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Do, 12:10 Uhr
19.05.2016
20 JAHRE VEREINIGUNG DER LANDSENIOREN

Begeisterter Auftritt der „Singvögel“

Günter Sieger aus Salza erinnerte sich: Es war der 27. März 1996. Im Gasthaus am Bahnhof in Niedersachswerfen: Mit 25 Unterschriften wurde die Vereinigung der Landsenioren Nordhausen festlich besiegelt...

Nordhausen. Sieger war von Anfang an dabei. Ihm liegt das Originalprotokoll vor. Zur Jubiläumsveranstaltung gestern im Saal des Hotels „Zur Hoffnung“ in Werther erinnerte er anschaulich an die bewegten Tage vor zwei Jahrzehnten.

Das tat vor ihm eingehend Vereinsvorsitzender Herbert Weschcke – ihn hatte Günter Sieger für seine Arbeit ausdrücklich gelobt - in seinem Jubiläums-Rückblick: Vor 20 Jahren hoben Heino Reidemeister, Rolf Gäbert und Paul Heise die Vereinigung aus der Taufe. Tatkräftig hatten ihnen die hessischen Landsenioren mit ihrem Vorsitzenden Kurt Noell und der Kreisbauernverband unter die Arme gegriffen.

Mit 91 Jahren gehört Otto Pabst (im Rollstuhl) zu den ältesten Mitgliedern der Landsenioren. Auch er erhielt eine Ehrenurkunde (Foto: privat) Mit 91 Jahren gehört Otto Pabst (im Rollstuhl) zu den ältesten Mitgliedern der Landsenioren. Auch er erhielt eine Ehrenurkunde (Foto: privat)

Mit 91 Jahren gehört Otto Pabst (im Rollstuhl) zu den ältesten Mitgliedern der Landsenioren. Auch er erhielt eine Ehrenurkunde. Foto: privat

Motivation für ihr Ansinnen, hob der Vorsitzende in seiner Festrede hervor, war die Zeit nach der Wende. Waren doch viele Gemeinsamkeiten der Landbevölkerung verloren gegangen – berufliche wie private. So war es Anliegen der Gründungsväter, den Wünschen und Interessen älterer Menschen im ländlichen Bereich unbürokratisch Heimat zu geben und ein freundschaftliches Miteinander und Füreinander zu fördern.

Diesem Grundanliegen, einander zu helfen, Freude bereiten, kommt die Vereinigung gewissenhaft nach. Auch Dank dieser Zeitung mit ihren zahlreichen Veröffentlichungen wurde sie über die Kreisgrenzen hinaus bekannt. Wir erinnerten in unseren Artikeln anschaulich, wie sich ihr Grundanliegen in der praktischen Arbeit widerspiegelt: Jahresplan mit Tagesausflügen, Mehrtagesreisen, Veranstaltungen, Gratulationen zu Geburtstagen, Hilfe in besonderen Fällen und anderes mehr. In einem Satz: Wie in einer großen Familie wird keiner alleingelassen.

Die „Bebraer Singvögel“ umrahmten die Veranstaltung kulturell, begeisterten mit ihren Darbietungen. (Foto: privat) Die „Bebraer Singvögel“ umrahmten die Veranstaltung kulturell, begeisterten mit ihren Darbietungen. (Foto: privat)

Die „Bebraer Singvögel“ umrahmten die Veranstaltung kulturell, begeisterten mit ihren Darbietungen. Foto: privat

Heute zählt die Vereinigung 126 Mitglieder. Drei sind über 90 Jahre alt. Unter ihnen Otto Pabst aus Hainrode. Aufmerksam verfolgte er gestern das Geschehen im Saal, wo jeder Platz besetzt war. Mit anderen verdienstvollen Mitgliedern erhielt er die Ehrenurkunde der Landvereinigung Thüringen.

Die „Bebraer Singvögel“ hatten einen begeisterten Auftritt. In der Regel sind bei den Vögeln die Männer die großen Sänger. In Bebra dominieren die Frauen. Was sie gesanglich wie optisch boten, hat es in sich: Wander-, Volks-, Heimat –und Jodlerlieder trugen die „Singvögel“ – ältere, jüngere und im Pubertätsalter - vor: Als Gruppe, im Duett oder Solo.

Eingefunden zum Jubiläum hatten sich unter anderem Vizelandrat Stefan Nüßle und der Vorsitzende des Kreisbauernverbandes Uwe Kühne, die Arbeit der Vereinigung würdigend. Rechtzeitig zum Kaffee traf auch Egon Primas ein. Er war nach einer Tagung des Landtages in Erfurt schnell noch herbeigeeilt. Neben seinen Glückwünschen machte er auf die gegenwärtig schwierige Situation in der Landwirtschaft, besonders der Milchwirtschaft, aufmerksam.

Dank Landseniorin Beate Koerth erinnert ein grüner Einkaufsbeutel alle Teilnehme an dieses denkwürdige Datum. Die Farbe und die Getreideähren darauf veranschaulichen die Landwirtschaft. Für festlich gedeckte Tische, Kaffe, Kuchen und ein deftiges Abendessen hatte das Personal des Hauses gesorgt.
Kurt Frank
Autor: red

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