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Do, 19:49 Uhr
16.06.2016
Meldungen aus dem Landratsamt

Sehr hohes Zukunftsrisiko im Kreis

Ende Mai wurde in einer Studie bekannt, dass der Kyffhäuserkreis über ein sehr hohes Zukunftsrisiko verfügt. In ihrer Verwaltungsrede vor dem Kreistag kommentierte das Landrätin Antje Hochwind (SPD) so:...

"Das Institut PROGNOS hat den Zukunftsatlas 2016 erstellt und hierfür 402 Landkreise und Städte nach den Indikatoren Dynamik, Stärke, Demografie, Arbeitsmarkt, Innovation und Wohlstand bewertet. Dabei wurden die Daten von 2013 für die Auswertung verwendet und der Kyffhäuserkreis hat im Gesamtranking leider weniger gut abgeschnitten. Natürlich ist das nicht erfreulich, doch wir alle wissen, dass eine hohe Kaufkraft mit einer niedrigen Arbeitslosenquote und einem guten Lohnniveau konform geht, ebenso sich Unternehmen niederlassen, wenn sie gute infrastrukturelle Bedingungen und Fachkräfte vor-finden. Dass das eine wichtige Aufgabe für uns ist, steht außer Frage.

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Die Entwicklungen zu dieser Problemstellung, die bereits in unserem Landkreis angestoßen worden sind, sind in diese Studie noch nicht mit eingeflossen. Wir haben uns erst im April zur Infrastrukturkonferenz noch einmal deutlich dazu verständigt, mit welchen Vorhaben – hier seien nur beispielhaft der geplante Breitbandausbau und die Vermarktung unserer touristischen Anziehungspunkte benannt – wir unseren Kreis unternehmerfreundlicher und zukunftsfähiger gestalten wollen.

Auch die Zertifizierung unseres Landkreises als familienfreundlicher Landkreis zeigt, dass wir zahlreiche Angebote vorhalten, die auch Familien nutzen können und die für diese auch Entlastungen bringen. Ich denke hier an flächendeckende Kindertagesbetreuung als wichtige Voraussetzung für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und auch die Neugestaltung einer zukunftsfähigen Schullandschaft. Zudem gibt es bezahlbaren Wohnraum und Möglichkeiten, sich ein Eigenheim zu errichten oder zu kaufen.

Die Lebenshaltungskosten bewegen sich in einem vernünftigen Rahmen und sind auch für viele Rückkehrwillige interessant. Natürlich verfügen wir nicht über die „große Industrie“, doch es werden sich weitere Arbeitsfelder - wie z. B. im Bereich des Tourismus und der Dienstleistungen erschließen lassen. Auch im Ausbau des Mittelstandes liegt noch Potential. Deshalb sollte uns die Studie nicht entmutigen, sondern Ansporn sein."
Autor: khh

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Kommentare
Micha123
16.06.2016, 23:11 Uhr
Düstere Aussichten für den KYF Kreis
Die Trainer, deren Mannschaften beim Fußball immer verlieren und immer schlechter werden - sie werden ausgetauscht, entlassen - oder treten selbst zurück.

Bei Firmen ist es ähnlich - Vorstände, Manager, Chefs - sie werden entlassen oder sie geben neuen Leuten eine Chance und geben den Stuhl frei.

Doch in der Politik? Da redet man sich die düstere Zukunft schön - man behält seine Pöstchen und es wird sich nie etwas ändern.
Den einen Trost hat man ja auch noch - schlechter kann es nicht mehr werden.

Tipp: Einfach die Gehälter der Kreismitarbeiter und der Landrätin kürzen und dem Niveau eines Schlusslichtes anpassen. Vielleicht gibt dies den nötigen "Schwung".
Mueller13
17.06.2016, 11:21 Uhr
@Micha123 Gestaltungsmöglichkeiten
Ich denke, man kann der Landrätin nicht wirklich die Schuld geben für die aktuellen Probleme (und wie sie vielleicht bemerkt haben, habe ich für Sozen und selbsternannte Demokraten nichts übrig). Die Probleme sind ihr zum Teil vererbt wurden und zum anderen Teil werden sie ihr von oben aufgedrückt. Wenn man sich mit Leute privat unterhält, fallen häufig ganz andere Aussagen als die offiziell (von oben) propagierten.

