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Di, 10:19 Uhr
26.04.2016
Neues aus der Region

Wie kommt das Geld der Radfahrer in die Stadt?

Diese Frage zum Unstrut-Werra-Radweg (UWR) stellte gestern ein Bürger bei der Einwohnerversammlung in Sondershausen - Stockhausen. Eine recht heikle Frage beim genaueren Hinsehen.

Die Frage des Bürgers, wie kommt das Geld aus den Rucksäcken der Radfahrer in die Stadt offenbart gleich mehrere interessante Aspekte des neuen Radweges.

Wie kommt das Geld der Radfahrer in die Stadt? (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Wie kommt das Geld der Radfahrer in die Stadt? (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Zur Frage der Leitung der Radfahrer in die Stadt verwies Bauamtsleiter Manfred Kucksch auf Ausfahrten, die der UWR in Richtung Stadt hat, so wie im Bild oben die Aus- und Zufahrt in die Göldner Straße.

Zur Zeit ist in der Diskussion, so Kucksch, das stillgelegte Bahngleis in Richtung Hauptbahnhof zu einem Radweg umzugestalten. Ein Maßnahme die durchaus Sinn macht, um mit der Bahn anreisende Radtouristen sicher vom oder zum Bahnhof zu bekommen.

Denn mit dem UWR besteht die große Chance marketingmäßig einen großen Radrundweg zu nutzen. Schließlich haben Unstrutradweg und UWR weit im Osten (fast bei Artern) und weit im Osten (bei Mühlhausen) Schnittstellen und man kann sehr schön im "Kreis" fahren und so schöne Rundtouren organisieren. Nur muss das vom Marketing begleitet werden.

Und wenn Bürgermeister Joachim Kreyer (CDU) sagte, die Vermarktung werde vom neuen Tourismusverband organisiert, so sollte man sich nicht darauf verlassen. Warum?

Der UWR ist zwar erst gestern offiziell beendet worden, aber in weiten Teilen waren graoe Teilstücke natürlich schon lange für die Nutzung freigegeben, auch im Bereich des Kyffhäuserkreises. Die Strecke Treffurt - Mühlhausen - Sondershausen ist schon gut zwei Jahre fertig.

Auf der Webseite des neuen Tourismusverbandes findet das allerdings noch keine findbare Berücksichtigung:
http://www.region-suedharz-kyffhaeuser.de/radfahren.html
Oder finden Sie auf der oben genannten Seite einen Hinweis zum UWR? Nein, nicht die Bohne und selbst der Link vom wenigstens aufgeführten Unstrut Radweg führt ins Nirwana eines anderen Weges.

Wenn jetzt Fernsehzuschauer, die den Bericht über die Eröffnung des Radweges gesehen haben, werden beim Tourismusverband keine verwertbare Information finden. Und eine Webseite von Landratsamt und Tourismusverband über Wanderwege im Kyffhäuserkreis soll zwar in Arbeit sein (mit Information zum UWR), ist aber eben noch nicht im Netz und jetzt laufen aber schon bald die letzten Planungen bei vielen Bürgern für den Jahresurlaub.

Übrigens weist die Webseite des Landratsamtes bei Link zum Radwandern zwar auf des kommende Familien und Bürgerfest hin, aber über Verlauf des UWR, GPS-Daten und mehr, keine Information:
http://www.kyffhaeuser.de/kyf/index.php/radwandern_kyffhaeuserkreis.html

Hier muss sich schnellstens etwas ändern!

Übrigens hat kn mal in der Touristinformation Bad Frankenhausen nachgefragt, gibt es bereits Flyer zum UWR. Auch hier Fehlanzeige! Außer einer Radkarte, in der auch der UWR eingezeichnet ist, gibt es nichts. Fehlanzeige auch in Sondershausen, dort gab es gestern schon eine Nachfrage.

Da die Frage des Bürgers auf Sondershausen zielte, auch hier gibt es Verbesserungswürdiges. Bürgermeister Kreyer räumte ein, dass es für die immer größere Zahl von Pedelec- und E-Bike-Fahrern kein "Stromtankstelle" in Sondershausen gibt. Bei der immer mehr steigenden Zahl von E-Bikern ein echtes Manko.

Auch wenn Kreyer von Fahrradboxen sprach, die mal aufgestellt werden sollen, damit die Radler auch mal ihr Rad loswerden um Sehenswürdigkeiten und Gaststätten zu besuchen (die sollen ja ihr Geld in der Stadt ausgeben), hier wird sich so schnell nichts tun. Versuchens Sie mal auf dem Schlossgelände ein Fahrrad sicher abzustellen, die reinste Katastrophe. Darauf, und für andere Örtlichkeiten, weist kn schon seit Jahren hin, ohne das etwas passiert.

Auf Anfrage von kn sagte Kreyer, es gibt auch noch nicht eine Anfrage eines Gewerbetreibenden oder Gastronom, in irgendeiner Form Werbung am UWR machen zu dürfen. Nun ja, von ganz allein kommen die Radfahrer nicht in die Stadt. Und wenn man Pech hat, dann haben sich die Radfahrer schon in Rottleben oder Ebeleben verpflegt, denn die haben schon für Werbung gesorgt.

Auch wenn der Radweg fertig ist, es bleibt noch viel zu tun, ehe die Radtouristen Geld in die Stadt spülen. Wenn Minister Tiefensee gestern sagte, die Radtouristen bringen viel Geld in den Freistaat, dann heißt das nicht, dass das automatisch erfolgt! Und eines sollte man nicht tun, alles auf die Kommunen abschieben, die sollen mal Werbung machen.
Autor: khh

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Kommentare
Micha123
26.04.2016, 11:16 Uhr
Wie kommt Geld nach SDH?
Beispiel:
Kommt man mit dem Rad aus Richtung Gundersleben über den neuen UWR nach Ebeleben - so fährt man direkt an einen Supermarkt, Fleischer, Bäcker, Imbisswagen vorbei - ebenso vorher schon in Gundersleben (Schnitzelhaus).
Dies sind alles richtige "Haltepunkte". Teilweise haben diese Örtlichkeiten auch an Sonn- und Feiertagen geöffnet.
Hier kann man sagen, dass dort "Geld rein kommt".
Aber in Sondershausen direkt?
Dort führt der "Rad-Highway" schnell durch die Stadt und das war es dann auch.
Wenn sich eine Gruppe Radfahrer am Wochenende in die Innenstadt begibt - was gibt es dort?
Die einzige Möglichkeit Geld in die Stadt zu bekommen ist - wenn der Bürgermeister hinter seinem Häuschen eine "Spendendose" aufstellt.
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