Mo, 16:14 Uhr
29.02.2016
Meldungen vom Sport
LSB Thüringen verzeichnet mehr als 4.000 neue Mitglieder
Der Landessportbund Thüringen verzeichnet erstmals seit sechs Jahren wieder einen Mitgliederzuwachs von 4.219 neuen Mitgliedern, so die heute Meldung...
Das ist das Ergebnis der aktuellen Mitgliederbestandserhebung. Demnach sind aktuell exakt 369.470 Mitglieder in 3.422 Thüringer Sportvereinen registriert. Erstmals seit der Gründung des Landessportbundes Thüringen vor mehr als 25 Jahren beträgt der Organisationsgrad (Mitglieder im Verhältnis zur Einwohnerzahl) mehr als 17 Prozent.
Die Thüringer treiben wieder mehr Sport! Das ist die zentrale Aussage der Mitgliederbestandserhebung 2016, die der Landessportbund Thüringen in der letzten Woche abgeschlossen hat. Erstmals seit dem Jahr 2010 verzeichnet der LSB Thüringen wieder einen Mitgliederzuwachs. Die Zahl der in einem Sportverein aktiven Thüringer stieg um 4.219 auf insgesamt 369.470 Mitglieder. Auch die Zahl der Thüringer Sportvereine hat sich leicht um vier auf 3.422 erhöht.
"Das Ergebnis der Mitgliederstatistik stimmt uns positiv und zeigt, welch großen Stellenwert der Sport in der Gesellschaft hat", erklärt LSB-Präsident Peter Gösel mit Blick auf den Organisationsgrad. Dieser erhöht sich von 0,2 auf 17,15 Prozent. Noch nie seit der Gründung des Landessportbundes im Jahr 1990 waren so viele Thüringer im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung Mitglieder in einem Sportverein. "Der Zuwachs zeigt, dass die Maßnahmen des Landessportbundes und seiner Mitgliedsorganisationen zur Mitgliedergewinnung erste Früchte getragen haben. Gleichwohl müssen wir für unser Ziel, bis 2020 400.000 Mitglieder im organisierten Thüringer Sport vorweisen zu können, noch einige Arbeit leisten", weiß Gösel.
Den größten Zuwachs gab es im Gesundheitssport mit 1.500 neuen Mitgliedern. Auch die Sportarten Fußball und Turnen können jeweils 1.000 neue Mitglieder verzeichnen. Ein Plus von immerhin 400 neuen Mitgliedern registriert der Alpenverein, der sich mit seinen Trendsportarten (unter anderem Wandern, Klettern, Bergsteigen) immer größerer Beliebtheit erfreut. Verluste gibt es hingegen im Volleyball (-650) und Kegeln (-460). "Die Zahlen zeigen, dass zunehmend Gesundheit, Fitness und Wohlbefinden Motive sind, sich regelmäßig im Sportverein zu betätigen. Das beweist auch der Fakt, dass insbesondere Gesundheits- und Rehasportvereine einen Mitgliederanstieg verzeichnen konnten", so der Hauptgeschäftsführer des Landessportbundes, Rolf Beilschmidt.
Auffällig ist, dass die Mitgliederzuwächse fast ausschließlich im Erwachsenenbereich auftreten, was im Zusammenhang mit dem demographischen Wandel steht. Den größten Anstieg (+3.709) verzeichnet der Altersbereich 51 bis 70 Jahre. Auch der Altersbereich 70+ hat einen Zuwachs von 2.110 Mitgliedern. Zuwächse gab es zudem im Altersbereich bis 4 Jahre (+145) und bei den 15- bis 18-Jährigen (+787). Dagegen wurde der angestrebte Organisationsgrad bei den 7- bis 14-Jährigen von 50 Prozent erneut knapp verfehlt (48,6%). Gesunken sind die Mitgliederzahlen in den Altersbereichen 5 bis 6 Jahre (-347), 19 bis 26 Jahre (-1.663) und 27 bis 50 Jahre (-505).
Erfreulich ist, dass über 60 Prozent (2.582) der neuen Mitglieder weiblich sind. Damit erhöht sich die Gesamtzahl der weiblichen Mitglieder in den Thüringer Sportvereinen auf 138.869. "Wir sind sicher, dass künftig noch mehr Frauen den Weg in einen Sportverein finden. Der Organisationsgrad der weiblichen Mitglieder ist mit 12,7 Prozent noch verhältnismäßig gering", bedauert Beilschmidt.
