Sa, 07:00 Uhr
09.04.2016
Lichtblick
Lichtblicke und Schattenwelten
– oder, was die PanamaPapers mit der österlichen Auferstehungshoffnung zu tun haben. Die Enthüllungen der vergangenen Woche sind spektakulär und bisher nicht dagewesen - der Lichtblick zum Wochenende befasst sich dieses mal mit den Panama Papers...
Die Enthüllungen der vergangenen Woche sind spektakulär und bisher nicht dagewesen. Die PapamaPapers – über 11 Millionen Dokumente welche dubiose Scheinfirmen und deren EignerInnen offenlegen. Von einem Schattenreich der Mächtigen ist da die Rede.
Plötzlich werden Fakten sichtbar und öffentlich, die eigentlich hätten verborgen bleiben sollen. Konstruktionen und Zusammenhänge werden ersichtlich, die geschaffen wurden um Sichtbares unsichtbar und Leuchtendes unbelichtet zu machen. Eine Enthüllung nie dagewesener Größe, ein Datenleck dessen Ausmaß 400 Journalisten ein Jahr beschäftigt hat, bevor überhaupt eine Publikation möglich war. Es handelt sich um weit über 200000 Briefkastenfirmen. Das sind Zahlen, bei denen mir beinahe schwindelig wird weil der endtarnte Schwindel so umfassend ist. Die Informationen wurden eine Woche nach dem diesjährigen Osterfest herausgegeben.
Eine Woche nach den Predigten zur Auferstehung, zur Hoffnung an der die Jesus-Nachfolger festhalten. Zumeist sprechen wir von einer Hoffnung auf die Gerechtigkeit die Gott schaffen wird. Pfarrer Süpke schrieb in seinem Lichtblick der vergangen Woche darüber was Auferstehung bedeutet: Damit wird gesagt: Es ist nicht einfach aus und vorbei nach dem Tod. Sondern da begegnet jeder dem einen absolut gerechten Richter. Jeder wird sich verantworten müssen für sein Leben. `Nun aber ist Christus auferstanden von den Toten als Erstling unter denen, die entschlafen sind.´ Dieser Satz ist die gewaltigste `Störung der Totenruhe.´ Denn für niemanden hört seine Existenz mit dem Tode einfach auf.
Im Kontext der PanamaPapers klingen diese Worte für die Betroffenen sicher wenig nach Hoffnung, sondern eher nach einer Auferstehungsdrohung. Doch das Gericht Gottes ist nicht gleich zu setzen mit den Strafgerichten der Welt, die urteilen und Strafen beschließen und sicher durch die PanamaPapers eine Menge Arbeit bekommen. Im Gericht Gottes geht es darum Gerechtigkeit zu schaffen, die zerstörte Ordnung wieder herzustellen und Zukunft zu ermöglichen. Eine Zukunft, die von Ungerechtigkeiten wie Sie durch Verschleierungs-Konstrukte wie Briefkastenfirmen entstehen können verschont bleibt. In der Bibel und in der Kirche ist die Rede vom Reich Gottes, von einer kommenden Gerechtigkeit in der kein Leid und kein Unheil Herrschaft gewinnt. Dies zu erwarten und daran mitzubauen – entgegen alle Datenlecks dieser Welt - das ist Auferstehungshoffnung.
Gregor Rehm, Gemeindepädagoge
ARD-Reportage vom 4.4.16: PanamaPapers – Im Schattenreich der Offshore-Firmen, Pfarrer Reinhard Süpke: Krasser Lichtblick oder Störung der Totenruhe? Online im Internet: http://www.kyffhaeuser-nachrichten.de/news/news_lang.php?ArtNr=188329
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Autor: redDie Enthüllungen der vergangenen Woche sind spektakulär und bisher nicht dagewesen. Die PapamaPapers – über 11 Millionen Dokumente welche dubiose Scheinfirmen und deren EignerInnen offenlegen. Von einem Schattenreich der Mächtigen ist da die Rede.
Plötzlich werden Fakten sichtbar und öffentlich, die eigentlich hätten verborgen bleiben sollen. Konstruktionen und Zusammenhänge werden ersichtlich, die geschaffen wurden um Sichtbares unsichtbar und Leuchtendes unbelichtet zu machen. Eine Enthüllung nie dagewesener Größe, ein Datenleck dessen Ausmaß 400 Journalisten ein Jahr beschäftigt hat, bevor überhaupt eine Publikation möglich war. Es handelt sich um weit über 200000 Briefkastenfirmen. Das sind Zahlen, bei denen mir beinahe schwindelig wird weil der endtarnte Schwindel so umfassend ist. Die Informationen wurden eine Woche nach dem diesjährigen Osterfest herausgegeben.
Eine Woche nach den Predigten zur Auferstehung, zur Hoffnung an der die Jesus-Nachfolger festhalten. Zumeist sprechen wir von einer Hoffnung auf die Gerechtigkeit die Gott schaffen wird. Pfarrer Süpke schrieb in seinem Lichtblick der vergangen Woche darüber was Auferstehung bedeutet: Damit wird gesagt: Es ist nicht einfach aus und vorbei nach dem Tod. Sondern da begegnet jeder dem einen absolut gerechten Richter. Jeder wird sich verantworten müssen für sein Leben. `Nun aber ist Christus auferstanden von den Toten als Erstling unter denen, die entschlafen sind.´ Dieser Satz ist die gewaltigste `Störung der Totenruhe.´ Denn für niemanden hört seine Existenz mit dem Tode einfach auf.
Im Kontext der PanamaPapers klingen diese Worte für die Betroffenen sicher wenig nach Hoffnung, sondern eher nach einer Auferstehungsdrohung. Doch das Gericht Gottes ist nicht gleich zu setzen mit den Strafgerichten der Welt, die urteilen und Strafen beschließen und sicher durch die PanamaPapers eine Menge Arbeit bekommen. Im Gericht Gottes geht es darum Gerechtigkeit zu schaffen, die zerstörte Ordnung wieder herzustellen und Zukunft zu ermöglichen. Eine Zukunft, die von Ungerechtigkeiten wie Sie durch Verschleierungs-Konstrukte wie Briefkastenfirmen entstehen können verschont bleibt. In der Bibel und in der Kirche ist die Rede vom Reich Gottes, von einer kommenden Gerechtigkeit in der kein Leid und kein Unheil Herrschaft gewinnt. Dies zu erwarten und daran mitzubauen – entgegen alle Datenlecks dieser Welt - das ist Auferstehungshoffnung.
Gregor Rehm, Gemeindepädagoge
ARD-Reportage vom 4.4.16: PanamaPapers – Im Schattenreich der Offshore-Firmen, Pfarrer Reinhard Süpke: Krasser Lichtblick oder Störung der Totenruhe? Online im Internet: http://www.kyffhaeuser-nachrichten.de/news/news_lang.php?ArtNr=188329
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