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Fr, 10:45 Uhr
15.07.2016
Greenpeace zu CETA

Bundestag droht übergangen zu werden

Gegen das undemokratische Verfahren beim kanadisch-europäischen Handelsabkommen CETA demonstrieren Greenpeace–Aktivisten in der Nacht zum Freitag am Wirtschaftsministerium in Berlin. Die Forderung „Umgehen Sie nicht das Parlament, Herr Gabriel”, projizieren die Umweltschützer in großen Leuchtbuchstaben auf die Fassade...

Angeleuchtet (Foto: Daniel Müller/Greenpeace) Angeleuchtet (Foto: Daniel Müller/Greenpeace)
Der heute in Brüssel tagende Handelsausschuss des EU-Rats, zu dem auch Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) einen deutschen Vertreter entsendet, soll auf Antrag der EU Kommission eine vorläufige Anwendung des Abkommens empfehlen.

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Das beschließende Gremium, der EU-Rat, ist bislang stets den Empfehlungen des Handelsausschusses gefolgt. Damit würde CETA in Kraft treten, ohne dass zuvor das deutsche Parlament und der Bundesrat zugestimmt hätten. Dies hatte Gabriel zuletzt zugesichert. „Gabriel muss jetzt Wort halten und dafür sorgen, dass sich Deutschland heute im Handelsausschuss gegen die vorläufige Anwendung von CETA ausspricht und diese verhindert“, so Christoph von Lieven, Greenpeace-Sprecher.

Der fertig verhandelte CETA-Vertrag gilt als Blaupause des noch umfangreicheren TTIP-Abkommens mit den USA. Beide drohen die hohen Standards für Umwelt-, Klima-, und Verbraucherschutz deutlich zu schwächen. „Europa und Nordamerika müssen die Chance nutzen und den künftigen Welthandel sozial gerecht und ökologisch verantwortlich gestalten. Mit CETA und TTIP kann das nicht gelingen. Die Bundesregierung muss dafür kämpfen, dass Handelsabkommen die großen Herausforderungen wie den Klimawandel oder soziale Ungerechtigkeit angehen. Hier müssen Europa und Nordamerika zeigen, dass sie mehr sind als die kurzsichtigen Erfüllungsgehilfen mächtiger Industrien“, so Lieven.

Vorläufige Anwendung würde für Jahre gelten

Sollte heute die vorläufige Anwendung empfohlen werden, wäre CETA kaum noch aufzuhalten. Die Ratifizierung durch die nationalen Parlamente könnte Jahre dauern, in denen das Abkommen längst angewendet wird. Wie dauerhaft eine vorläufige Anwendung sein kann, zeigt das EU-Handelsabkommen mit Südkorea. Viereinhalb Jahre war es in Kraft, bevor die Entscheidung aller Volksvertretungen vorlag. Auch ein Rechtsgutachten im Auftrag des Bundestags stellt fest: Wenn die vorläufige Anwendung beschlossen wird, ändert auch ein späteres Nein des Bundestages oder Bundesrats nichts mehr an der völkerrechtlichen Verbindlichkeit.
Autor: nnz

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Kommentare
tuco
15.07.2016, 11:53 Uhr
Nicht nur dort
würde der Bundestag übergangen werden.
Auch nach dem neuen "Weissbuch" (!) droht der Paralamentsvorbehalt bei künftigen "Erfordernissen", die ein unverzügliches Eingreifen notwendig machen obsolet zu werden.
Das war's dann mit der Demokratie.
Bundeswehr im Innern? - papelapapp!
Nach dem Motto: Was kümmern uns die Prinzipien aus vergangenen Zeiten...
Nee, nee, Freunde, der Spaß ist vorbei!

