Mo, 12:41 Uhr
25.04.2016
Ifo-Geschäftsklimaindex
Konjunkturklima kühlt sich leicht ab
In den Chefetagen der deutschen Firmen hat sich die Stimmung leicht eingetrübt. Der Ifo-Geschäftsklimaindex fiel im April überraschend von 106,7 auf 106,6 Punkte. Die Unternehmer beurteilen ihre aktuelle Situation etwas schlechter als noch im März. Dagegen bleiben die Geschäftsaussichten in Thüringen weiter optimistisch...
Eine kurze Atempause – aber kein Rückschlag, kommentiert Professor Gerald Grusser, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt, die aktuellen Zahlen.
Schließlich könne sich die Bilanz der regionalen Wirtschaft im bisherigen Jahresverlauf durchaus sehen lassen. Als Impulsgeber würden sowohl der Dienstleistungssektor als auch die Industrie fungieren, die in den ersten Monaten 2016 positive Wirtschaftsdaten aufwiesen.
Die derzeit gute wirtschaftliche Verfassung sollte jedoch nicht darüber hinweg täuschen, dass der Aufschwung derzeit überwiegend vom Konsum getragen wird. Vor allem im öffentlichen Sektor wird zu wenig investiert, so der IHK-Chef. Angesichts niedriger Zinsen und einer immensen Investitionslücke müsse hier mehr getan werden. Zudem würden sich die Unternehmer bessere Rahmenbedingungen für ihre Investitionsentscheidungen wünschen.
Momentan sehe ich nur eine immer länger werdende Liste von Risiken. Ein drohender Brexit, die fehlende Einigkeit in der Europapolitik oder wirtschaftliche Turbulenzen bei wichtigen Handelspartnern in Asien tragen nicht unbedingt zur Vertrauensbildung bei, so Grusser.
Autor: redEine kurze Atempause – aber kein Rückschlag, kommentiert Professor Gerald Grusser, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt, die aktuellen Zahlen.
Schließlich könne sich die Bilanz der regionalen Wirtschaft im bisherigen Jahresverlauf durchaus sehen lassen. Als Impulsgeber würden sowohl der Dienstleistungssektor als auch die Industrie fungieren, die in den ersten Monaten 2016 positive Wirtschaftsdaten aufwiesen.
Die derzeit gute wirtschaftliche Verfassung sollte jedoch nicht darüber hinweg täuschen, dass der Aufschwung derzeit überwiegend vom Konsum getragen wird. Vor allem im öffentlichen Sektor wird zu wenig investiert, so der IHK-Chef. Angesichts niedriger Zinsen und einer immensen Investitionslücke müsse hier mehr getan werden. Zudem würden sich die Unternehmer bessere Rahmenbedingungen für ihre Investitionsentscheidungen wünschen.
Momentan sehe ich nur eine immer länger werdende Liste von Risiken. Ein drohender Brexit, die fehlende Einigkeit in der Europapolitik oder wirtschaftliche Turbulenzen bei wichtigen Handelspartnern in Asien tragen nicht unbedingt zur Vertrauensbildung bei, so Grusser.