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Do, 11:17 Uhr
16.06.2016
Neues aus Sondershausen

Nicht nur marode Brücken!

Wer den Park im Ortsteil Thalebra von Sondershausen besucht, findet leider kein Kleinod mehr vor, das Gegenteil ist eher der Fall. Hier kn mit den Einzelheiten...

Wer auf dem Unstrut-Werra-Radweg von Ebeleben nach Sondershausen fährt (wie kn gestern) kommt auch durch den Ortsteil Thalebra. Während auf der Stadtgrenze zwischen Ebeleben und Sondershausen eine neue schicke Sitzgruppe zum Verweilen einlädt, mit schönem Blick auf Schernberg, sieht es nach erreichen des Ortsteils Thalebra (Bildergalerie) eher trübe aus.

Nicht nur marode Brücken! (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Nicht nur marode Brücken! (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Es gibt Proteste der Bürger, dass zwei Brücken im Park von Thalebra mit Bauzäunen zugestellt sind. Das sieht nicht nur unschön aus, sondern behindert auch die Durchführung von Veranstaltungen, wie zum Beispiel das "Woodstock Festival Thalebra" am 23. Juli (ein Samstag) ab 16:00 Uhr im Park von Thalebra.

Die Bürger fühlen sich von der Stadt Sondershausen im Stich gelassen, weil in diesem Park, seit Jahren nichts mehr getan wurde. Es ist übrigens der einzige Park in der Stadt, der auch wirklich der Stadt Sondershausen gehört (der Schlosspark gehört der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten).

Nicht nur marode Brücken! (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Nicht nur marode Brücken! (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Hauptproblem sind die beiden Brücken im Park. Die sind so marode, so Bauamtsleiter Manfred Kucksch im Gespräch mit kn, dass sie nicht mehr reparabel sind. Die Widerlager sind hin, es besteht beim Benutzen sogar Einsturzgefahr. Deshalb wurde gesperrt und es bleibt nur noch der Abriss. Dafür sind aber bisher auch keine Mittel eingeplant.

Nicht nur marode Brücken! (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Nicht nur marode Brücken! (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Im Gespräch zeigte sich aber auch, es geht nicht nur um die Brücken. Der Park bräuchte eine komplette Sanierung. Die Teiche befinden sich in einem erbärmlichen Zustand. Eine Holzinsel in der Mitte des Teiches ist schon teils abgerissen. Einige Bänke (nicht alle) und die zwei überdachten Sitzgruppen bräuchten dringend eine Sanierung und selbst der Rasen ist teils nur noch eine Löwenzahnpflanzung.

Auch die Bäume müssten dringend verschnitten werden. Aber wer soll das bezahlen? Für die Grünpflege der ganzen Stadt stehen nur 60.000 Euro im Jahr zur Verfügung, so Kucksch. Die Studie eines Planungsbüros zur Sanierung des Parks wurde mangels Geldes abgebrochen, deshalb kann ich auch nicht sagen, was das kosten würde, so Kuchsch gegenüber kn. Kucksch ging beim Nachbohren von kn mit Kosten von 10.000 bis 20.000 Euro aus.

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Jetzt liegt es an den Stadträten, sich mit dem Thema zu beschäftigen und Mittel zur Verfügung zu stellen. Gerade weil der Unstrut-Werra-Radweg durch den Park führt, werden die Radtouristen als erstes mit diesem Gesicht der Stadt konfrontiert!

Allerdings ist der Vorwurf einiger Bürger, die Stadt würde überhaupt nichts tun auch nicht hilfreich. Im Rahmen der Anerkennung des Ortsteiles Thaiebra als Förderschwerpunkt zur Dorferneuerung für den Zeitraum von 2011 bis 2015 wurde einige Mittel in den Ortsteil gesteckt, so in den Hochwasserschutz am Sumpfbach. Wie Kucksch auf Nachfrage bestätigte, hätte man mit Mitteln der Dorferneuerung auch den Park sanieren können, dass wäre förderfähig gewesen. Aber selbst als Fördermittel zur Verfügung standen, musste man Prioritäten setzten, auch Hochwasserschutz oder Parksanierung?. Wie es weitergeht ist unklar, denn Mittel wird es in der Phase der Konsolidierung wohl kaum geben.
Nicht nur marode Brücken! (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Nicht nur marode Brücken! (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Nicht nur marode Brücken! (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Nicht nur marode Brücken! (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Nicht nur marode Brücken! (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Nicht nur marode Brücken! (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Nicht nur marode Brücken! (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Nicht nur marode Brücken! (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Nicht nur marode Brücken! (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Autor: khh