Mal sehn, was sie jetzt wieder nach Nizza aus dem Hut ziehen.
Dass der Terror irgendwann aus dem Ländern zurückkommt, war nur eine Frage der Zeit.
Man kann als ehemalige oder immer-noch-Kolonialmacht nicht einfach Raubbau betreiben und sich dann wundern das daraus ein Bummerang wird.
Frankreich mit mehr als 60 Atomkraftwerken ist auf Uranoxid angewiesen. Das kann man nicht einfach mal so weglassen, es muss ständig verfügbar sein.
Also muss man eben Mali "unsere Demokratie" beibringen...
Real Human
15.07.2016, 14:21 Uhr
@ tuco, ich befürchte, Sie haben Recht!
Zwischen den Geheimaktivitäten der Supergeldeliten und der Amokfahrt von Nizza könnte durchaus ein Zusammenhang bestehen – vorsichtig formuliert! Nur „natürliche“ humanoide Roboter werden solche Zusammenhänge – gemäß ihrer Natur – nicht herstellen können.

Das heuchlerische von Betroffenheit triefende Gesäusel in den öffentlichen Verlautbarungen der Mainstream-Politiker sagt schon alles. Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD!) weiß genau, was er angeblich tun „muss“. In Sonntagsreden schwafelt der Mann von Sozialer Gerechtigkeit, wenn es aber ans Eingemachte (seinen Posten) geht, gibt er gern seine Verantwortung als Volksvertreter an den internationalen Geldadel ab.

Wie wäre es mal mit einem internationalen Abkommen zu einer weltweiten ERBSCHAFTSFLATRATE zugunsten der Gemeinwesen? Z.B. 500.000 Euro für jeweils maximal 4 Erben sollten für diese doch ein mehr als gut bemessenes Startkapital sein!? Zu einem weltweiten Grundeinkommen will ich mich lieber zurückhalten.

Auch z.B. zu http://www.nw.de/multimedia/fotos/fotostrecken/20855158_Lastwagen-Attacke-in-Nizza.html Bild 8 der Bildstrecke mache ich mir so meine kreativen Gedanken, behalte sie aber lieber für mich.

Und was würde eigentlich unsere Geistlichkeit zum Thema „Soziale Gerechtigkeit“ schreiben? Eine mögliche Antwort findet der interessierte Leser im heutigen „Lichtblick“. Weil Kommentieren mal wieder „hierzu nicht möglich“ ist, nutze ich die Freiheit zu zitieren:

„Ich denke, unsere Leben ist ähnlich einer Schaukel, mal kribbelt es und mal fällt man auf die Nase. Mal macht es Spaß und mal macht es Angst. Mal geht alles glatt und mal muss man nach sicherem Halt suchen. Der aller sicherste Halt ist Gott selbst. Mit Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist in einem, verbirgt er sich im Prinzip auch hinter jedem ‚Aller guten Dinge sind: drei!‘. Er verändert sich nicht. Er ist derselbe durch alle Zeiten. Er war schon mit unseren Eltern und mit uns auf dem Schulweg und dem Weg des Lebens unterwegs. Wir können uns daran festhalten, dass Gott auf allen Wegen bei uns ist. Auch wenn mal nicht alles gut läuft. Gott ist bei mir. Er begleitet mich und trägt mich, wenn mir die Kraft und der Mut fehlen. Mögen unsere Kinder und wir begleitet und behütet sein auf den Wegen, die noch zu gehen sind.“ (http://www.nnz-online.de/news/news_lang.php?ArtNr=194129 )

Wer Gott vertraut, brav um sich haut, dem wird es stets gelingen!
(Karlheinz Deschner aus http://www.humanist.de/zitate/mach.html)
geloescht.20250302
15.07.2016, 19:56 Uhr
Zitat Abraham Lincoln
"Man kann einen Teil des Volkes die ganze Zeit täuschen und das ganze Volk einen Teil der Zeit. Aber man kann nicht das gesamte Volk die ganze Zeit täuschen."

Ich habe nicht das Bedürfnis, wieder als Verschwörungstheoretiker beschimpft zu werden.

Aber ich möchte allen, die Orwell und Huxley gelesen haben, ""Fahrenheit 451" von Ray Bradbury nahelegen.
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