Do, 14:58 Uhr
18.02.2016
Feuerwehr aktuell
Alles im Lot mit der Drehleiter?
Das Einsatzfahrzeug mit der Drehleiter der Freiwilligen Feuerwehr Sondershausen-Mitte ist defekt. Kann der Defekt wirklich kompensiert werden? So einige Zweifel kommen auf und Kritik ist unüberhörbar und Politiker sind gefragt...
Update: Die Drehleiter von Wolkramshausen hat einen Korb.
Der Stadtbrandmeister von Sondershausen, Sven Wreden, hatte im Gespräch mit kn bestätigt, die Einsatzbereitschaft ist gewährleistet. Hintergrund ist, dass das Fahrzeug der FFW SDH-Mitte mit der Drehleiter wegen Reparatur nicht einsatzfähig ist und wenn eine Drehleiter zum Einsatz kommen muss, Hilfe aus Bad Frankenhausen, Greußen oder Wolkramshausen geholt werden, was erst letzten Samstag notwendig war, beim Brand in Oberspier.
Kaum hatte kn den oben genannten Bericht veröffentlicht kamen auch schon sehr kritische Hinweise. Am häufigsten genannt, der Vorwurf, die Fahrzeuge aus Greußen und Wolkramshausen, sind in bestimmten Fällen mit ihrer Drehleiter bedingt einsatzfähig.
Die obigen Bilder zeigen, was die Drehleiter des Sondershäuser Einsatzfahrzeuges hat, an der Drehleiter ist ein Korb, mit dem man wesentlich sicherer auch Personen mit der Drehleiter aus einem höheren Gebäude retten kann, vor allem wenn sie verletzt sind und wegen Alter nicht mehr so beweglich sind.
Aus einer oberen Wohnung über eine Drehleiter gerettet zu werden, die an der Spitze keinen Korb hat, ist mit Sicherheit eine sehr kitzlige Angelegenheit, selbst wenn man rüstig ist. Und das Problem ist, das die FFW Greußen keinen Korb an der Drehleiter hat.
Ein Hinweis eines Kameraden kam:
"Ich möchte sehen wie man mit einer 30 Jahre alten W50 Drehleiter ohne Korb z.B. Menschen aus einem Pflegeheim retten soll."
Und in der Tat, das Einsatzfahrzeug der FFW Greußen, hier ein Archivfoto von kn, zeigt dieses Fahrzeug, ist ein Methusalem. Noch in der DDR gebaut und wahrscheinlich schon 1981 "geboren". Pikant, es ist das Fahrzeug, dass erst der FFW Sondershausen-Mitte gehörte!
Und hier kam der Vorwurf einiger Anrufer: Wir sind als Freiwillige Feuerwehren nicht mehr optimal mit der notwendigen Technik ausgerüstet, das zeigt sehr deutlich das Beispiel Greußen mit seiner veralteten Drehleiter.
Sind diese Vorwürfe unberechtigt? Der Vorsitzende der Kreisfeuerwehrverbandes Mario Hasenbein hatte in der letzten Jahreshauptversammlung der FFW Sondershausen-Mitte Sondershausens Bürgermeister Joachim Kreyer (CDU) aufgefordert Einfluss auf Landes und Bundespolitiker zu nehmen, auf eine bessere Ausrüstung der Freiwilligen Feuerwehren zu nehmen. Das sagt viel zu diesem Thema.
Wenn eine Kommune wie Sondershausen nicht mal mehr Mittel hat, um von Mäusen zerfressene Uniformen ersetzten zu können (kn berichtete) und die Feuerwehr regelrecht um Mittel betteln muss, wie soll dann Greußen zu einem neuen moderneren Einsatzfahrzeug mit einer Drehleiter kommen, die wenigstens einen Korb an der Drehleiter hat?
Hat Greußen das Geld für ein neues modernes Einsatzfahrzeug mit Drehleiter, bei der auch ein Personenkorb dran ist, wie es Bad Frankenhausen oder Sondershausen haben? Wir haben in Greußen eine Stützpunktfeuerwehr und suchen händeringend nach einem besser ausgestatteten Fahrzeug. Am Telefon hat Greußens Bürgermeister René Hartnauer klar gesagt, es ist nicht absehbar, dass wir das als Stadt finanzieren können. Und auch aus Sicht Landkreis sieht er kaum Chancen an Mittel zu kommen. Ich bin selbst Kreistagsmitglied und weiß das der Schwerpunkt der Finanzierung des Kreises für die Schulen liegt.
