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Mi, 15:18 Uhr
04.05.2016
Forum

"Preiskrieg" bei Milchprodukten

Wir Verbraucher freuen uns natürlich, fast täglich bei unseren „Versorgungswegen“ fallende Preise bei Milch und ähnlichen Produkten festzustellen. Doch es gibt bei jeder Medaille bekannterweise zwei Seiten. Damit beschäftigt sich ein Leser der Online-Zeitungen aus Eisenach...


Leider wird wohl darüber kaum nachgedacht, dass damit aber gleichzeitig die ohnehin schon nicht mehr kostendeckend arbeitenden Erzeuger in der Landwirtschaft in eine immer größere katastrophalere finanzielle Lage versetzt werden!

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Um den noch vorhandenen Kühen in den Ställen oder auf den Wiesen der fleißigen Bauern halbwegs noch angenehme Stunden zu ermöglichen, müssen allerdings oftmals die Besitzer zur eigentlichen Notlösung greifen, indem sie, normalerweise für einen Außenstehenden nicht nachvollziehbar, tausende Liter Milch der von ihren meistens schwarz/weißen „tapferen Spendern“ einfach in die Natur gießen! Nun streiten sich die Experten darüber, welche als wichtigsten Ursachen für die in Existenznot geratenen völlige Unzufriedenheit der Bauern infrage kommen, die immer häufiger nur der endgültigen Aufgabe ihres ehemaligen ertragreichen Geschäftes vor Augen haben.

Sind dafür unter anderem die gegenwärtigen Überangebote, die Rücknahme der Milchquote im letzten Jahr (was eine unbegrenzte Produktion zum Zwischenverkauf an die Molkereien bedeutete), das Russland – Embargo, die rückläufigen Verkaufszahlen von Milchprodukten in den asiatischen Märkten (China interessiert sich vorzugsweise für Milchpulver), die noch zu gering vorgenommenen Kürzungen der Milchprodukte, die längst festgestellte allgemeine weltweite Wirtschafts- und Finanzkrise oder tatsächlich besonders die irre Verkaufspolitik in unseren gegeneinander mit allen Tricks konkurrierenden großen Handelsketten, die bereits dabei ganz nebenbei die „Kleinen“ längst in das geschäftliche Abseits beförderten und die eigenen Lagerkapazitäten maximal auslasten?

Natürlich kristallisieren sich dabei immer wieder die stinknormalen Milchbauern als die ärmsten Glieder in dieser sich ständig verändernden Produktionskette heraus! Diesen ist einfach zu empfehlen, sich in größeren Formationen zusammenzuschließen, um unseren verantwortlichen Politikern in aller Form zeitnah ernsthaft darauf hinzuweisen, dass das zwischenzeitlich auch ein großes europäisches Problem ist, das nur gemeinsam gelöst werden kann!

Wir Verbraucher sind natürlich, ohne darauf Einfluss nehmen zu können, oftmals hin- und hergerissen, wenn die verschiedenen Handelsunternehmen auch andere Produkte, wie z. B. Käse, Quark, Markenbutter zu ungewöhnlich niedrigen Preisen auf Bildern der vielseitig kostenlos in das Haus flatternden Werbezeitschriften angeboten werden und haben natürlich zu unserem Vorteil damit nur die Qual der Wahl. Denken wir dabei gleichzeitig wirklich auch an die verzweifelten Bauern? Um ehrlich zu sein, wahrscheinlich nicht, denn uns scheint es recht zu sein, möglichst wenig für diese oder jene Verpackung zu bezahlen!

Den Gesetzen der Marktwirtschaft entsprechend, dass Angebot und Nachfrage die steigenden sowie sinkenden Preise entscheidend beeinflussen, werden wir Verbraucher auch zukünftig nur eine unwichtige, doch zumindest solidarische Rolle in diesem erbitterten „Preiskrieg“ spielen.......
Hans-Ullrich Klemm, Eisenach
Autor: red

Anmerkung der Redaktion:
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