Mi, 13:20 Uhr
11.05.2016
Aus dem Schulgeschehen
Studien zur Erhaltung der Natur
Der offene Welthandel bedingt allerdings auch, dass manchmal Pflanzen eingeschleppt werden, die unsere heimische Flora überwuchern. Schülerinnen und Schüler des SBZ unternehmen etwas dagegen...
Bevor es zu einer Frühstückspause ging versammelten sich die Schülerinnen und Schüler der 11. Klasse des Staatliches Berufsschulzentrum Kyffhäuserkreis (SBZ) Schulteil 2, zu einem Gruppenfoto. Die Arbeit, die sie hier und heute verrichten ist sehr wichtig.
In Deutschland und leider auch im Kyffhäuserkreis macht sich eine Pflanze breit, die besonders in unseren Naturschutzgebieten breit macht und dort großen Schaden in der heimatlichen Flora anrichten.
Sieht fast wie Raps aus, ist es aber nicht. Die mehrjährige Pflanze (rechts im Bild), die besonders mit ihren umfangreichen Wurzelwerk die seltenen Pflanzen regelrecht unterdrückt. Hier bedrängt sie das Sommer-Adonisröschen, das bereits blüht (links im Bild).
Louise Nessel, die im Landratsamt Kyffhäuserkreis ihr freiwilliges ökologischen Jahr (FÖJ) ableistet, zeigt den "Übeltäter": das orientalische Zackenschötchen. Klingt schön, aber diese über Umwegen aus dem Kaukasus eingeschleppte Pflanze bedrängt unsere Flora mächtig. Oft sieht an sie an Weges- und Straßenrändern und wegen dem recht ähnlichen Aussehens wird die Pflanze oft für Raps gehalten.
Und es bilden sich bereits richtig große Flächen aus, wie im ersten Bild der Bildergalerie (li.) zu sehen. Aber wenn man genauer hinschaut sieht man doch die etwas andere Blüte(Bildergalerie Mitte). Zum Glück grenzte gleich eine Rapsfeld (Bildergalerie re.) an dem untersuchten Bereich an und man konnte den Unterschied sehen. Die Zackenschote unterscheidet sich gerade wegen ihrer zackenförmigen Blätter.
Aber die 30 Schülerinnen und Schüler gingen im Naturschutzgebiet Lehde bei Badra nicht nur dieser Pflanze an den Kragen, säckeweise wurde das Unkraut aus dem Naturschutzgebiet getragen, sondern sie machen mehr.
In verschiedenen, mit Pfählen abgesteckten Arealen, soll untersucht werden, welche der Bekämpfungsformen wohl am effektivsten ist. In einem Areal wird nur gehackt, im anderen nur mit dem Spaten ausgegraben, oder gezupft oder gemäht. Später soll dann ermittelt werden, welche Methode hat am besten gewirkt.
Erfahrungen aus dem Garten helfen nur bedingt, denn Pflanzenschutzmittel oder gar Abdeckung mit schwarzer Folie würde ja auch die geschützten Pflanzen vernichten.
Und die Arbeit mit dem Spaten war heute nicht leicht, denn durch die Trockeheit musste man schon sehr kräftig zutreten, um den Spaten in den Boden zu bekommen. Die Zuckerschötchen sind Tiefwurzler, was die Arbeit nicht erleichtert. Die Arbeiten wurden im Rahmen der im Schuljahr notwendigen ökologischen Exkursion durchgeführt und man war sich einig: "Im Gegensatz zu manch anderen Exkursionen sahen die Schülerinnen und Schüler in dieser Aktion einen echten praktischen Nutzen", wie kn erfahren hat.
Wie Biologielehrerin Grit Lange erläuterte, wurde die heutige Aktion schon seit einem Jahr gründlich vorbereitet. Wir hoffen, so Grit Lange und Steffen Hommel vom SBZ, dass sich aus dieser Exkursion auch das eine oder andere Thema für eine Seminararbeit ergibt.
Wenn Sie jetzt scheinbar Raps sehen, schauen Sie mal genauer hin. vielleicht ist es doch das orientalische Zackenschötchen (Bunias orientalis).
