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Do, 14:41 Uhr
12.05.2016
Neues aus Bad Frankenhausen

Vortrag im Regionalmuseum

„Die Thomas-Münzer-Festspiele 1931 in Bad Frankenhausen“ zu diesem Vortrag mit Referent Sascha Förster, Köln/Bad Frankenhausen lädt das Museumsteam ein...

Am Dienstag, den 17. Mai, um 19.30 Uhr, im Festsaal, lädt das Regionalmuseum zu einem Vortrag über die Thomas-Münzer-Festspiele von Bad Frankenhausen.

In diesem Vortrag nimmt Sascha Förster von der Universität zu Köln das Publikum mit auf eine Zeitreise in das Bad Frankenhausen des Jahres 1931. Hier wurden im Juli 1931 die Thomas-Münzer-Festspiele feierlich eröffnet.

Vortrag im Regionalmuseum (Foto: Regionalmusem Bad Frankenhausen) Vortrag im Regionalmuseum (Foto: Regionalmusem Bad Frankenhausen) Im Mittelpunkt stand Carl Leysts Drama „Thomas Münzer“, das in Bad Frankenhausen erstmals aufgeführt wurde. Organisiert wurden die Festspiele von Fritz Brather und Karl Bleckmann aus Bad Frankenhausen, während Regisseur Alf Teichs aus Weimar und Autor Leyst aus Berlin anreisten. Mit der Einrichtung der Festspiele verbanden sich viele Hoffnungen für die Bewohner der noch jungen Kurstadt. Denn könnte die Geschichte um den Bauernkrieg helfen, in Bad Frankenhausen ein Festspiel ins Leben zu rufen, das den Bayreuther Festspielen gleichen könnte? Allerdings erschwerte die große Weltwirtschaftskrise die Pläne, so dass die Stadt am Ende mit Verlust die Festspiele beendete und nicht wieder veranstaltete.

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Im Vortrag wird Sascha Förster am Beispiel der Materialien aus dem Frankenhäuser Stadtarchiv die Festspiele rekonstruieren und dem Publikum veranschaulichen. Abrechnungen, Programmhefte, Plakate, Vortragstexte und vieles mehr ergeben gemeinsam einen Eindruck dieses Theaterereignisses von 1931. Außerdem wird der Vortragende Leysts Drama als einen möglichen künstlerischen Umgang mit dem Bauernkrieg vorstellen. Zugleich werden die Festspiele als ein Spiegel der Kultur und Politik der späten Weimarer Republik verstanden: Inwiefern war das Festspiel beispielsweise ein Affront gegen rechte Lager?

Sascha Förster ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Medienkultur und Theater und an der Theaterwissenschaftlichen Sammlung der Universität zu Köln. Er forscht und lehrt zu Theatergeschichte der Weimarer Republik, Kulturen des Erinnerns im Theater, Bühnenbildner und Theaterfestivals. In Köln schreibt er eine Doktorarbeit über Zeitgeist und Theater. Seine Arbeit zu den Thomas-Münzer-Festspielen wurde von der Gesellschaft für Theatergeschichte mit ihrem Förderpreis ausgezeichnet und veröffentlicht. Sascha Förster ist in Bad Frankenhausen aufgewachsen und war Teil des Frankenhäuser Theaterkollektivs Dramazone.

Foto: Ankündigung der Thomas-Müntzer-Festspiele im Magazin der Thüringer Allgemeine Zeitung 1931

Ihr Museumsteam
Autor: khh

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