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Mo, 07:28 Uhr
29.02.2016
Geheimnisse sind oft nicht sicher aufgehoben

Diskretion beim Arzt

Obwohl es an Regeln zur Geheimhaltung von Patientengeheimnissen nicht mangelt, stellte die Stiftung Warentest bei einer Stichprobe in 15 von 30 Arztpraxen Lücken im Datenschutz fest – teils leichte, teils sogar gravierende...


Bei Anrufen gaben Mitarbeiter medizinische Daten von anderen Patienten preis, Praxismitarbeiter sprachen vor Dritten über Patienten und deren Krankheiten und Arztpraxen versandten sensible Daten per E-Mail. Veröffentlicht sind die Ergebnisse in der März-Ausgabe der Zeitschrift test.

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Ärzte erfahren intime Details über ihre Patienten. Um deren Privatsphäre zu schützen und neugierige Dritte, etwa Versicherungen, Arbeitgeber oder Angehörige, auf Abstand zu halten, unterliegen Mediziner der Schweigepflicht. In der Praxis bewähren sich diese Regeln aber nicht immer.

Die Stiftung Warentest nahm zu 30 Hausärzten Kontakt auf: Zehn besuchten die Tester persönlich, zehn riefen sie an und zehn schrieben sie E-Mails. In der Hälfte der Fälle stießen sie dabei auf Datenlecks.

In drei von zehn besuchten Praxen konnten die Wartenden Intimes mithören. Einmal ging es zum Beispiel um eine Schuppenflechte inklusive Behandlung, einmal um eine Frau, die schnell einen Platz im Pflegeheim brauchte. Am Telefon gaben acht der zehn Praxen Anrufern, die sich vorgeblich im Auftrag von Patienten meldeten, freimütig Auskunft, zum Beispiel über Laborwerte oder verordnete Arzneien. Nach E-Mail-Anfragen verschickten vier von zehn Praxen sensible Daten unverschlüsselt per E-Mail, zum Beispiel ein komplettes Laborblatt als Screenshot.

Der ausführliche Test Diskretion beim Arzt erscheint in der März-Ausgabe der Zeitschrift test und ist kostenfrei unter www.test.de/arztbesuch abrufbar
Autor: red

