Fr, 19:38 Uhr
06.05.2016
kn-Forum
Holzernte im Mai?
Fast ist es schon zum vertrauten Begleitgeräusch geworden, wenn man durch den Kyffhäuserwald wandert oder spaziert: das Dröhnen der Motoren, das Krachen und Knacken der Baumstämme beim Roden, Entasten und Rücken. So beginnt ein Leserbrief, der einige Fragen aufwirft...
Wir haben mittlerweile Mai und noch immer sind die Harvester, also die modernen Vollerntemaschinen für Holz, im Gange.
Es ist kein schönes Geräusch - es passt irgendwie nicht zur erwachenden Natur.
Es ist aber sicher notwendig - zum Wald als Kulturgut gehört nun mal die Forst- bzw. Holzwirtschaft und die funktioniert eben nicht mehr mit Motorsäge und Rückepferden.
Aber Holzeinschlag im Mai mit dieser Technik - das ist neu, jedenfalls hier bei uns!
Da drängen sich doch einige Fragen auf:
- Sind etwa die Planzahlen sprich die Einschlagmengen immer noch nicht erreicht?
- Muss wieder der milde Winter als Begründung herhalten, obwohl da ebenfalls fast durchgehend gearbeitet wurde - die zerfahrenen Waldwege zeugten davon!
- Wie verhält es sich mit Naturschutzbelangen bei Holzernte mit Harvestern im Mai, noch dazu im Laubholzbereich?
Rein gefühlsmäßig nehmen die Holzstapel an den Wegrändern von Jahr zu Jahr zu.
Es mag stimmen, dass immer noch weniger entnommen wird als nachwächst(das ist ja immer wieder das Argument der Forstleute). Aber ist es noch nachhaltig, wenn Altbestände immer mehr ausgedünnt werden und dabei auf das Nachwachsen verwiesen wird? Wie wird denn unser Wald in 20 oder 30 Jahren aussehen, wenn unverdrossen so weiter gemacht wird?
Fragen, die man gern einmal beantwortet hätte…
Herbert Knischka
Autor: khhWir haben mittlerweile Mai und noch immer sind die Harvester, also die modernen Vollerntemaschinen für Holz, im Gange.
Es ist kein schönes Geräusch - es passt irgendwie nicht zur erwachenden Natur.
Es ist aber sicher notwendig - zum Wald als Kulturgut gehört nun mal die Forst- bzw. Holzwirtschaft und die funktioniert eben nicht mehr mit Motorsäge und Rückepferden.
Aber Holzeinschlag im Mai mit dieser Technik - das ist neu, jedenfalls hier bei uns!
Da drängen sich doch einige Fragen auf:
- Sind etwa die Planzahlen sprich die Einschlagmengen immer noch nicht erreicht?
- Muss wieder der milde Winter als Begründung herhalten, obwohl da ebenfalls fast durchgehend gearbeitet wurde - die zerfahrenen Waldwege zeugten davon!
- Wie verhält es sich mit Naturschutzbelangen bei Holzernte mit Harvestern im Mai, noch dazu im Laubholzbereich?
Rein gefühlsmäßig nehmen die Holzstapel an den Wegrändern von Jahr zu Jahr zu.
Es mag stimmen, dass immer noch weniger entnommen wird als nachwächst(das ist ja immer wieder das Argument der Forstleute). Aber ist es noch nachhaltig, wenn Altbestände immer mehr ausgedünnt werden und dabei auf das Nachwachsen verwiesen wird? Wie wird denn unser Wald in 20 oder 30 Jahren aussehen, wenn unverdrossen so weiter gemacht wird?
Fragen, die man gern einmal beantwortet hätte…
Herbert Knischka
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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