Mi, 12:28 Uhr
18.05.2016
Vorsichtiger Optimismus im Gastgewerbe - aber:
Zunehmender Fachkräftemangel
Mit Zurückhaltung aber zuversichtlich blicken Hoteliers und Gastronomen auf die bevorstehende Sommersaison. Knapp ein Drittel der Unternehmer in Nord- und Mittelthüringen erwartet eine Verbesserung der Geschäftslage im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Das ist das Ergebnis der aktuellen Branchenumfrage unter rund 120 Betrieben der Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt...
Ungeachtet der positiven Grundstimmung in der Wirtschaft haben sich nicht alle Erwartungen erfüllt. Vor allem den Hoteliers und Gastronomen im Thüringer Wald machten der milde Winter und die damit ausbleibenden Gäste zu schaffen, informiert IHK-Hauptgeschäftsführer Professor Gerald Grusser.
Dagegen wären die Firmenchefs in den größeren Städten mit den ersten Monaten 2016 durchaus zufrieden. So hätte sich auf Grund der guten Umsatzentwicklung die Ertragslage im Hotel- und Gaststättenbereich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum wieder verbessert.
Nach Angaben des Thüringer Landesamtes für Statistik verzeichnete das Gastgewerbe im vergangenen Jahr mit 2,8 Prozent das höchste Umsatzwachstum der letzten 10 Jahre. Die nächsten Monate sind deshalb durchaus von Optimismus geprägt. Die stabile wirtschaftliche Lage, die geringe Arbeitslosigkeit sowie steigende Löhne und Gehälter sorgen für einen positiven Ausblick, erläutert der IHK-Chef.
Hoffnungen setzten die Unternehmer vor allem in die steigende Nachfrage nach Reisezielen in Deutschland. Vor dem Hintergrund der Terroranschläge der letzten Monate wären gerade Familien mit Kindern verunsichert und suchten nach Urlaubsalternativen. Inwieweit auch Thüringen davon profitieren kann, lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt allerdings nur schwer prognostizieren, so Grusser.
Trotz der Erwartung auf eine gute Geschäftsentwicklung hätte sich die Investitionsbereitschaft der Unternehmen nur minimal erhöht. Jedes fünfte Unternehmen wolle in den nächsten Monaten mehr Geld ausgeben. Dagegen planten 41 Prozent ihr Budget zu kürzen oder gar nicht zu investieren.
Ein unverändertes Dauerthema ist auch der gravierende Mangel an Fachkräften. In der anstehenden Sommersaison befürchten viele Unternehmen auftretende Personalengpässe und das im Jahr der Fußballeuropameisterschaft, gibt der IHK-Hauptgeschäftsführer zu bedenken. Fast zwei Drittel der Befragten würden im Fachkräftemangel inzwischen ein Risiko für die weitere Entwicklung ihres Betriebes sehen.
Autor: nnzUngeachtet der positiven Grundstimmung in der Wirtschaft haben sich nicht alle Erwartungen erfüllt. Vor allem den Hoteliers und Gastronomen im Thüringer Wald machten der milde Winter und die damit ausbleibenden Gäste zu schaffen, informiert IHK-Hauptgeschäftsführer Professor Gerald Grusser.
Dagegen wären die Firmenchefs in den größeren Städten mit den ersten Monaten 2016 durchaus zufrieden. So hätte sich auf Grund der guten Umsatzentwicklung die Ertragslage im Hotel- und Gaststättenbereich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum wieder verbessert.
Nach Angaben des Thüringer Landesamtes für Statistik verzeichnete das Gastgewerbe im vergangenen Jahr mit 2,8 Prozent das höchste Umsatzwachstum der letzten 10 Jahre. Die nächsten Monate sind deshalb durchaus von Optimismus geprägt. Die stabile wirtschaftliche Lage, die geringe Arbeitslosigkeit sowie steigende Löhne und Gehälter sorgen für einen positiven Ausblick, erläutert der IHK-Chef.
Hoffnungen setzten die Unternehmer vor allem in die steigende Nachfrage nach Reisezielen in Deutschland. Vor dem Hintergrund der Terroranschläge der letzten Monate wären gerade Familien mit Kindern verunsichert und suchten nach Urlaubsalternativen. Inwieweit auch Thüringen davon profitieren kann, lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt allerdings nur schwer prognostizieren, so Grusser.
Trotz der Erwartung auf eine gute Geschäftsentwicklung hätte sich die Investitionsbereitschaft der Unternehmen nur minimal erhöht. Jedes fünfte Unternehmen wolle in den nächsten Monaten mehr Geld ausgeben. Dagegen planten 41 Prozent ihr Budget zu kürzen oder gar nicht zu investieren.
Ein unverändertes Dauerthema ist auch der gravierende Mangel an Fachkräften. In der anstehenden Sommersaison befürchten viele Unternehmen auftretende Personalengpässe und das im Jahr der Fußballeuropameisterschaft, gibt der IHK-Hauptgeschäftsführer zu bedenken. Fast zwei Drittel der Befragten würden im Fachkräftemangel inzwischen ein Risiko für die weitere Entwicklung ihres Betriebes sehen.