Ergänzend zu dem Thema findet in der ehemaligen Hofküche des Schlossmuseums eine Ausstellung statt.
Autor: khhBevor es zu einer Frühstückspause ging versammelten sich die Schülerinnen und Schüler der 11. Klasse des Staatliches Berufsschulzentrum Kyffhäuserkreis (SBZ) Schulteil 2, zu einem Gruppenfoto. Die Arbeit, die sie hier und heute verrichten ist sehr wichtig.
In Deutschland und leider auch im Kyffhäuserkreis macht sich eine Pflanze breit, die besonders in unseren Naturschutzgebieten breit macht und dort großen Schaden in der heimatlichen Flora anrichten.
Sieht fast wie Raps aus, ist es aber nicht. Die mehrjährige Pflanze (rechts im Bild), die besonders mit ihren umfangreichen Wurzelwerk die seltenen Pflanzen regelrecht unterdrückt. Hier bedrängt sie das Sommer-Adonisröschen, das bereits blüht (links im Bild).
Louise Nessel, die im Landratsamt Kyffhäuserkreis ihr freiwilliges ökologischen Jahr (FÖJ) ableistet, zeigt den "Übeltäter": das orientalische Zackenschötchen. Klingt schön, aber diese über Umwegen aus dem Kaukasus eingeschleppte Pflanze bedrängt unsere Flora mächtig. Oft sieht an sie an Weges- und Straßenrändern und wegen dem recht ähnlichen Aussehens wird die Pflanze oft für Raps gehalten.
Und es bilden sich bereits richtig große Flächen aus, wie im ersten Bild der Bildergalerie (li.) zu sehen. Aber wenn man genauer hinschaut sieht man doch die etwas andere Blüte(Bildergalerie Mitte). Zum Glück grenzte gleich eine Rapsfeld (Bildergalerie re.) an dem untersuchten Bereich an und man konnte den Unterschied sehen. Die Zackenschote unterscheidet sich gerade wegen ihrer zackenförmigen Blätter.
Aber die 30 Schülerinnen und Schüler gingen im Naturschutzgebiet Lehde bei Badra nicht nur dieser Pflanze an den Kragen, säckeweise wurde das Unkraut aus dem Naturschutzgebiet getragen, sondern sie machen mehr.
In verschiedenen, mit Pfählen abgesteckten Arealen, soll untersucht werden, welche der Bekämpfungsformen wohl am effektivsten ist. In einem Areal wird nur gehackt, im anderen nur mit dem Spaten ausgegraben, oder gezupft oder gemäht. Später soll dann ermittelt werden, welche Methode hat am besten gewirkt.
Erfahrungen aus dem Garten helfen nur bedingt, denn Pflanzenschutzmittel oder gar Abdeckung mit schwarzer Folie würde ja auch die geschützten Pflanzen vernichten.
Und die Arbeit mit dem Spaten war heute nicht leicht, denn durch die Trockeheit musste man schon sehr kräftig zutreten, um den Spaten in den Boden zu bekommen. Die Zuckerschötchen sind Tiefwurzler, was die Arbeit nicht erleichtert. Die Arbeiten wurden im Rahmen der im Schuljahr notwendigen ökologischen Exkursion durchgeführt und man war sich einig: "Im Gegensatz zu manch anderen Exkursionen sahen die Schülerinnen und Schüler in dieser Aktion einen echten praktischen Nutzen", wie kn erfahren hat.
Wie Biologielehrerin Grit Lange erläuterte, wurde die heutige Aktion schon seit einem Jahr gründlich vorbereitet. Wir hoffen, so Grit Lange und Steffen Hommel vom SBZ, dass sich aus dieser Exkursion auch das eine oder andere Thema für eine Seminararbeit ergibt.
Wenn Sie jetzt scheinbar Raps sehen, schauen Sie mal genauer hin. vielleicht ist es doch das orientalische Zackenschötchen (Bunias orientalis).
Ergänzend zu dem Thema findet in der ehemaligen Hofküche des Schlossmuseums eine Ausstellung statt.


















