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Mi, 09:09 Uhr
13.07.2016

„Pferdebesuch auf der Palliativstation“

Therapiepferd „Betty“ sorgt für besondere Freude. Auch Pferde sind als Therapietiere geeignet, trotz ihrer Größe, wie dieser Fall zeigt...

Als das Therapiepferd „Betty“ an der Leine von Besitzerin Jana Koberg auf dem Gelände des Klinikums Links der Weser spazierte, zog es viele Blicke nach sich.

Sehnsüchtig wurde sie bereits von Patienten der Palliativstation erwartet, die z.T. mit ihren Betten auf die Terrassen geschoben wurden, um das Pferd zu Füttern und zu streicheln. Als Betty die Terrassen der Palliativstation erreichte, fingen die Augen der schwerst- und sterbenskranken Patienten an zu leuchten und stellte die Gedanken der persönlichen Betroffenheit weit in den Hintergrund.

„Pferdebesuch auf der Palliativstation“ (Foto: Privat) „Pferdebesuch auf der Palliativstation“ (Foto: Privat)

„Oh, wie ist das Toll. Ich kann es kaum glauben, wenn das mein Sohn noch sehen würde…“ sagte eine Patientin mit leiser und gebrochener Stimme.
„Ich möchte Betty so gerne ein paar Möhren aus meiner Hand geben und schaffe es aber nicht ohne Hilfe“. „Das schaffen wir, ich helfe Ihnen sehr gern“, sagte Schwester B. und nahm sie vorsichtig an der Hand.

Als die Möhre in der Hand der Patientin lag, nahm Betty mit äußerster Vorsicht das Angebot an und schnippte sich mit den Lippen die Möhre und ergaunerte ein paar Streicheleinheiten.


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Aber auch für Herrn R. der vor kaum mehr als drei Jahren in Deutschland angekommen- und bereits mit seinen fast dreißig Jahren am Lebensende ist, war das Treffen von besonderer Bedeutung. Ihm war es ein großer Wunsch, noch einmal intensiv mit einem Pferd zu kommunizieren, es zu berühren und zu Füttern. Als Betty bei ihm Stand liefen ihm Freudentränen den Wangen herunter und kurz danach auch bei den anwesenden Pflegefachkräften die mit viel Herz und Engagement für ihre Patienten da sind.

Ermöglicht wurde dieses einmalige Erlebnis durch seine ambulante Hospizbegleitung, die sich an Mark Castens aus Ovelgönne von der Infinitas-Kay-Stiftung wandte.

„Ich bin froh, dass wir in weniger als 24 Stunden nach Erhalt der Wunschanfrage, diesen Wunsch mit so großartiger Unterstützung umsetzen- und für Freude sorgen konnten. Uns ist klar, wenn uns Wünsche von Schwerstkranken erreichen, dass wir einen Wettlauf gegen die Zeit bestreiten und alles Erdenkliche tun, damit die Betroffenen, deren Angehörigen und andere Beteiligten, einen erfüllten Wunsch erleben.“, so Mark Castens, der dies rein Ehrenamtlich ausübt.

Die letzten Schritte eines Menschen sollten so gut behütet begleitet werden, wie die ersten.

Damit auch weiterhin Wünsche wahr werden können, ist die Infinitas-Kay-Stiftung auf Spenden angewiesen.

Mehr unter www.Ein-letzter-Wunsch.de oder auf Facebook unter „Ein letzter Wunsch“.
Autor: khh

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