Kreisbrandinspektor Peter Ortlepp war auf o.g. Jahreshauptversammlung schon ins sprichwörtliche Rudern gekommen, als man in Sondershausen anfragte wann der Einsatzleitwagen beschaffen werden kann. Das hängt, so Ortlepp, an der Kreisverwaltung und dessen Haushalt, denn da müssen 75.000 Euro her (+ 25.000 vom Land). Wegen des Doppelhaushalt und das wird wohl erst 2017 frühestens etwas.
Wenn dieses Geld nicht mal da ist, wo sollen dann die rund 600.000 Euro für ein schickes neues Feuerwehrauto mit moderner Drehleiter für Greußen herkommen?
Mario Hasenbein hatte die Landes- und Bundespolitiker über Kreyer aufgefordert, sorgt für bessere Unterstützung bei der Ausrüstung der Freiwilligen Feuerwehren.
Es bringt allerdings auch nichts, an dieser Stelle Schulen gegen Feuerwehr aufzurechnen. Nur wenn wohl bereits ein Drittel aller Kommunen in Thüringen in der Konsolidierung stecken, wie soll dann noch das Geld für eine angemessene Ausrüstung aufgebracht werden? Bleibt nur zu hoffen, dass es nicht erst einen Todesfall geben muss, ehe die Politik aufwacht!
Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren für uns riskieren Leib und Leben, dann müssen sie auch dementsprechend ausgerüstet werden. Die Kommunen und Landkreise müssen angemessen mit Mitteln für die Rettungskräfte ausgestattet werden, so die Forderung vieler Anrufer bei kn. Es geht also nicht nur um eine defekte Drehleiter sondern um eine generelle Ausrüstung der Freiwilligen Feuerwehren.
Wie sehen das unsere Landtags- und Bundestagsabgeordneten? Und auch die Kreistagsmitglieder sollten angesprochen sein. Die Kameraden der Feuerwehren haben ein Recht darauf ernst genommen zu werden.
Autor: khhUpdate: Die Drehleiter von Wolkramshausen hat einen Korb.
Der Stadtbrandmeister von Sondershausen, Sven Wreden, hatte im Gespräch mit kn bestätigt, die Einsatzbereitschaft ist gewährleistet. Hintergrund ist, dass das Fahrzeug der FFW SDH-Mitte mit der Drehleiter wegen Reparatur nicht einsatzfähig ist und wenn eine Drehleiter zum Einsatz kommen muss, Hilfe aus Bad Frankenhausen, Greußen oder Wolkramshausen geholt werden, was erst letzten Samstag notwendig war, beim Brand in Oberspier.
Kaum hatte kn den oben genannten Bericht veröffentlicht kamen auch schon sehr kritische Hinweise. Am häufigsten genannt, der Vorwurf, die Fahrzeuge aus Greußen und Wolkramshausen, sind in bestimmten Fällen mit ihrer Drehleiter bedingt einsatzfähig.
Die obigen Bilder zeigen, was die Drehleiter des Sondershäuser Einsatzfahrzeuges hat, an der Drehleiter ist ein Korb, mit dem man wesentlich sicherer auch Personen mit der Drehleiter aus einem höheren Gebäude retten kann, vor allem wenn sie verletzt sind und wegen Alter nicht mehr so beweglich sind.
Aus einer oberen Wohnung über eine Drehleiter gerettet zu werden, die an der Spitze keinen Korb hat, ist mit Sicherheit eine sehr kitzlige Angelegenheit, selbst wenn man rüstig ist. Und das Problem ist, das die FFW Greußen keinen Korb an der Drehleiter hat.
Ein Hinweis eines Kameraden kam:
"Ich möchte sehen wie man mit einer 30 Jahre alten W50 Drehleiter ohne Korb z.B. Menschen aus einem Pflegeheim retten soll."