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Kommentare
Micha123
16.06.2016, 17:11 Uhr
Schockierende Bilder aus Thalebra
Ich kann mich erinnern, dass ich Ende der 1990er und Anfang der 2000er Jahre einige Male im Park in Thalebra war.
Das war damals ein richtiges Idyll.
Ein herrlicher Anblick... die beiden Teiche, wo es sogar Schwäne gab. Und in der Sommerhitze war es angenehm schattig.
Überall Bänke und Sitzmöglichkeiten, kein Dreck, kein Unkraut – alles sehr gepflegt. In Ruhe konnte man die Enten beobachten, die Schwäne, hörte die Vogel und es waren sogar die Bäume beschildert - um welche Art es sich handelt.

Die neuen Bilder sind ja schockierend! Was ist da nur passiert? Es kann doch nicht sein, dass die Stadt Sondershausen dieses übersehen hat.

Wenn dieser Zustand schon seit Jahren kritisiert wird, dann Frage ich mich – der neue Radweg führt doch durch den Park?
Wären da nicht während dieser Bauphase einige geringe Mittel möglich gewesen um die Brücken zu sanieren? So teuer ist Holz nun auch nicht und vielleicht hätten die Vereine oder Bewohner auch mit angepackt. Ebenso hätte man die Wege pflastern können – auf den Bildern erkennt man nur Dreck und Schotter. Eignet sich so etwas als Radweg?
Seit 2007 ist der Ort ein Ortsteil von Sondershausen. Da müssen doch auch Einwohner Thalebras mit im Stadtrat gewesen sein, welche so etwas richtig anbringen und anschließend Taten folgen! Wie konnte man diesen Zustand nun überhaupt zulassen?

Und bei der Suche im Netz fand ich jetzt, dass vor wenigen Jahren die Gaststätte eine Zentralheizung bekam – über Mittel der Dorferneuerung.
Allerdings muss da die Stadt auch einen Eigenanteil tragen – welcher da sicherlich auch im 5-stelligen Bereich war.
Und war das nötig? Im Netz ist kein Vermerk zu finden, dass die Gaststätte einen Betreiber bzw. Pächter hat.
Also für wen dann die Heizung?
Vorher musste es doch auch irgendwie beheizt gewesen sein. Da hätte man die Gelder für andere Sachen besser nutzen können. Und als Dorfgemeinschaftshaus wird es bestimmt nicht täglich durch die Bewohner genutzt.

Dies ist ein Zeichen – ich welchem Zustand die Stadt Sondershausen sich befindet und wie man sich kaputt sparen kann.
Gibt es da keine Mittel durch Kreis, Land oder Bund? Aber Geolifte bauen wollen, das Rathaus als "Palast" umbauen oder leerstehende Schulen in Unterkünfte ganz schnell umbauen. Da rollt der Rubel und es ist recht komisch, dass da plötzlich Mittel da sind.

Ein Tipp… einfach für ein Jahr die Lohnkosten der Amtsleiter halbieren und schon ist wieder einiges an Geld da!!!
Micha123
16.06.2016, 17:26 Uhr
Protest in Thalebra
Nachtrag..
Dieses "Prostestplakat" am Bauzaun finde ich gut. Es zeigt, dass sich in Deutschland etwas bewegt!
Vor Jahren war das noch nicht ganz so.
Kann man also nur hoffen, dass der Protest Erfolg hat.
geloescht.20250302
16.06.2016, 19:55 Uhr
Micha123
Thalebra =Sondershausen? Nie gehört, sagen die Bürokratenschranzen.

Und ja, der Protest ist vorbildlich und sollte in die Stadt getragen werden.
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