Sa, 11:47 Uhr
12.03.2016
kn-Forum
Egoistische Grüne beim Thema Wald?
Nicht gerade gut kommen Grüne und die Bürgerinitiative ProKyffhäuserwald in dieser Leserzuschrift weg. Anlass war der Waldspaziergang mit Staatssekretär und Bürgerinitiatve..
Auf den ersten Blick sind es löbliche Gründe den Wald vor Überwirtschaftung zu schützen. Aber wie sah und sieht es denn aus?
Zu DDR-Zeiten gab es jede Menge Ofenheizungen und viele Bürger sind legal (mit einem so genannte Leseschein) oder meist "illegal" in den Wald und haben sich das Bruchholz aus dem Wald geholt. Das hatte zwar zur Folge, dass es in den Wäldern sicher sauberer aussah, dafür qualmte aber so mancher Ofen.
Jetzt bleibt das Bruchholz liegen und soll planmäßig verrotten, so die Forstwirtschaft (und so wurde das auch in dem Artikel Bürgerinitiative mit Staatssekretär unterwegs dargestellt). Das macht Sinn, denn wenn diese Düngung fehlt müsste man irgendwie Ersatz schaffen. Alternative wäre nur die Düngung mit Kunstdünger und womöglich noch mit Hubschrauber aus der Luft. Wo da die CO2-Bilanz bleibt, sollten die Grünen mal erklären. Oder meinen die Grünen da geht jemand mit der Schale durch den Wald und wirft en Dünger aus?
Was passiert, wenn wir größere Menge Wald aus der Nutzung nehmen und eine Art Urwald entstehen lassen? Vielleicht sieht der Wald für die Spaziergänger etwas schöner aus. Sollte man gar das Bruchholz aus dem Wald holen schreddern und wieder hinein werfen, nur damit es schöner aussieht? Wer soll das bezahlen und die CO2-Bilanz geht auch in den Keller. Schreddern vielleicht noch mit Strom aus einem Dieselaggregat, denn im Wald gibt es selten eine Steckdose mit Solarstrom!
Und wie sieht es mit dem Holz aus, dass dann in den deutschen Wäldern nicht mehr geschlagen wird? Richtig, das holen wir uns billig aus den Entwicklungsländern, dann sehen wir wenigstens nicht, wie dort die Wälder kaputt gemacht werden. Wenn das grüne Politik ist, dann mal danke schön. Bei der CO2-Bilanz nicht rechnen können und egoistisch die Wälder in den Entwicklungsländern kaputt machen lassen, oder meinen die Grünen und die Bürgerinitiative dort Einfluss zu haben?
Sicher brauchen unsere Wälder Schutzgebiete, um die Tier und Pflanzenwelt in ihrer Artenvielfalt zu erhalten. Das bedarf wissenschaftlicher Untersuchungen für die entsprechenden Regionen. Aber hier muss mit sehr viel Augenmaß gearbeitet werden und nicht bloß irgendwelche pauschalen Forderungen nach weniger Bewirtschaftung im Wald.
Was gebraucht wird ist auch neue Technik für den Wald. Mit schwerer und schwerster Technik wird bei den fehlenden Frösten sicher bald kein "Blumentopf mehr zu gewinnen sein". So wie jetzt der Wald zerfurcht wird, kann es nicht weiter gehen. Aber deshalb nur Urwald wachsen zu lassen ist auch keine Lösung.
Sicher war der gestrige Waldspaziergang wichtig, dass man miteinander spricht, aber bei der weiteren Umsetzung braucht es wissenschaftliches Augenmaß und nicht irgendwelche pauschalen Forderungen.
Andreas Grobelius
Autor: khhAuf den ersten Blick sind es löbliche Gründe den Wald vor Überwirtschaftung zu schützen. Aber wie sah und sieht es denn aus?
Zu DDR-Zeiten gab es jede Menge Ofenheizungen und viele Bürger sind legal (mit einem so genannte Leseschein) oder meist "illegal" in den Wald und haben sich das Bruchholz aus dem Wald geholt. Das hatte zwar zur Folge, dass es in den Wäldern sicher sauberer aussah, dafür qualmte aber so mancher Ofen.
Jetzt bleibt das Bruchholz liegen und soll planmäßig verrotten, so die Forstwirtschaft (und so wurde das auch in dem Artikel Bürgerinitiative mit Staatssekretär unterwegs dargestellt). Das macht Sinn, denn wenn diese Düngung fehlt müsste man irgendwie Ersatz schaffen. Alternative wäre nur die Düngung mit Kunstdünger und womöglich noch mit Hubschrauber aus der Luft. Wo da die CO2-Bilanz bleibt, sollten die Grünen mal erklären. Oder meinen die Grünen da geht jemand mit der Schale durch den Wald und wirft en Dünger aus?
Was passiert, wenn wir größere Menge Wald aus der Nutzung nehmen und eine Art Urwald entstehen lassen? Vielleicht sieht der Wald für die Spaziergänger etwas schöner aus. Sollte man gar das Bruchholz aus dem Wald holen schreddern und wieder hinein werfen, nur damit es schöner aussieht? Wer soll das bezahlen und die CO2-Bilanz geht auch in den Keller. Schreddern vielleicht noch mit Strom aus einem Dieselaggregat, denn im Wald gibt es selten eine Steckdose mit Solarstrom!
Und wie sieht es mit dem Holz aus, dass dann in den deutschen Wäldern nicht mehr geschlagen wird? Richtig, das holen wir uns billig aus den Entwicklungsländern, dann sehen wir wenigstens nicht, wie dort die Wälder kaputt gemacht werden. Wenn das grüne Politik ist, dann mal danke schön. Bei der CO2-Bilanz nicht rechnen können und egoistisch die Wälder in den Entwicklungsländern kaputt machen lassen, oder meinen die Grünen und die Bürgerinitiative dort Einfluss zu haben?
Sicher brauchen unsere Wälder Schutzgebiete, um die Tier und Pflanzenwelt in ihrer Artenvielfalt zu erhalten. Das bedarf wissenschaftlicher Untersuchungen für die entsprechenden Regionen. Aber hier muss mit sehr viel Augenmaß gearbeitet werden und nicht bloß irgendwelche pauschalen Forderungen nach weniger Bewirtschaftung im Wald.
Was gebraucht wird ist auch neue Technik für den Wald. Mit schwerer und schwerster Technik wird bei den fehlenden Frösten sicher bald kein "Blumentopf mehr zu gewinnen sein". So wie jetzt der Wald zerfurcht wird, kann es nicht weiter gehen. Aber deshalb nur Urwald wachsen zu lassen ist auch keine Lösung.
Sicher war der gestrige Waldspaziergang wichtig, dass man miteinander spricht, aber bei der weiteren Umsetzung braucht es wissenschaftliches Augenmaß und nicht irgendwelche pauschalen Forderungen.
Andreas Grobelius
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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