Sa, 07:44 Uhr
12.03.2016
Wintertouren
Sicher im Schnee
Den Berg mit eigener Kraft erklimmen, Natur, Bergpanorama und im Anschluss die verdiente Abfahrt genießen – Skitourengehen wird immer beliebter. Die Initiative Sicher im Schnee und Felix Neureuther geben Tipps zum Verhalten beim Tourengehen, der richtigen Vorbereitung und zeigen die häufigsten Gefahrenquellen...
Tourengehen ist faszinierend und absoluter Trend, aber man sollte auf keinen Fall alleine eine Skitour abseits der Piste machen. Zusammen macht es viel mehr Spaß, rät Felix Neureuther. Wer als Tourengeher lieber auf präparierten Pisten unterwegs ist, sollte Rücksicht auf andere Wintersportler nehmen und die Regeln des DAV (Deutscher Alpenverein) befolgen.
Denn die beste Sicherheitsausrüstung nützt wenig, wenn sie im Ernstfall nicht richtig angewendet werden kann. Da abseits präparierter Pisten oft Lawinengefahr herrscht, ist der Check des Lawinenlageberichts bei der Planung und kurz vor der Tour unerlässlich. Für die Planung sind Geländekarten eine gute Hilfe. Weitere Tipps und Informationen zum Gelände kann ein kundiger Bergführer geben.
Autor: redTourengehen ist faszinierend und absoluter Trend, aber man sollte auf keinen Fall alleine eine Skitour abseits der Piste machen. Zusammen macht es viel mehr Spaß, rät Felix Neureuther. Wer als Tourengeher lieber auf präparierten Pisten unterwegs ist, sollte Rücksicht auf andere Wintersportler nehmen und die Regeln des DAV (Deutscher Alpenverein) befolgen.
Zehn DAV-Regeln für Skitourengeher
Führt eine Tour eine präparierte Piste hinauf, sind Skitourengeher angehalten, sich an die zehn DAV-Regeln für Skitourengeher auf Skipisten zu halten:- Aufstiege und Abfahrten erfolgen auf eigenes Risiko und eigene Verantwortung.
- Nur am Pistenrand aufsteigen (FIS-Regel Nr. 7). Dabei hintereinander, nicht nebeneinander gehen. Auf den Skibetrieb achten.
- Besondere Vorsicht vor Kuppen, in Engpassagen, Steilhängen und bei Vereisung der Pisten. Bei Pistenquerungen Abstände zueinander halten. Keine Querungen in unübersichtlichen Bereichen.
- Pistensperrungen, Warnhinweise und lokale Regelungen beachten.
- Größte Vorsicht und Rücksichtnahme bei Pistenarbeiten. Bei Einsatz von Seilwinden sind die Skipisten aus Sicherheitsgründen gesperrt. Es besteht Lebensgefahr.
- Frisch präparierte Skipisten nur in den Randbereichen befahren. Bei Dunkelheit stets mit eingeschalteter Stirnlampe gehen, reflektierende Kleidung tragen.
- Auf alpine Gefahren, insbesondere Lawinengefahr, achten. Keine Skitouren durchführen, wenn Lawinensprengungen zu erwarten sind.
- Skitouren nur bei genügend Schnee unternehmen. Schäden an der Pflanzen- und Bodendecke vermeiden.
- Rücksicht auf Wildtiere nehmen. Bei Dämmerung und Dunkelheit werden Tiere empfindlich gestört. Hunde nicht auf Skipisten mitnehmen.
- Regelungen an den Parkplätzen beachten, Parkgebühren bezahlen, umweltfreundlich anreisen.
Die richtige Ausrüstung
Fürs Tourengehen gibt es inzwischen ebenfalls eine große Auswahl an Ski mit Tourenbindung und die dazu passenden Ski-Schuhe, erklärt Ski-Profi Felix Neureuther. Außerdem braucht man Felle, die beim Aufstieg unter die Ski geklebt werden. Die Felle sollten optimal an die Ski angepasst sein. Jeder Tourengeher sollte sich außerdem für alpine Gefahren wappnen: Obligatorisch ist die Mitnahme eines Handys oder Funkgeräts, damit im Ernstfall schnell Hilfe angefordert werden kann. Am besten suchen sich Anfänger erst einmal eine Bergschule und lernen dort die notwendigen Grundkenntnisse, vor allen Dingen über Lawinengefahren, empfiehlt Felix Neureuther.Denn die beste Sicherheitsausrüstung nützt wenig, wenn sie im Ernstfall nicht richtig angewendet werden kann. Da abseits präparierter Pisten oft Lawinengefahr herrscht, ist der Check des Lawinenlageberichts bei der Planung und kurz vor der Tour unerlässlich. Für die Planung sind Geländekarten eine gute Hilfe. Weitere Tipps und Informationen zum Gelände kann ein kundiger Bergführer geben.