Und in der Tat, das Einsatzfahrzeug der FFW Greußen, hier ein Archivfoto von kn, zeigt dieses Fahrzeug, ist ein Methusalem. Noch in der DDR gebaut und wahrscheinlich schon 1981 "geboren". Pikant, es ist das Fahrzeug, dass erst der FFW Sondershausen-Mitte gehörte!
Und hier kam der Vorwurf einiger Anrufer: Wir sind als Freiwillige Feuerwehren nicht mehr optimal mit der notwendigen Technik ausgerüstet, das zeigt sehr deutlich das Beispiel Greußen mit seiner veralteten Drehleiter.
Sind diese Vorwürfe unberechtigt? Der Vorsitzende der Kreisfeuerwehrverbandes Mario Hasenbein hatte in der letzten Jahreshauptversammlung der FFW Sondershausen-Mitte Sondershausens Bürgermeister Joachim Kreyer (CDU) aufgefordert Einfluss auf Landes und Bundespolitiker zu nehmen, auf eine bessere Ausrüstung der Freiwilligen Feuerwehren zu nehmen. Das sagt viel zu diesem Thema.
Wenn eine Kommune wie Sondershausen nicht mal mehr Mittel hat, um von Mäusen zerfressene Uniformen ersetzten zu können (kn berichtete) und die Feuerwehr regelrecht um Mittel betteln muss, wie soll dann Greußen zu einem neuen moderneren Einsatzfahrzeug mit einer Drehleiter kommen, die wenigstens einen Korb an der Drehleiter hat?
Hat Greußen das Geld für ein neues modernes Einsatzfahrzeug mit Drehleiter, bei der auch ein Personenkorb dran ist, wie es Bad Frankenhausen oder Sondershausen haben? Wir haben in Greußen eine Stützpunktfeuerwehr und suchen händeringend nach einem besser ausgestatteten Fahrzeug. Am Telefon hat Greußens Bürgermeister René Hartnauer klar gesagt, es ist nicht absehbar, dass wir das als Stadt finanzieren können. Und auch aus Sicht Landkreis sieht er kaum Chancen an Mittel zu kommen. Ich bin selbst Kreistagsmitglied und weiß das der Schwerpunkt der Finanzierung des Kreises für die Schulen liegt.
Kreisbrandinspektor Peter Ortlepp war auf o.g. Jahreshauptversammlung schon ins sprichwörtliche Rudern gekommen, als man in Sondershausen anfragte wann der Einsatzleitwagen beschaffen werden kann. Das hängt, so Ortlepp, an der Kreisverwaltung und dessen Haushalt, denn da müssen 75.000 Euro her (+ 25.000 vom Land). Wegen des Doppelhaushalt und das wird wohl erst 2017 frühestens etwas.
Wenn dieses Geld nicht mal da ist, wo sollen dann die rund 600.000 Euro für ein schickes neues Feuerwehrauto mit moderner Drehleiter für Greußen herkommen?
Mario Hasenbein hatte die Landes- und Bundespolitiker über Kreyer aufgefordert, sorgt für bessere Unterstützung bei der Ausrüstung der Freiwilligen Feuerwehren.
Es bringt allerdings auch nichts, an dieser Stelle Schulen gegen Feuerwehr aufzurechnen. Nur wenn wohl bereits ein Drittel aller Kommunen in Thüringen in der Konsolidierung stecken, wie soll dann noch das Geld für eine angemessene Ausrüstung aufgebracht werden? Bleibt nur zu hoffen, dass es nicht erst einen Todesfall geben muss, ehe die Politik aufwacht!
Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren für uns riskieren Leib und Leben, dann müssen sie auch dementsprechend ausgerüstet werden. Die Kommunen und Landkreise müssen angemessen mit Mitteln für die Rettungskräfte ausgestattet werden, so die Forderung vieler Anrufer bei kn. Es geht also nicht nur um eine defekte Drehleiter sondern um eine generelle Ausrüstung der Freiwilligen Feuerwehren.
Wie sehen das unsere Landtags- und Bundestagsabgeordneten? Und auch die Kreistagsmitglieder sollten angesprochen sein. Die Kameraden der Feuerwehren haben ein Recht darauf ernst genommen zu werden.





