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Do, 10:01 Uhr
31.03.2016
Arbeitslosenstatistik März 2016

Niedrigsten Märzquote seit 1990

Mit einem weiteren Rückgang der Arbeitslosigkeit endet das erste Quartal für Nordthüringen. Über 700 arbeitslose Menschen weniger als im vergangenen Jahr wurden von der Nordhäuser Arbeitsagentur registriert...


"Die Quote liegt aktuell bei 8,2 Prozent. Vor allem im Landkreis Nordhausen konnte die Arbeitslosigkeit spürbar gesenkt werden“, so fasst Karsten Froböse anlässlich des Pressegespräches beim Bauunternehmen Henning Bau GmbH in Urbach die aktuelle Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt zusammen.

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Mit 11.456 Arbeitslosen sei der bislang niedrigste März-Wert im Norden Thüringens erreicht worden. Vor fünf Jahren habe man im Frühjahr noch fast 17.000 Arbeitslose betreut. Das sei erfreulicherweise Vergangenheit. Gegenüber Februar sank die Zahl der Arbeitslosen um rund 750 Personen. Die Arbeitslosenquote, aller zivilen Erwerbspersonen, liege aktuell bei 8,2 Prozent. Vor einem Monat und im März des Vorjahres lag sie noch bei 8,7 Prozent.

Die Zuwanderung von Menschen aus den Asylzugangsländern führte gegenüber dem Vorjahr erwartungsgemäß zu einem Anstieg der Arbeitslosigkeit von Ausländern. Knapp 670 ausländische Arbeitslose wurden in den letzten vier Wochen registriert, 276 Personen mehr als im März 2015. Der Anteil ausländischer Jobsuchender an allen Arbeitslosen in Nordthüringen liege damit bei 5,8 Prozent.

Auf den ersten Blick ist die Jugendarbeitslosigkeit im März gestiegen. Knapp 800 junge Leute habe man registriert. Die Quote liegt aktuell bei 7,6 Prozent. Im Vorjahr betrug sie 6,4 Prozent. „Die Arbeitsmarktlage hat sich jedoch keineswegs verschlechtert“, so Froböse. Der Arbeitsmarkt halte für gut qualifizierte Jugendliche weiterhin viele Ausbildungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten bereit und beim näheren Hinsehen stelle man fest, dass die Arbeitslosigkeit deutscher Jugendlicher im März hingegen wieder gesunken sei.

660 Jugendliche mit deutscher Staatsangehörigkeit waren Ende des Monats bei Agentur und Jobcentern arbeitslos gemeldet, rund fünf Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Auch sei die Zahl der Entlassungen von jüngeren Arbeitnehmern im ersten Quartal um rund 11 Prozent zurückgegangen und damit auch das Risiko arbeitslos zu werden. „Leider machen sich manche Jugendliche den Einstieg ins Berufsleben selbst schwer, indem sie die im vergangenen Jahr begonnene Ausbildung bereits im ersten Quartal wieder abbrechen.“ Vor diesem Schritt sollten junge Leute zuvor unbedingt, um Unterstützungsmöglichkeiten zu besprechen, die Hilfe der Berufsberater suchen. Vorschnelle Entschlüsse könne, mit dem Hintergrund der anhaltend hohen Fachkräftenachfrage, niemand gebrauchen.

Neben der Zahl deutscher arbeitsloser Jugendlicher wird die gesamte Jugendarbeitslosigkeit durch den Anteil ausländischer arbeitsloser Jobsuchender mit bestimmt. Zum Vorjahr ging deren Zahl auf Grund weiterer Zuwanderung, insbesondere aus Syrien und Eritrea deutlich nach oben. Rund 130 ausländische Jugendliche sind aktuell in Nordthüringen arbeitslos, darunter 110 Jugendliche aus Asylzugangsländern. Im vergangenen Jahr waren lediglich 30 Jugendliche gemeldet.
Die Arbeitsagentur bietet diesen jungen Menschen Unterstützung in Form von Einstiegsqualifizierungen und Praktika mit dem Ziel der Ausbildung in den Unternehmen.

Quoten sinken in den drei Landkreisen

In allen drei Landkreisen sank die Zahl der Arbeitslosen zum Ende des ersten Quartals. Für den Landkreis Nordhausen wurden erstmals in einem März weniger als 4.000 Arbeitslose registriert. Die Zahl der Jobsuchenden sei hier zum Vorjahr um über 300 Personen zurückgegangen, so der Agenturchef.

