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Do, 00:28 Uhr
16.06.2016
Neues aus Sondershausen

Auf dem Göldner keine Zusage machen können

Seinen Wahlkreistag hatte der Bundestagsabgeordnete Steffen-Claudio Lemme (SPD) gestern in Sondershausen durchgeführt. Auf der Sportstädte am Göldner überzeugte er sich von der Notwendigkeit, dass hier etwas geschehen muss!...

Zuerst besucht er das Sportzentrum „Am Göldner“. Die Stadt Sondershausen als Eigentümer, hatte für das Sportzentrum im Rahmen des Bundesförderprogramms „Nationale Projekte des Städtebaus“ eine Förderung beantragt. Diese soll für die Sanierung und den barrierefreien Umbau des Göldners eingesetzt werden. Steffen-Claudio Lemme hat sich mit einem Unterstützerschreiben für dieses Projekt bereits eingesetzt. Mit seinem Besuch wollte er sich vor Ort ein Bild der nötigen Umbauten machen.

Auf dem Göldner keine Zusage machen können (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Auf dem Göldner keine Zusage machen können (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Ralf Kuchmann (Vorstandsvorsitzender BSV Eintracht Sondershausen), Steffen-Claudio Lemme, Matthias Deichstetter (Vorstandsmitglied BSV Eintracht Sondershausen), Thomas Rießland (Beauftragter für Sport in der Stadtverwaltung Sondershausen), Sondershausens Bürgermeister Joachim Kreyer (CDU) und Steffen Hommel (Beauftragter Schulsport im Kreis) bei der Besichtigung der Sportstätte.

Auf dem Göldner keine Zusage machen können (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Auf dem Göldner keine Zusage machen können (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Kreyer und Rießland informierten über die Entwicklung dieser Sportstätte, die man 1990 als reines Fußballstadion mit einer damals für so eine kleine Stadt wie Sondershausen großartigen Tribüne (2.000 Sitzplätze) vom Kalibetrieb übernommen hatte. Nach der Schließung der Sportstätte Thälmann-Platz (hier steht jetzt das Kaufland und der angrenzende Parkplatz) musste auf dem Göldner eine zusätzliche Stätte für den Schulsport geschaffen werden (1996).

Auf dem Göldner keine Zusage machen können (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Auf dem Göldner keine Zusage machen können (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Der Hartplatz und die Tartanbahn sind allerdings in die Jahre gekommen. Die Tartanbahn ist besonders auf der Innenbahn bereits deutlich durchgetreten. Der Kunstrasen der 1. Generation noch mit Quarzsand unterfüllt ist besonders rutschig, und bei einem Fall auch sehr verletzungsanfällig für den gestürzten Spieler. Jetzt gibt es bereits Anlagen der 4. Generation mit Kunstharzgranulat.

Die Weitsprunggrube und die Hochsprunganlage müssten verändert werden und auch die Hanganlage (Bildergalerie) ist sanierungsbedürftig.

Auf dem Göldner keine Zusage machen können (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Auf dem Göldner keine Zusage machen können (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Und auch an der Tribüne nagt der Zahn der Zeit. Die müsste auch mal wieder entrostet und neu gestrichen werden. Das Ganze kostet allerdings in Summe rund 4,4 Millionen Euro (400.000 Euro müsste die Stadt als Eigenanteil aufbringen). Beim Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sport- Jugend- und Kultureinrichtungen“ war man mit dem Antrag gescheitert. Es war deutschlandweit 20- fach überzeichnet, wie Lemme informierte.

Auf dem Göldner keine Zusage machen können (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Auf dem Göldner keine Zusage machen können (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

In der Umkleidekabine der Fußballer konnte sich Lemme überzeugen, dass auch etwas für den Sanitärbereich gemacht werden muss, ganz abgesehen von zu ersetzenden Rohrleitungen usw. Beim Programm „Förderung von Investitionen in nationale Projekte des Städtebaus - Projektaufruf 2016“ sieht Lemme durchaus Chancen für Sondershausen. Aber er sei nicht in der Vergabe Jury, die am kommenden Montag die Vergabe vornahmen wird.