Was ich allen Lokalpolitikern (CDUSPDFDP) vorhalte: sie sagen nichts (oder sie merken nichts mehr). Ich habe zumindest noch keine unserer lokalen Politikschranzen sagen gehört: "Es kotzt mich an, dass hier riesige Geldsummen verblasen werden - ohne Sinn und Verstand. Und die Mehrheit des Volkes will das nicht" (Flüchtlinge, Griechenland, Euro-Rettung, Banken - alles Fässer ohne Boden). Das läuft immer schon immer unter der Rubrik: "besser nichts sagen, könnte mir ja jemand krumm nehmen und dann ist es vorbei mit der Parteikarriere".

Was z.B. Lemme oder Selle ignorieren, dass sie trotzdem zur Rechenschaft gezogen werden. Das Tribunal wird nicht in einer Parteizentrale liegen.
Micha123
17.06.2016, 14:36 Uhr
@Mueller13 "Es kot... mich an"
Da stimme ich Ihnen vollkommen zu.
Bei vielen Lokalpolitikern steht hinter ihrem Namen in Klammern der Name einer Partei.
Sprechen sie "wirklich" aus was sie Denken - über die Bundes- oder Landespolitik "ihrer" Partei - so geraten sie ganz schnell an den Pranger.
Vor allem durch teilweise schmutzige Presse wird dies dann Bundesweit hochgespielt - wenn einer einmal Klartext spricht. Das politische Ende ist dann erreicht.

Klar ist mir - dass es die Landrätin nicht einfach hat. Dass diese ganze "Misere" nicht erst während ihrer Amtszeit passierte.
Ohne Parteihilfe wäre sie nicht in die Position gekommen. Es ist bestimmt oft ein ziemlicher Zwiespalt da einen Einklang zu finden.
So sagt man besser nichts oder man redet die Sache schön.
Am Ende ändert sich gar nichts.

Das Ganze sorgt aber dann immer mehr für Unmut in der Bevölkerung.
Dieses "Spiel" konnte man in der DDR 40 Jahre machen - ob es nun auch so lange geht? Die Volksparteien reden immer von ihrer "Basis" - nur existiert diese überhaupt noch in der realen Welt?

Aber was ist schon ein Kyffhäuserkreis in der großen Republik oder gar in Europa? Nichts!
So macht jeder sein "Ding" und sieht zu, dass er irgendwie zurecht kommt.
geloescht.20250302
17.06.2016, 16:28 Uhr
Meine Herren
Da bleibt mir nicht viel hinzuzufügen. Eine Landrätin wird ohne Hausmacht im Kreistag am Nasenring durch die politische Arena gezogen.

Ihr Vorgänger hatte das Glück, dass zu seiner Zeit die CDU sehr einflussreich war und er in der eigenen Partei keinen Gegenspieler hatte, der seine eigene Klientel bedienen muss wie das Frau Hochwind beispielsweise mit dem geschniegelten Bürgermeister von Bad F. erlebt.

Welcher Politiker aus unserer Region hat wirklich bundes- oder landesweit positive Spuren hinterlassen? Das sind alles nur parteihörige Karrieristen und Selbstversorger. Manche verschwinden nach Wahlen in der Versenkung, andere bekommem 2. Chancen wie die Damen Steinke, Marx oder Herr Selle.

Mögen die Wähler die FDP draußen lassen, damit wir weitehin wenigstens von Herrn Kurth als politischem Wiedergänger verschont bleiben. Lobbyist beim Fernbus passt besser zu ihm als so genannter Volksvertreter mit Hauptwohnsitz Berlin spielen zu wollen, der aber angeblich die Menschen aus dem KYF vertreten will.