Die Quote lag bei 8,8 Prozent und damit erstmals unter der 9-Prozentmarke im März. Im Landkreis Eichsfeld sei die Arbeitslosigkeit vor allem saisonbedingt zum Vormonat deutlich gesunken. Weniger als 3.000 Männer und Frauen waren in Agentur und Jobcenter auf Arbeitsuche. Die Quote lag bei 5,4 Prozent. Der Kyffhäuserkreis wies mit rund 4.500 rund 200 Personen weniger als im Vorjahresvergleich aus. Hier wurde mit 11,3 Prozent ebenfalls die für den Monat März niedrigste Arbeitslosenquote erreicht.

Weniger Arbeitslosmeldungen

Rund 3.400 Menschen meldeten sich seit Jahresbeginn im Agenturbezirk Nordhausen aus einer Beschäftigung arbeitslos. Das seien 370 (-9,8%) weniger gewesen als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Vor allem im Baugewerbe sei die Zahl der Entlassungen über die Wintermonate hinweg, mit einem Minus von 15,5 Prozent, geringer ausgefallen. Das sei von großem Vorteil, so Karsten Froböse, denn in Thüringen habe man im Vergleich aller Arbeitsagenturen den höchsten Beschäftigungsanteil im Baugewerbe. „Dank dieser positiven Entwicklung konnte die Zahl der Arbeitslosen aus der Baubranche in den letzten fünf Jahren nahezu halbiert werden.“

Um knapp neun Prozent ging auch die Zahl der Arbeitslosmeldungen aus dem verarbeitenden Gewerbe gegenüber dem ersten Quartal 2015 zurück. Im Gesundheits- und Sozialwesen wurde ebenfalls weniger Personal frei gesetzt. Hier gab es ein Minus an Arbeitslosmeldungen um 12,7 Prozent.

Der Blick in die Landkreise

Landkreis NordhausenDie Arbeitslosigkeit hat sich von Februar auf März um 170 auf 3.912 Personen verringert. Das waren 322 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen betrug im März 8,8%; vor einem Jahr belief sie sich auf 9,6%. Dabei meldeten sich 818 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, 102 weniger als vor einem Jahr und gleichzeitig beendeten 983 Personen ihre Arbeitslosigkeit (–195).

Seit Jahresbeginn gab es insgesamt 3.041 Arbeitslosmeldungen, das ist ein Minus von 174 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum; dem gegenüber stehen 2.883 Abmeldungen von Arbeitslosen (–147). Der Bestand an Arbeitsstellen ist im März um 30 Stellen auf 343 gestiegen; im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 2 Arbeitsstellen mehr. Arbeitgeber meldeten im März 172 neue Arbeitsstellen, 2 mehr als vor einem Jahr. Seit Januar gingen 472 Arbeitsstellen ein, gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das eine Abnahme von 16.

Landkreis Eichsfeld
Die Arbeitslosigkeit hat sich von Februar auf März um 350 auf 2.997 Personen verringert. Das waren 182 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen betrug im März 5,4%; vor einem Jahr belief sie sich auf 5,7%. Dabei meldeten sich 609 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, 102 weniger als vor einem Jahr und gleichzeitig beendeten 955 Personen ihre Arbeitslosigkeit (–104). Seit Jahresbeginn gab es insgesamt 2.639 Arbeitslosmeldungen, das ist ein Minus von 425 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum; dem gegenüber stehen 2.515 Abmeldungen von Arbeitslosen (–188).

Der Bestand an Arbeitsstellen ist im März um 16 Stellen auf 752 gesunken; im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 19 Arbeitsstellen mehr. Arbeitgeber meldeten im März 215 neue Arbeitsstellen, 73 weniger als vor einem Jahr. Seit Januar gingen 670 Arbeitsstellen ein, gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das eine Abnahme von 86.

Kyffhäuserkreis
Die Arbeitslosigkeit hat sich von Februar auf März um 236 auf 4.547 Personen verringert. Das waren 206 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen betrug im März 11,3%; vor einem Jahr belief sie sich auf 11,8%. Dabei meldeten sich 729 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, 223 weniger als vor einem Jahr und gleichzeitig beendeten 945 Personen ihre Arbeitslosigkeit (–252). Seit Jahresbeginn gab es insgesamt 2.893 Arbeitslosmeldungen, das ist ein Minus von 317 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum; dem gegenüber stehen 2.639 Abmeldungen von Arbeitslosen (–127).

Der Bestand an Arbeitsstellen ist im März um 11 Stellen auf 300 gestiegen; im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 19 Arbeitsstellen mehr. Arbeitgeber meldeten im März 123 neue Arbeitsstellen, 8 weniger als vor einem Jahr. Seit Januar gingen 370 Arbeitsstellen ein, gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das ein Zuwachs von 49.
Autor: red

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