Da Wahlen vor der Tür stehen sieht Lemme gute Chancen, dass eines oder vielleicht sogar beide Programme nochmals aufgelegt werden, denn der Bedarf in Deutschland sei groß.

Ralf Kuchmann und Steffen Hommel wiesen auf die Wichtigkeit dieser Sportstätte für den Schulsport hin. Die Sportstätte in der Hospitalstraße sei für den Schulspot gänzlich ungeeignet.
Es wäre wichtig, diese auch von der Lage her einzigartige Sportstätte zu erhalten. Eine Spitze konnte sich Kreyer allerdings nicht verkneifen: Als ein Stadtbus am Göldner unten gerade wendete, sagte er, sogar einen ÖPNV-Anschluss haben wir hier, wer weiß wie lange noch. Eine Anspielung darauf, dass der Kreis die Mittel für den Stadtbusverkehr Sondershausen streichen will.

Anschließend traff sich Steffen-Claudio Lemme dann mit Mitgliedern des Heimat- und Geschichtsvereins Jechaburg e.V. in ihrem Vereinshaus. Nach einer kurzen Besichtigung der Vereinsräume stand dann die Besichtigung der archäologischen Funde auf dem Frauenberg auf dem Plan.
Auf dem Göldner keine Zusage machen können (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Auf dem Göldner keine Zusage machen können (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Auf dem Göldner keine Zusage machen können (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Auf dem Göldner keine Zusage machen können (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Auf dem Göldner keine Zusage machen können (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Auf dem Göldner keine Zusage machen können (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Auf dem Göldner keine Zusage machen können (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Auf dem Göldner keine Zusage machen können (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Auf dem Göldner keine Zusage machen können (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Auf dem Göldner keine Zusage machen können (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Auf dem Göldner keine Zusage machen können (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Auf dem Göldner keine Zusage machen können (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Auf dem Göldner keine Zusage machen können (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Auf dem Göldner keine Zusage machen können (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Auf dem Göldner keine Zusage machen können (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Auf dem Göldner keine Zusage machen können (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Auf dem Göldner keine Zusage machen können (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Autor: khh

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Kommentare
geloescht.20250302
16.06.2016, 14:07 Uhr
Besser keine Zusage...
...als leere Versprechungen, die einem dann um die Ohren gehauen werden. Herr Lemme kennt das politische Geschäft.

Deshalb hält er sich auch beim Thema Stadtbus zurück.

An den Zuschüssen für das Lohorchester wird nicht gerüttelt, da ist das Kartell der Kulturbefürworter zu mächtig.

Ich bin durchaus dafür, Geld für Jugendsport (also z.b. die Laufbahn auf dem Nebenplatz) in die Hand zu nehmen. Aber ob ein aktueller Siebtligist eine neue Tribüne braucht oder einen nagelneuen Kunstrasenplatz, wage ich zu bezweifeln, wenn Zuschüsse an anderer Stelle sinnvoller zu verwenden wären.

Ich habe gute Erinnerungen an den alten Thälmannsportplatz, sowohl bezüglich Leichtathletik als auch Fußball auf dem Hartplatz.

Aber die wirtschaftliche Notwendigkeit, dort einen Einkaufstempel hinzusetzen, war wohl relevanter.
Mueller13
16.06.2016, 17:19 Uhr
@Tannhäuser
Der Göldner ist nicht nur Spielstätte für die "eine Mannschaft" in der 7ten Liga", sondern noch Spielstätte für 3 andere Männermannschaften des Vereins und 10 Jugendmannschaften der Eintracht. Nebenbei trainieren dort auch noch die Fussballer von Empor (insgesamt 6 Mannschaften, wobei ich nicht weiß, wer davon im Winter auf dem Göldner spielt) und Badra.
Auch die Leichtathleten von Glückauf sehe ich regelmäßig (erst gestern habe ich 25 Kinder der Leichtathleten über den Platz fegen sehen).
Davon abgesehen sagen Sie selbst, dass der Göldner die letzte Sportanlage in Sondershausen ist, auf der Wettkämpfe ausgetragen werden können (an welche Sie ja auch gute Erinnerungen haben...).
Weiterhin dürfte auch die Bundeswehr diesen Platz noch belegen, bis Ihr Platz in 1-2 Jahren nutzbar ist. Die Schüler des Gymnasiums müssen bestimmt auch auf den Göldner.

