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Sa, 15:52 Uhr
13.02.2016
kn-Forum

Kyffhäusergymnasium in der Diskussion

Meine Heimatstadt Bad Frankenhausen entwickelt sich positiv, so unser Leser Henry Hunger zu Beginn des Leserbriefs. Er wendet sich auch in der Folge an Uwe Vogt vom Bildungsausschuss...

Mit dieser Einschätzung befinde ich mich in guter Gesellschaft. Viele in meinem persönlichen Umfeld, Freunde, Bekannte, Geschäftspartner und meine Familie teilen diese Einschätzung. Um es gleich vorweg zu nehmen, nicht alles läuft optimal und natürlich gibt es Probleme die zu lange einer Lösung harren. Dies soll aber nicht das Ansinnen dieser Meinungsäußerung sein.

Bad Frankenhausen ist ein stabiler Wohnstandort mit einer attraktiven Infrastruktur. Die Einwohnerzahlen steigen und es besteht weiteres Wachstumspotential. Bad Frankenhausen ist das touristische Zentrum im Kyffhäuserkreis. Gerade hierfür hat Bad Frankenhausen in den letzten 25 Jahren Beachtliches geleistet.

In die Therme und in den Kurpark wurden in jeweils 4 Bauabschnitten gewaltige Summen investiert. So waren es allein im 3. und 4. Bauabschnitte der Kyffhäusertherme 5 Millionen Euro.
Für den 4. Bauabschnitt des Kurparks mit Sole-Wasser-Vitalpark hat die Stadt die enorme Summe von 8 Millionen Euro aufgebracht.

Als Hüter von Denkmalen übernimmt die Stadt Verantwortung und viel Geld in die Hand. Als Beispiele seien das Schloss, der Schiefe Turm und der Hausmannsturm genannt.

Das Kyffhäuser-Gymnasium befindet sich in einem historischen Schulgebäude, an einem traditionellen Schulstandort in einem denkmalgeschütztem Gebäude, welches sich wiederum an der Fritz-Brather-Straße (ehemaliger Direktor des städtischen Realgymnasiums Bad Frankenhausen) befindet. Mehr Tradition geht nicht.

Eine Stadt, die ihre GANZE Kraft in die Entwicklung ihrer Innenstadt und touristischen Infrastruktur steckt, wird und muss um diesen Schulstandort und zwar genau an diesem Ort kämpfen.

Bad Frankenhausen hat die hier angeführten Großinvestitionen, deren Aufzählung bei weitem nicht vollzählig sind, ohne Inanspruchnahme von finanziellen Mitteln aus dem Kreishaushalt gestemmt. Natürlich zieht jetzt die Stadt auch Nutzen aus ihren Aktivitäten und Investitionen. So soll es sein. Aber auch der Kyffhäuserkreis und die Region sind Nutznießer dieser andauernden Anstrenungen. Das ist gewollt und erfreulich.

Ich halte es für konsequent und notwendig, wenn der Kyffhäuserkreis jetzt Verantwortung für den Standort an der Fritz-Brather-Straße und für das Denkmal geschützte Gebäude übernimmt.

Herr Vogt hat Sorge das die Kreisumlage wegen der Kosten für das Gymnasium in Bad Frankenhausen steigt. Wohl kein sachlicher Beitrag und schon gar kein lösungsorientierter. Aber dafür populistisch. Es klingt bei Herrn Vogt so, als käme die notwendige Investition nur Bad Frankenhausen zu gute. Das Einzugsgebiet für die 600 Schülerinnen und Schüler die das Gymnasium in Bad Frankenhausen besuchen, sollte Herrn Vogt bekannt sein.
Das finanzielle Risiko für den Kreishaushalt liegt nicht in einem einzelnen Standort, sondern in dem gesamten Paket der Schulnetzplanung.

Bevor die Diskussion über Kosten beginnt, ist es notwendig diese auch zu kennen. Dafür ist der Planer aufzufordern, Varianten und Kostenfür den jetzigen und auch in der Schulnetzplanung festgeschriebenen Standort vorzulegen.
Allerdings bitte ohne den vollkommen unüblichen Gewährleistungsausschluss des Planungsbüros.

Warum nicht folgende Variante umsetzen. Die Fassade zur Fritz-Brather-Straße bleibt erhalten um den Aspekten des Denkmalschutzes gerecht zu werden. Dahinter entsteht ein funktionales Schulgebäude. Die Problematik des Baugrundes ist bekannt und beherrschbar.

Schade ist auch, dass die Meinung der betroffenen Schulen (Regelschule Juri Gagarin und Kyffhäusergymnasium) im Umdenken und Umlenken der Planer keine Rolle spielt.

Die Schulkonferenz der Regelschule hat die aktuelle Variante bereits abgelehnt.
Spätestens jetzt muss Herr Vogt als Vorsitzender des Kreis-Bildungsausschusses auf der Seite der beiden Schulen sein. War er doch in der Vergangenheit immer der Meinung, die Entscheidungen der Schulkonferenzen gilt es zu akzeptieren.

Aber das gilt wohl nur, wenn es um Gemeinschaftsschulen geht. Wie wir wissen, war dies im Falle der Schmücke-Grundschule in Heldrungen bereits Makulatur. Und nun scheint sich das in der Entscheidung zum Kyffhäuser-Gymnasium leider fortzusetzen. Aber das hat er Vogt ja nicht allein zu entscheiden. Ich setze auf den konstruktiven Dialog zwischen der Landrätin unseres Kyffhäuserkreises und dem Bürgermeister meiner Heimatstadt.

Henry Hunger
Autor: khh

Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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Kommentare
gebmeinensenfdazu
13.02.2016, 23:59 Uhr
Wie oft kann man eigentlich die gleichen Fehler machen??
Herrn Vogts populistischer Versuch, mit der Drohung einer erhöhten Kreisumlage Städte und Gemeinden des Kreises zu spalten, sind unwürdig für einen Verantwortungsträger.
Die „Verantwortlichen“ sollen verantwortlich handeln. Genau das muss man jetzt auch vom Landkreis und seiner Landrätin in Bezug auf das Kyffhäusergymnasium erwarten können.
Vielleicht hilft als Denkanstoß aber auch ein Blick in die Vergangenheit. Zu Zeiten der DDR wurden am Rande der Städte Plattenbaugebiete errichtet, während die Innenstädte verfielen. Nach der Wende wurden dann Einkaufsmärkte auf der grünen Wiese gebaut, während die Innenstädte verödeten. Beides waren städtebauliche Fehler, die nur mit sehr viel Aufwand und (wenn überhaupt) nur sehr langwierig berichtigt werden können.
Na Herr Vogt, klingelts?? Verstehen Sie vielleicht nun, warum Bad Frankenhausen dafür kämpft, dass Leben im historischen Schulgebäude bleibt? Aber man kann Fehler natürlich auch beliebig oft wiederholen….
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