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So, 10:06 Uhr
22.05.2016
"Helfen in Not ist unser Gebot".

Erst kritisiert, dann gefeiert - 25 Jahre Kreisfeuerwehrverband

Bei der Feierstunde 25 Jahre Kreisfeuerwehrverband Sondershausen fand man recht klare Worte in Richtung Politik. Mit Oldtimern Leben retten? Im Westteil des Kyffhäuserkreises keine Seltenheit...

Erst kritisiert, dann gefeiert (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Erst kritisiert, dann gefeiert (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Natürlich stand gestern die Geselligkeit bei der Festveranstaltung "25 Jahre Kreisfeuerwehrverband im Vordergrund. Wer wie die Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren (FFW) so oft in ehrenamtlicher Tätigkeit unterwegs ist, der soll auch mit Partnerin/Partner in aller Gemütlichkeit feiern.

Erst kritisiert, dann gefeiert (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Erst kritisiert, dann gefeiert (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Und so war der Carl-Schroeder-Saal von Sondershausen gestern auch gut gefüllt. Und Gäste waren auch gekommen, so der "Hausherr" des Carl-Schroeder-Saals, Sondershausens Bürgermeister Joachim Kreyer (CDU), Carsten Wiedemann vom Thüringer Feuerwehrverband und Sandra und Sven Oesterheld vom DRK Sondershausen.

In diesem Zusammenhang muss unbedingt erwähnt werden, dass die enge Zusammenarbeit der FFW, DRK und THW im Rahmen der "Aktion Helfende Hand" mehrfach lobend erwähnt wurde und auch Gesprächsstoff außerhalb der Reden waren.

Erst kritisiert, dann gefeiert (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Erst kritisiert, dann gefeiert (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Nach Begrüßung durch den Vorsitzenden des Kreisfeuerwehrverbandes Mario Hasenbein warf der Geschäftsführer des Verbandes Günter Herting einen Blick zurück in die Geschichte des Löschwesens und wurde fündig, dass man in Sondershausen schon 1650 sehr intensiv mit dem Thema beschäftigte. Herting würdigte die Arbeit im Verband, stellte aber auch fest, es läuft nicht alles zur besten Zufriedenheit.
Den Bürgermeistern, Renè Hartnauer (SPD) von Greußen, Joachim Kreyer (CDU) von Sondershausen und Jörg Steinmetz (CDU) von Hebedündorf dankte Herting für die gute Zusammenarbeit.

Deutlicher wurde da Mario Hasenbein. Auch wenn es in Deutschland rund eine Million Mitglieder in den FFW gibt, im Westteil des Kyffhäuserkreises ist die Zahl deutlich rückläufig, von 2.000 Mitgliedern (2011) auf aktuell 1.800. Trotz guter Jugendarbeit zieht es die älteren Jugendlichen in die Großstädte und sind für unsere Arbeit verloren.

Kritik kam in Richtung Politik. Die Spielräume für die Pflichtaufgaben der Kommunen werden immer weniger genutzt. Wir haben als Feuerwehrleute viel Geduld aufgebracht, über die finanzielle Lage der Kommunen, aber jetzt werden Grenzen überschritten. Rund 30 Prozent der Fahrzeuge der FFW im Westteil des Kreises sind 30 Jahre und älter! Hier muss kn einwerfen, Autos gelten als Oldtimer wenn sie älter als 30 Jahre sind!
Wenn es teils bereits an der Ausrüstung Mängel gibt, die von den Kommunen nicht mehr finanziert werden können dann sinkt die Motivation, so Hasenbein. Und die Problematik dehnt sich aufs ganze Land aus.

Wir blicken als Verband mit Sorge in die Zukunft, besonders für die FFW in den kleineren Orte. Die Taktik der Politik, so Hasenbein, je mehr sich die FFW engagieren, umso mehr zieht sich die Politik zurück!
Trotzdem, so Hasenbein; "Helfen in Not ist unser Gebot".
Abschließend dankte Hasenbein, wie schon sein Vorredner allen Kameradinnen und Kameraden der FFW für die wichtige ehrenamtlich Arbeit und die Partnerinnen und Partnern für das Verständnis.

Diesen Woten schloss sich Bürgermeister Kreyer an. Auch wenn die Steuereinnahmen steigen (auch durch Steuererhöhungen), so steht uns als Kommunen nicht mehr Geld zur Verfügung, weil die Ausgaben ebenfalls rapide steigen. Er kritisierte zum Beispiel das Land, das Landstraßen einfach in die Hand der Kommunen gegeben werden, die dann nicht mehr genügend Geld für die Instandsetzung haben.

Mit Blick auf die Feuerwehren sagte Kreyer, wir haben in der Stadt 30 Fahrzeuge, dass heißt bei einer Nutzungsdauer von 30 Jahren müssten wir jedes Jahr ein neues Fahrzeug anschaffen. Davon sind wir weit entfernt.
Ich möchte ihnen Mut machen, so Kreyer abschließend, Brandbekämpfung war immer eine Gemeinschaftsaufgabe und das werden wir lösen.

Kreisbrandinspektor Peter Ortlepp, zusammen mit Günter Herting seit Anfang an im Verband dabei (auch 24 Jahre Kreisbrandinspektor) erinnerte die Bürgermeister daran, was ein Berufsfeuerwehr kosten wird und nannte Zahlen aus Erfurt. Er drängte und bat, haltete eure Fahrzeuge in Schuss.


Carsten Wiedemann lobte die Jugendarbeit und die Arbeit der Alterskameraden im Verband. Er überbrachte die Grüße des Vorsitzenden des Thüringer Feuerwehrverbandes, Lars Oschmann und eine Ehrengabe für den Kreisfeuerwehrverband.

Danach ging man zum gemütlichen Teil des Abends mit Mike als DJ, und einem Dank an die Familie Wreden für die Vorbereitung des gestrigen Abends, über. Ob man in traute Rund auch noch ein Tänzchen wagte? Aber man muss ja nicht alles verraten.

Erst kritisiert, dann gefeiert (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Erst kritisiert, dann gefeiert (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Erst kritisiert, dann gefeiert (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Erst kritisiert, dann gefeiert (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Erst kritisiert, dann gefeiert (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Erst kritisiert, dann gefeiert (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Erst kritisiert, dann gefeiert (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Erst kritisiert, dann gefeiert (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Erst kritisiert, dann gefeiert (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Erst kritisiert, dann gefeiert (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Erst kritisiert, dann gefeiert (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Erst kritisiert, dann gefeiert (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Erst kritisiert, dann gefeiert (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Erst kritisiert, dann gefeiert (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Erst kritisiert, dann gefeiert (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Autor: khh

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