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Kommentare
Freidenker 1304
29.02.2016, 10:59 Uhr
Arztpraxen...nicht nur Diskretionsprobleme
Arztpraxen ? Am heutigen Montag las ich in der NNZ - online einen Bericht über Datenschutz und Diskretion beim Arztbesuch. Es stimmt, in mancher Praxis läuft da so einiges schief. Leider aber nicht nur beim Datenschutz. E s gibt noch viel mehr gravierende Probleme in den meisten deutschen Arztpraxen. Kürzlich habe ich wegen eines Hexenschusses einen Arzt aufgesucht. Nach der Anmeldung wurde ich nett und freundlich in's Wartezimmer verwiesen. Dort schlug mir in einem nicht sehr großen Raum eine überheizte, verbrauchte Atemluft entgegen. Von geschätzten zwanzig sitzenden Patienten husteten und niesten die meisten. Auf die Frage nach Fensteröffnung erntete ich auf Grund des heftigen Außenwindes nur Protest. Ich saß fast eineinhalb Stunden. Danach war ich zwei Wochen krank. Eine Infektionskrankheit. Selbstverständlich hätte ich mich auch überall sonst anstecken können, oder? Frage: Wie viel Zeit geht unserer Wirtschaft verloren und wie viele Millionen Euro kostet es uns, wenn sich jährlich tausende Patienten in Bakterien- und Virenverseuchten bundesdeutschen Wartezimmern anstecken? Nicht nur Krankenhäuser haben meiner Meinung nach ein Hygieneproblem. Und damit meinte ich nicht die Sauberkeit der Fussböden.....Jeder Arzt rät eigentlich in der Erkältungszeit zu Abstand.
Und ein zweites Problem: Jeder möcht gut und ausreichend behandelt werden. Man muss auch mit etwas Wartezeit rechnen. Aber ist schon mal hochgerechnet worden, wie viel Zeit in unseren Wartezimmern "verwartet" wurde? Am Ende meines Lebens hätte ich gern all die Zeit per Gutschrift zurück. Ich rede hier nicht von ein paar, nein ich rede hier von tausenden Stunden, die der Wirtschaft, die den Menschen fehlen. Lösungen? Die meisten Praxen, egal ob Haus- oder Facharzt, sind hoffnungslos überfüllt und somit kapazitätsmäßig überfordert. Es gibt Regionen, da ist der Ärztemangel so gravierend, dass der Andrang kaum zu bewältigen ist. Und gerade ländliche Gebiete sind für angehende Mediziner nicht immer attraktiv. Anreize kann nur der schaffen, der auch alles andere reglementiert. Schließlich gibt es keinen freien Markt. Preise, Honorare und Zeiten für Behandlungen sind fest geregelt und gedeckelt. Der Staat, die Krankenkassen, die kassenärztliche Vereinigungen, alles durchorganisiert. Wettbewerb ? Unerwünscht, störend, nicht normgerecht und somit nicht gewollt. Dabei gibt es schon qualitative Unterschiede in Betreuung und Behandlung. Die guten Praxen sind zumeist übervoll. Mühe geben sich alle. Freundlich sind die meisten. Positives wird gern und oft gesehen und auch gewürdigt. Dank für oft selbstlosen, fürsorglichen Einsatz der Mediziner und Schwestern. Lob für die meisten Praxen. Aber auch: Mängel werden zumeist nicht erkannt, nicht beachtet und häufig nicht abgestellt. Fazit: wer gibt mir meine ungewollt verwartete Zeit wieder? Und was kostet das alles? Perspektivisch: können wir uns das weiter leisten?
Micha123
29.02.2016, 17:03 Uhr
Diskretion und andere Probleme bei Ärzten
Diskretion? Was ist das?
Man steht beim Arzt am Tresen - daneben ein voller Wartebereich und 3 Patienten blicken einem "hustend und triefend" über die Schulter.. was man für Rezepte in der Hand hat, welche Überweisung usw.
Die Menschen wissen überhaupt nicht mehr was Diskretion bedeutet. Die Schwestern können wegen dem hohen Andrang kaum darauf achten - selten hört man einmal die Aufforderung "bitte Abstand" nehmen.

Ähnlich ist es in Apotheken.. wo teilweise Markierung auf "Diskretion" hinweisen. Aber nein - die Leute stehen dicht neben einem, damit sie vielleicht sogar noch die "Packungsbeilage" lesen können.
Der Anstand vieler Menschen ist sehr stark gesunken.

Datenschutz ist von daher auch vielen ein Fremdwort.

Und da wir einmal beim Thema sind... Wer kennt es nicht - in einer "Keimzelle" Namens Arztpraxis zu warten. Anschließend kranker sein als vorher. So manch einer verbringt darin seine "Freizeit" - nur wegen einem Rezept oder einer Kleinigkeit. Aber so ist es. Viele Praxen haben Personalmangel - so könnte man viele Dinge ohne große Wartezeit schon erledigen.
Gerade chronisch Kranke - (Insulinpflichtige, Herzkrankheiten, Blutdruck) Menschen die regelmäßig die gleichen Medikamente benötigen könnten schneller abgefertigt werden. Warum nutzt man nicht die Möglichkeiten der neuen Gesundheitskarte? Rezepte werden darauf elektronisch gespeichert - da braucht man nichts mehr ausdrucken - und in seiner Stammapotheke gibt man die Karte hin und erhält seine Arznei.
Da könnte man viel Zeit sparen. Und Missbrauch? Wenn die Apotheke einem kennt und die Daten hat, so kann auch kein Unberechtigter auf dumme Gedanken kommen.

Und wegen der Hygiene - wegen Infektionen.. warum gibt es in den Praxen keine automatischen Türen? Alleine schon der Türdrücker ist voll mit Keimen. Desinfektionsmittel hängt selten irgendwo. Kein wunder - wenn man sich dann noch eine Grippe einfängt.

Ich frage mich manchmal - was für "Experten" haben das Sagen bei diesen Themen..??
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