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Mo, 10:29 Uhr
08.02.2016
Tag des Notrufs

Europäischer Tag der 112

Wie man einen Notruf absetzt sollte eigentlich jeder wissen. Eine kleine Auffrischung schadet aber nie, daher haben die Johanniter einmal zusammengefasst, was zu tun ist, wo der Notruf landet und welche Nummern man im welchen Fall wählen kann...

Ob Unfall oder medizinischer Notfall: Um schnellstmöglich Hilfe zu rufen, wählt man die Telefonnummer 112. Dass diese Notrufnummer seit 2003 sogar europaweit gilt, wissen laut Eurobarometer-Umfrage nur rund ein Viertel der Menschen in Europa. Um die lebensrettende Nummer bekannter zu machen, hat die EU deshalb den 11. Februar zum „Europäischen Tag der 112“ erklärt.

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„Die 112-Gespräche sind für den Anrufer immer kostenlos“, erklärt Olaf Manzke, Rettungswachenleiter der Johanniter in Nordhausen. „Selbst von Mobiltelefonen ohne Guthaben kann die Notrufnummer angewählt werden. Solange es sich tatsächlich um einen Notfall handelt, entstehen dem Anrufer auch keinerlei Kosten für den Einsatz, egal ob ein Rettungswagen, ein Notarzt oder ein Rettungshubschrauber zum Einsatzort ausrückt“.

Jeder ist verpflichtet, Erste Hilfe zu leisten. Einen Notruf abzusetzen, wenn die Situation es erfordert, ist ein wichtiger Schritt. „Wenn eine lebensbedrohliche Situation eintritt, muss immer die 112 gewählt werden. Dazu gehören neben schweren Unfällen zum Beispiel Vergiftungserscheinungen, Verdacht auf Herzinfarkt oder Schlaganfall, Kreislaufkollaps, schwere Atemnot oder starker Blutverlust“, erklärt der Johanniter. Die 112 ist jedoch nur für Notfälle da. Bei nicht lebensbedrohlichen Beschwerden hilft der Hausarzt. Tritt ein Krankheitsfall während der Schließzeiten oder am Wochenende auf, hilft der ärztliche Bereitschaftsdienst der Krankenkassen unter der deutschlandweiten Rufnummer 116117.

Europäischer Tag des Notrufs (Foto: Johanniter/ Tobias Grosse) Europäischer Tag des Notrufs (Foto: Johanniter/ Tobias Grosse)

Der Notruf wird in der nächstgelegenen Leitstelle aufgenommen. Es meldet sich ein medizinisch geschulter Mitarbeiter, der mit dem Anrufer einen festen Katalog an Fragen durchgeht: „Wo ist es passiert?“, „Wie viele Menschen sind verletzt?“ und „Wie ist deren gesundheitlicher Zustand?“. So ist gewährleistet, dass vor dem Ausrücken der professionellen Helfer alle wichtigen Informationen vorliegen. Besonders wichtig ist die genaue Ortsangabe, damit die Hilfe auch zum richtigen Ort kommt. „Bevor nicht alle Fragen der Leitstelle beantwortet sind, sollte der Anrufer auf keinen Fall selbst das Gespräch beenden“, betont Olaf Manzke.

Bei akuten medizinischen Notfällen wird laut dem Rettungsdienstexperten in der Regel ein Rettungswagen losgeschickt, der mit nichtärztlichem Rettungsdienstpersonal besetzt ist. Nur, wenn ein Patient zum Beispiel unter Atemnot leidet, starke Schmerzen hat oder bewusstlos ist, wird in Deutschland automatisch ein Notarzt mitalarmiert. Darum ist es wichtig, immer möglichst genau die Symptome des Notfalls zu beschreiben.
Um im Ernstfall richtig helfen zu können, empfehlen die Johanniter, die Erste-Hilfe- Kenntnisse regelmäßig aufzufrischen. Infos zum Kursangebot der Johanniter gibt es im Internet unter www.johanniter.de/erstehilfe oder telefonisch unter 0361 77880.
Autor: red

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