"Es ist zu erwarten, dass sich der Trend des Mitgliederzuwachses in den kommenden Jahren leicht fortsetzt. Allerdings ist die Entwicklung nach wie vor abhängig von qualifiziertem Personal in den Vereinsvorständen und bei den Übungsleitern sowie von der Infrastruktur, insbesondere den Hallenzeiten und der kostenlosen Nutzung von Sportstätten", prognostiziert LSB-Präsident Gösel.
Die Mitgliederbestandserhebung 2016 des Landessportbundes Thüringen liefert indes keine Erhebung zu Mitgliederzahlen von Flüchtlingen und Asylbewerbern. Diese machen sich weniger in Mitgliederzahlen als viel mehr in der stetig steigenden Zahl von Sportvereinen, die sportliche Betreuungsangebote für Flüchtlinge unterbreiten, bemerkbar. Aktuell sind es rund 170 Vereine, die diese Angebote flächendeckend in Thüringen offerieren. Ob Flüchtlinge und Asylbewerber tatsächlich Mitglieder in einem Sportverein werden, hängt oftmals von der Erteilung der Aufenthaltsgenehmigung ab.
Übersichten:
Thüringer Sportvereine mit den meisten Mitgliedern:
- Reha-Sport-Bildung Elxleben (4.798 Mitglieder)
- FC Carl Zeiss Jena (3.947 Mitglieder)
- USV Jena (3.417 Mitglieder)
- FC Rot-Weiß Erfurt (2.082 Mitglieder)
- SV 1883 Schwarza (2.025 Mitglieder)
Thüringer Sportvereine mit den größten Mitgliederzuwächsen:
-FC Carl Zeiss Jena (+718 auf 3.947 Mitglieder)
- SV Einheit 1875 Worbis (+313 auf 1.241 Mitglieder)
- Deutscher Alpenverein Sektion Jena (+295 auf 1.418 Mitglieder)
- Friends e.V. Greiz (+285 auf 813 Mitglieder)
- Verein für Reha- und Gesundheitssport Gera (+244 auf 796)
Autor: khhDas ist das Ergebnis der aktuellen Mitgliederbestandserhebung. Demnach sind aktuell exakt 369.470 Mitglieder in 3.422 Thüringer Sportvereinen registriert. Erstmals seit der Gründung des Landessportbundes Thüringen vor mehr als 25 Jahren beträgt der Organisationsgrad (Mitglieder im Verhältnis zur Einwohnerzahl) mehr als 17 Prozent.
Die Thüringer treiben wieder mehr Sport! Das ist die zentrale Aussage der Mitgliederbestandserhebung 2016, die der Landessportbund Thüringen in der letzten Woche abgeschlossen hat. Erstmals seit dem Jahr 2010 verzeichnet der LSB Thüringen wieder einen Mitgliederzuwachs. Die Zahl der in einem Sportverein aktiven Thüringer stieg um 4.219 auf insgesamt 369.470 Mitglieder. Auch die Zahl der Thüringer Sportvereine hat sich leicht um vier auf 3.422 erhöht.
"Das Ergebnis der Mitgliederstatistik stimmt uns positiv und zeigt, welch großen Stellenwert der Sport in der Gesellschaft hat", erklärt LSB-Präsident Peter Gösel mit Blick auf den Organisationsgrad. Dieser erhöht sich von 0,2 auf 17,15 Prozent. Noch nie seit der Gründung des Landessportbundes im Jahr 1990 waren so viele Thüringer im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung Mitglieder in einem Sportverein. "Der Zuwachs zeigt, dass die Maßnahmen des Landessportbundes und seiner Mitgliedsorganisationen zur Mitgliedergewinnung erste Früchte getragen haben. Gleichwohl müssen wir für unser Ziel, bis 2020 400.000 Mitglieder im organisierten Thüringer Sport vorweisen zu können, noch einige Arbeit leisten", weiß Gösel.