Sie sehen, den Göldner auf die gerade abgestiegene Erste Mannschaft zu reduzieren, wird nichts.
Micha123
16.06.2016, 17:39 Uhr
Auf dem Göldner muss etwas geschehen!!!
Egal in welcher Liga die Eintracht spielt oder vielleicht wieder spielen wird.
An diesem Zustand muss etwas geändert werden.
Denn ähnlich wie mit dem Park in Thalebra - dort sieht man ganz schlimm, was passiert - wenn man nichts mehr macht.
So darf es auf dem Göldner nicht enden.

Am Ende schließt man die Anlage aus Sicherheitsgründen und was ist dann???
Dann ist das Geschrei groß, wenn die Jugend auf der Straße rum hängt und es überhaupt keine Angebote mehr gibt.

Also alles in Bewegung setzen, damit man hier schnell etwas ändern kann!
geloescht.20250302
16.06.2016, 18:57 Uhr
Liebe Vorredner
Ich bin auch nicht grundsätzlich gegen Investitionen auf dem Göldner.

Für die Laufbahn und auch den Kunstrasenplatz.

Aber eine Tribüne ist etwas anderes. Und den Nachwuchs sollte man nicht vorschieben. Da läuft bei Spielern und Trainern nicht alles so optimal.
Mueller13
17.06.2016, 09:51 Uhr
@ Tannhäuser
"Nicht optimal" - lassen Sie es mich so formulieren: einen Optimalzustand wird man wohl nie erreichen. Nicht wenn viele Menschen zusammen arbeiten und es logischerweise abweichende persönliche Zielstellungen gibt).
Aber wenn Sie den Trend beachten, dann sehen Sie, dass zumindest die Basis wieder stimmt. Die Trainer sind regelmässig junge, aktive und ehemalige Spieler. Wenn es nächstes Jahr wieder eine A-Junioren geben sollte (woran man wohl arbeitet) sind alle Nachwuchsmannschaften 1-2 gleisig besetzt und wenn die B-Junioren den Aufstieg schaffen, sind bis auf die dann neu gegründete A-Jugend alle Mannschaften in den jeweils höchsten Thüringer Klassen angesiedelt. Ja, es gab ganz harte Probleme im Nachwuchs - aber das ist man angegangen und wie mir scheint stimmt die Tendenz. Und wenn Sie meinen etwas beitragen zu können, es werden immer noch Trainer mit Sachverstand und Betreuer (auch sehr wichtig) gesucht...

Was die Tribüne betrifft: Ja, für die derzeitige Spielklasse und im derzeitigen gesellschaftlichen Umfeld sicherlich überdimensioniert. Aber beides muss nicht so bleiben. Und was schlagen Sie denn für Alternativen zur Sanierung (oder wenigstens den Erhalt des Status quo) vor? Abreißen? Das ist mit Sicherheit nicht billiger als eine Sanierung, wo man dann wieder 25 Jahre Ruhe hat.
Und einfach die Tribüne sperren? Und dann stellen sich alle hinter die Tore und schauen sich die Ruine an? Hört sich auch nicht nach einem Plan an.
geloescht.20250302
17.06.2016, 13:21 Uhr
@Mueller13
Sie haben Recht. Sanierungsbedarf besteht durchaus und ich sollte beim Argumentieren die Sportanlage Göldner von der Eintracht trennen. Mea culpa.

Man muss allerdings die Menschen aufklären, dass zweckgebundene Zuschüsse für Sportanlagen eben nicht besser in Strassen, Schulen oder Kindergärten investiert werden können.

In der Landeshauptstadt hat das Theater 10 Jahre gedauert, bis die RWE-Hasser zugeben mussten, dass die Bude nur finanziert werden konnte, weil sie eine Multifunktionsarena wird.

Fussball, Leichtathletik, Tagungen, Konzerte. Die Fußballfans wurden wie Abschaum behandelt. Aber wenn Gröhlemeyer auftritt, rennen alle hin und wollen gesehen werden.
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