Mir wird auch gerade schlecht...
Mueller13
17.06.2016, 20:38 Uhr
@ Micha123 Zufall
Die Landrätin kam damals eher durch Zufall an die Macht. Hengstermann mit fast der doppelten Punktzahl in die Stichwahl gegangen, konnte seine Wähler nicht aktivieren noch einmal zu gehen. Frau Hochwind mit dem linken Sektor hat es hingegen hinbekommen. Unterstützung von der Partei wird sie nicht in dem Umfang bekommen haben - erschien die Aufgabe Hengstermann abzulösen eher als aussichtsloses Unterfangen.

Auch wenn ich Sozen per se nichts abgewinnen kann, denke ich doch, dass ein Wechsel so verkehrt nicht war. Und bis auf merkwürdige linke Ausflüge macht Frau Hochwind das ja auch nicht so schlecht. Ich halte den Job eh nur für die Verwaltung des Untergangs.

Dazu müssen wir erkennen, dass Frau Hochwind in Erfurt nach dem überraschenden Wahlsieg vermutlich gut angesehen ist. Nur im Kyffhäuserkreis ist es schwierig. Zum einen hat sie die Verbindung zur CDU gekappt, als sie dafür sorgte, dass deren Vertreter nicht zum Co ernannt wird, zum anderen ist die SPD ein völlig wirrer Haufen.

Die Mitglieder ihrer Fraktion im Kreistag sind eher dem Dunstkreis von Schreyer/Marx/Kraffzick zuzuordnen. Dazu gibt es noch den großspurigen Kollegen aus Bad F, der einige der Ostkreisler hinter sich vereinen kann.
Die Stadtratsfraktion in Sondershausen ist eher als eigener Block zu betrachten, der ihr aber durchaus zugetan sein könnte (weil sich sowohl Hochwind als auch der Stadtrat eher durch Realo-Politik beschreiben lassen).
Der Ortsverband der SPD Sondershausen hingegen ist eher das Gegenteil - im Vorstand sitzen nur Überzeugungstäter, die der Realo-Politik Hochwinds wenig abgewinnen können, dazu kommen die privaten Probleme des Vorsitzenden.

In Summe: von der CDU nicht akzeptiert, weil sie der SPD angehört und sie die CDU gleich zu Beginn heftig gegen die Wand hat laufen lassen. Die SPD im Kreistag ist ihr auch nicht zwingend zugetan. Die SPD im größten Ortsverband ist für sie zwar nicht so ausschlaggebend, aber dürfte ihr auch nicht zugerechnet werden.

Und dem Wunsch die FDP zu lassen ist, wo sie ist, kann ich mich nur anschließen. Zu recht ist sie in der Versenkung verschwunden und dort sollte sie auch bleiben - eine überflüssige Partei (und das sagt jemand, der früher FDP-Wähler war).
geloescht.20250302
18.06.2016, 19:56 Uhr
Zu erwähnen...
...bleibt noch die Verflechtung der in der Hauptstraße ansässigen Tageszeitung unter der damaligen lokalen Chefredakteurin mit den führenden SPD-Damen.

Und damit auch entsprechende Wahlpropaganda. Viele Leser, die Stein und Bein auf ihre so genannte "Heimatzeitung" schworen, wussten nicht, dass der Mutterkonzern in NRW schon immer sozialdemokratisch geprägt war.
Mueller13
18.06.2016, 20:49 Uhr
Tenor links
Ich halte die meisten Redakteure für links (nicht nur die in der Hauptstrasse). Aktuell sind parteipolitische Verflechtungen jeder Art in der Redaktion aber ausgeschlossen (meine Meinung), auch wenn ich davon ausgehe, dass man linke Weltanschauungen vertritt - aber das ist eher ein Problem unserer Zeit.
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