Gesundheits- und Rehasport erfreut sich deutlichen Zuwächsen
Den größten Zuwachs gab es im Gesundheitssport mit 1.500 neuen Mitgliedern. Auch die Sportarten Fußball und Turnen können jeweils 1.000 neue Mitglieder verzeichnen. Ein Plus von immerhin 400 neuen Mitgliedern registriert der Alpenverein, der sich mit seinen Trendsportarten (unter anderem Wandern, Klettern, Bergsteigen) immer größerer Beliebtheit erfreut. Verluste gibt es hingegen im Volleyball (-650) und Kegeln (-460). "Die Zahlen zeigen, dass zunehmend Gesundheit, Fitness und Wohlbefinden Motive sind, sich regelmäßig im Sportverein zu betätigen. Das beweist auch der Fakt, dass insbesondere Gesundheits- und Rehasportvereine einen Mitgliederanstieg verzeichnen konnten", so der Hauptgeschäftsführer des Landessportbundes, Rolf Beilschmidt.
Auffällig ist, dass die Mitgliederzuwächse fast ausschließlich im Erwachsenenbereich auftreten, was im Zusammenhang mit dem demographischen Wandel steht. Den größten Anstieg (+3.709) verzeichnet der Altersbereich 51 bis 70 Jahre. Auch der Altersbereich 70+ hat einen Zuwachs von 2.110 Mitgliedern. Zuwächse gab es zudem im Altersbereich bis 4 Jahre (+145) und bei den 15- bis 18-Jährigen (+787). Dagegen wurde der angestrebte Organisationsgrad bei den 7- bis 14-Jährigen von 50 Prozent erneut knapp verfehlt (48,6%). Gesunken sind die Mitgliederzahlen in den Altersbereichen 5 bis 6 Jahre (-347), 19 bis 26 Jahre (-1.663) und 27 bis 50 Jahre (-505).
Fast zwei Drittel der Neumitglieder sind weiblich
Erfreulich ist, dass über 60 Prozent (2.582) der neuen Mitglieder weiblich sind. Damit erhöht sich die Gesamtzahl der weiblichen Mitglieder in den Thüringer Sportvereinen auf 138.869. "Wir sind sicher, dass künftig noch mehr Frauen den Weg in einen Sportverein finden. Der Organisationsgrad der weiblichen Mitglieder ist mit 12,7 Prozent noch verhältnismäßig gering", bedauert Beilschmidt.
"Es ist zu erwarten, dass sich der Trend des Mitgliederzuwachses in den kommenden Jahren leicht fortsetzt. Allerdings ist die Entwicklung nach wie vor abhängig von qualifiziertem Personal in den Vereinsvorständen und bei den Übungsleitern sowie von der Infrastruktur, insbesondere den Hallenzeiten und der kostenlosen Nutzung von Sportstätten", prognostiziert LSB-Präsident Gösel.
Keine Erhebung zur Mitgliederstatistik von Flüchtlingen
Die Mitgliederbestandserhebung 2016 des Landessportbundes Thüringen liefert indes keine Erhebung zu Mitgliederzahlen von Flüchtlingen und Asylbewerbern. Diese machen sich weniger in Mitgliederzahlen als viel mehr in der stetig steigenden Zahl von Sportvereinen, die sportliche Betreuungsangebote für Flüchtlinge unterbreiten, bemerkbar. Aktuell sind es rund 170 Vereine, die diese Angebote flächendeckend in Thüringen offerieren. Ob Flüchtlinge und Asylbewerber tatsächlich Mitglieder in einem Sportverein werden, hängt oftmals von der Erteilung der Aufenthaltsgenehmigung ab.
Übersichten:
Thüringer Sportvereine mit den meisten Mitgliedern:
- Reha-Sport-Bildung Elxleben (4.798 Mitglieder)
- FC Carl Zeiss Jena (3.947 Mitglieder)
- USV Jena (3.417 Mitglieder)
- FC Rot-Weiß Erfurt (2.082 Mitglieder)
- SV 1883 Schwarza (2.025 Mitglieder)
Thüringer Sportvereine mit den größten Mitgliederzuwächsen:
-FC Carl Zeiss Jena (+718 auf 3.947 Mitglieder)
- SV Einheit 1875 Worbis (+313 auf 1.241 Mitglieder)
- Deutscher Alpenverein Sektion Jena (+295 auf 1.418 Mitglieder)
- Friends e.V. Greiz (+285 auf 813 Mitglieder)
- Verein für Reha- und Gesundheitssport Gera (+244 auf 796)
