und dann heist es eben waschen und pflegen. Und wenn man das gut macht halten die Bikes auch ne Weile. Aber Kärchern da läuft es mir schon eiskalt den Rücken runter wenn ich das nur höre. Der Schreiber des Artikel sollte mal in so nen Bikepark gehen und da mal sagen nimm nen Kärcher, ich glaube die würden ihn aber ganz böse was erzählen. nen 4000 oder mehr Bike mit dem Kärcher da kann man es auch gleich auf den Schrott bringen. Und wenn man das Bike überwintern will dann vorher ordentlich mit Wasser,Lappen und Seife reinigen und alles gut schmieren. den rahmen kann man z.b. mit Autopolitur Pflegen. Und nach dem Winter muß man das Bike vlt nur noch mal abspülen und es ist wieder sauber.

Ich bin viel unterwegs und habe mir angewöhnt das Bike regelmäßig zu zerlegen und alle Teile zu prüfen und ggf. nochmal zu reinigen und schmieren. Und das hat sich bezahlt gemacht mein altes Bike war 13 Jahr und wurde lediglich ersetzt um auf Scheibenbremse zu wechseln. Also lieber Zeit nehmen und ohne Hochdruckreiniger, das spart u.U. unnötige Reparaturen und Kosten.
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