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Mo, 09:59 Uhr
04.07.2016
Kinder-Riegel und andere Leckereien

Erneut krebsverdächtige Mineralöle in Schokolade

Schokolade von Ferrero, Lindt und Rübezahl enthält gesundheitsgefährdende Mineralöle. Das ist das Ergebnis eines Labortests der Verbraucherorganisation foodwatch...

Produktabbildung (Foto: foodwatch) Produktabbildung (Foto: foodwatch)
Demnach sind Ferreros "Kinder Riegel", Lindts "Fioretto Nougat Minis" und die "Sun Rice Classic Schoko Happen" der Firma Rübezahl mit sogenannten aromatischen Mineralölen (MOAH) verunreinigt. Diese können Krebs auslösen und das menschliche Erbgut schädigen. foodwatch hatte die betroffenen Hersteller im Vorfeld über die Testergebnisse informiert und einen öffentlichen Rückruf gefordert. Diese weigerten sich jedoch, die Produkte aus dem Verkauf zu nehmen.

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"Die Hersteller handeln grob fahrlässig. Statt die gefährlichen Süßigkeiten aus den Regalen zu räumen und die Verbraucher zu warnen, reden sie sich damit raus, es sei alles ganz legal - dabei verhindern sie selbst seit Jahren überfällige Grenzwerte", sagte Johannes Heeg von foodwatch.

Dem Bundesverband der Süßwarenindustrie (BDSI), zu dem auch Ferrero, Lindt und Rübezahl gehören, ist das Problem um die gesundheitsgefährdenden Mineralöle seit mehreren Jahren bekannt. Der Verband verweist in einer öffentlichen Stellungnahme zum wiederholten Mal auf angeblich erfolgreiche "Forschungsinitiativen und Qualitätsmanagementmaßnahmen", um die gefährlichen Substanzen in Lebensmitteln zu verringern. Der Verzehr von Schokolade, die mit aromatischen Mineralölen verunreinigt ist, sei "unbedenklich", heißt es von dem Verband.

Laut der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) wirken aromatische Mineralöle in Lebensmitteln jedoch erbgutschädigend, unabhängig von der Menge. Auch das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) ist der Ansicht, dass aufgrund des krebserzeugenden Potenzials kein nachweisbarer Übergang dieser Mineralöle auf Lebensmittel stattfinden sollte.

foodwatch testete insgesamt 20 Schokoladen-Produkte und Chips auf schädliche Mineralöle. Neben den drei krebsverdächtigen Schokoladen enthielten zahlreiche Produkte gesättigte Mineralöle (MOSH). MOSH können sich im menschlichen Körper anreichern und langfristig die Organe schädigen. Besonders Kinder sind gefährdet: Laut EFSA sind diese stärker mit Mineralölen belastet als Erwachsene.

Am schlechtesten hat der "Kinder-Riegel" von Ferrero im foodwatch-Test abgeschnitten. Sowohl bei gesättigten Mineralölen (MOSH) als auch bei den krebsverdächtigen, erbgutschädigenden aromatischen Mineralölen (MOAH) waren die Werte am höchsten. Der "Kinder-Riegel" ist in Deutschland einer der meist verkauften Schoko-Riegel.

"Wieder und wieder werden bei Labortests gefährliche Mineralöle in Lebensmitteln nachgewiesen. Wieder und wieder reagieren die Hersteller mit Ausreden. Doch bisher gibt Bundesernährungsminister Christian Schmidt lediglich zu, dass es ein Problem gibt. Die Lösung, nämlich sichere Grenzwerte für Mineralölverunreinigungen, bleibt er den Verbraucherinnen und Verbrauchern immer noch schuldig", kritisierte Johannes Heeg.

foodwatch fordert daher strikte Höchstwerte für gesättigte Mineralöle (MOSH) in Lebensmitteln und eine Null-Toleranz für die besonders kritischen aromatischen Mineralöle (MOAH). Zudem müssen Lebensmittel durch schützende Barrieren vor dem Übergang von Mineralölen aus Altpapierverpackungen geschützt werden. Solange es keine europäische Regelung gibt, sei die Bundesregierung in der Pflicht ein nationales Gesetz zu beschließen.

Bereits vor Ostern fand foodwatch in einem Labortest aromatische Mineralöle in 8 von 20 Schokoladen-Osterhasen. Betroffen waren preisgünstige Osterhasen von Lidl, Penny und Aldi Nord, aber auch teure Markenprodukte, etwa von Lindt, Feodora und Niederegger. In Bayern fanden die Behörden Ende des vergangenen Jahres in der Schokolade mehrerer Adventskalender gefährliche Mineralöl-Verunreinigungen.

Mineralöle können auf verschiedenen Wegen in Schokolade gelangen. Zum Beispiel über für den Transport der Kakaobohnen verwendete Jutesäcke, die mit Mineralölen behandelt werden; über in der Produktion verwendete Maschinenöle oder über Abgase aus Industrie und Verkehr. Eine häufige Quelle sind zudem Altpapier-Verpackungen. Altpapier enthält neben mineralölhaltigen Druckfarben bis zu 250 weitere Chemikalien, die auf das Lebensmittel übergehen können, falls Recycling-Kartons als Lebensmittel-Verpackung, beim Transport oder bei der Lagerung der Rohwaren zum Einsatz kommen.
Autor: nnz

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Kommentare
free Gigi
04.07.2016, 10:44 Uhr
eckelhaft und gewissenlos
den Menschen die so etwas in Umlauf bringen, sollte man das direkt mal vorsetzen. Am besten dauerhaft und unter Aufsicht der allg. Bevölkerung!!!
Frank1966
04.07.2016, 17:37 Uhr
Christian Schmidt - eine weitere Pfeife
Minister für Ernährung und Landwirtschafdt.
Leider ist dieser Tro...l nicht annähernd so flink, wie sein Ministerkollege Maas, welcher hinten jedem Furz die Nazi's vermutet.

Denen müsste man diesen Dreck verabreichen, bis sie reines Öl pinkeln.
Glyphosat hat es doch wieder bewiesen, die Bevölkerung ist denen schei....egal. So lange wir Idioten brav Steuern zahlen, jede Gebühr (GEZ) entrichten und ja kein Referendum anstrengen, ist doch alles gut und die machen weiter wie bisher.

"Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, ob was passiert. Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter. (1999)" Zitat - Jean Claude Juncker

Ich nenne ihn einen Betrüger.
geloescht.20250302
04.07.2016, 20:02 Uhr
Quotenposten
Mehr als das stellt dieses Ministerium nicht dar. Irgendwer muss für für den Koalitionsfrieden irgendwohin delegiert werden.

Früher hieß es, dorthin, wo sie/er keinen Schaden anrichten kann. Heute spielt es keine Rolle, wenn die Person das Wahlvolk vergiften lässt. Die dankbaren Nachfolger und Ersatzbürger sind doch schon da oder auf dem Weg zu uns.

Ilse Aigner war als Pferdefleisch-Lasagne-Ministerin auch so eine Kandidatin für den Nobelpreis für Vertuschung und Unfähigkeit.
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