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Fr, 07:00 Uhr
29.07.2016
Lichtblick

Ein Ausflug in den Garten

Für manche ist das ein kleiner Urlaub. Für manche aber auch eine Strafe. Unkraut jäten macht nicht jedem Spaß. Aber in der Abenddämmerung gemütlich auf der Gartenbank zu sitzen, ist doch für fast alle eine Erholung. Da kommt man manchmal ins Grübeln über Gott und die Welt...


Wahrlich, zwischen einem Garten und Gott und dem Glauben besteht eine nicht ganz offensichtliche Verbindung. Natürlich wird in der Bibel oft von einem Garten oder der Arbeit im Garten berichtet. Ganz am Anfang schafft Gott das Paradies, also einen Garten, der für die Menschen ein Zuhause sein soll. Jesus verwendet das Bild vom Garten immer wieder, um den Menschen verschiedenen Dinge über den Glauben verständlich zu machen. Auf einen ähnlichen Ausflug in den Garten nehme ich Sie jetzt mit.

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Auffällig in vielen Gärten ist die Ordnung. Da hat alles seinen Platz. Wege, Beete und Reihen sind schön gerade angelegt. Selbst wenn man lieber einen Öko-Garten oder eine Bienen- und Schmetterlingsweide hat, so ergibt sich ganz automatisch eine ganz eigene Ordnung. Das ist für mich eine erste Verbindung zwischen einem Garten und dem Glauben. Im Ganzen eine Ordnung zu entdecken. Auch wenn mal alles chaotisch ist, dann bietet der Glaube eine gewisse Ordnung im Leben.

Eine solche Ordnung findet sich nach außen auch durch den Zaun. Er bietet Schutz vor unliebsamen Eindringlingen. Manchmal findet sich auch ein Extra-Zaun um ganz junge Pflanzen, um sie vor Verbiss oder den Rasenmäher zu schützen. Für mich ist der Zaun auch ein Symbol für den Glauben, weil ich mich auf den Schutz Gottes verlassen kann. Das Beginnt mit der Taufe und geht über den Tod hinaus. Aber der Schutzraum ist somit abgesteckt.

Dieser Schutzraum muss allerdings wie ein Garten auch beackert werden, sonst verwildert er. Das beste Zeichen dafür ist der Spaten. Es macht gleichzeitig deutlich, wie schwierig und kräftezehrend das Beackern manchmal sein kann. Aber es weiß auch jeder, dass man ab und an umgraben und Nährstoffe eingraben muss, damit der Boden nicht völlig auslaugt und keine Früchte mehr bringt. Ich finde, mit dem Glauben ist das ganz ähnlich. Manchmal muss man da ziemlich hart dran arbeiten, damit er wieder Früchte trägt, denn dafür sind ein Garten und der Glaube angelegt.

Neben vielen weiteren Dingen im Garten ist mir noch eines wichtig: ein Gartenstuhl. Ein klares Zeichen dafür, nicht nur zu arbeiten, sondern den Garten auch zu genießen. Gleiches gilt für den Glauben. Ihn zu genießen und sich an der Ordnung, dem Wachsen, den Früchten und der Ruhe zu erfreuen. Man erlebt, dass man nicht so eingeengt lebt, wenn man einen schönen Garten hat.
Pastorin Steffi Wiegleb

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Autor: nnz

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