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Mi, 07:02 Uhr
03.08.2016
Interview mit Vragel da Silva

In Cottbus ein Idol, in Neugersdorf erfolgreich

Am Freitag kommt der FCO Neugersdorf zum Flutlicht-Spitzenspiel nach Nordhausen. Angeführt werden die Oberlausitzer vom Brasilianer Vragel da Silva. Für die nnz online sprach Olaf Schulze vor der Partie...


Der gebürtige Brasilianer Vragel da Silva, verheiratet (1 Tochter) kam im Jahre 2000 als Spieler über Dänemark in die 2. Bundesliga zum KSC und schloss sich 2001 dem FC Energie Cottbus an. Hier blieb er als Spieler und Jugendtrainer und coachte von 2013 bis 2015 die U23 der Lausitzer. Seit letzter Saison ist er Cheftrainer beim Regionalligisten FC Oberlausitz und spielte mit den Sachsen als Neuling im letzten Jahr eine überragende Saison.

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nnz: Ihr Team hat das Auftaktmatch souverän gewonnen. Wie zufrieden waren Sie mit der Leistung Ihrer Jungs und sind sie schon bei einhundert Prozent Leistungsfähigkeit?

V. da Silva: Mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden, habe aber noch einige Probleme bei meinen Spielern gesehen. Speziell das Umschaltspiel hat mir noch nicht gefallen. Wir waren dominant, aber für unsere Ansprüche war es noch zu wenig. Es gibt noch Steigerungsbedarf.

nnz: Herr da Silva, vor Jahresfrist schoss ihr Team das erste Flutlicht-Tor überhaupt in Nordhausen. Am Ende gingen sie als Verlierer vom Platz. Warum wird das am Freitag anders?

V. da Silva: Weil wir dieses Mal in den entscheidenden fünf Minuten besser aufpassen werden. Damals haben wir gut gespielt und dann durch zwei Schlafeinlagen das Match noch verloren. Ich wünsche mir, dass wir zukünftig einen Vorsprung auch bis zum Schlusspfiff halten.

nnz: Vor der Saison benannten Sie den BAK, Cottbus und Jena als Favoriten. Was haben Sie gegen Wacker? Warum trauen Sie uns den Staffelsieg nicht zu?

V. da Silva: Als ich das sagte, war der Kader in Nordhausen erst im Aufbau und ich ahnte nicht, welche Qualität der bekommt. Die großen Traditionsvereine sind immer favorisiert und der BAK war letzte Saison sehr stark. Aber mit den Leuten, die Wacker als Spieler und Verantwortliche geholt hat, sind sie auf jeden Fall vorne mit dabei.

da silva (Foto: fco) da silva (Foto: fco) nnz: Sie hatten die Abgänge einiger Leistungsträger zu verschmerzen. Wie können Sie die kompensieren und wie sieht die Zusammenarbeit mit tschechischen Vereinen im Grenzgebiet konkret aus?

V. da Silva: Die Abgänge sind nur schwer zu kompensieren, besonders Nemec und Nezmar. Aber Jan Nezmar hilft uns als Sportdirektor bei Slovan Liberec weiterhin. Als kleiner Verein sind wir auf junge Spieler angewiesen, gestandene Profis kommen nicht nach Neugersdorf. Aber mit Dresden und Cottbus haben wir gute Ausbildungsstätten in der Nähe.

nnz: Die Liga scheint deutlich zweigeteilt zu sein in Aufstiegs- und Abstiegskandidaten. Nur wenige Vereine wie der Ihre lassen sich da nicht zuordnen. Sie sagten, Ihr Ziel sei es, nicht abzusteigen. Ist das nicht etwas zu tief gestapelt?

V. da Silva: Das ist das erste Ziel für jeden Verein. Wir wollen so schnell wie möglich mit dem Abstieg nichts zu tun haben und nicht den dritten vor dem ersten Schritt machen. Aber im Hinterkopf steckt schon der Wunsch, sich am Ende weiter in der Tabelle zu verbessern.

nnz: Wo steht der FCO in fünf Jahren und sind Sie dann noch der Trainer?

V. da Silva: In fünf Jahren stehen wir hoffentlich in der dritten Liga. Hier werden gerade die Strukturen aufgebaut, um in 3-4 Jahren oben anzugreifen. Wir wollen uns kontinuierlich entwickeln und auch die U23 und die U19 weiter nach oben führen. Und ich bin hoffentlich noch dabei.
Das Gespräch führte Olaf Schulze
Autor: nnz

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Kommentare
Flitzpiepe
03.08.2016, 09:18 Uhr
Ganz Mitteldeutschland
schüttelt mit dem Kopf, dass Wacker in die 3. Liga will. Ohne geeignete Spielstätte.
Und nun will das sogar Neugersdorf!
Was ist nur los im Fußball?
Oder war das Satire von da Silva?
Gemeindediener
03.08.2016, 10:54 Uhr
Neugersdorf ?
Herr da Silva meint bestimmt die 3.Liga in der Tschechei ?
NDHler
03.08.2016, 12:09 Uhr
Flitzpiepe
Ne Ne, dass ist keine Satire! Ds ist deren erklärtes Ziel!
free Gigi
03.08.2016, 12:55 Uhr
jaja, jeder will...
irgendetwas aber ob er es auch bekommt bzw ob es auch klappt... :-)
milfhunter
03.08.2016, 15:00 Uhr
eine bereicherung für den fußball!
ich verstehe diese zynischen kommentare nicht. die einen finden es lachhaft, dass nordhausen in die 3. liga will und die anderen finden es lachhaft, dass neugersdorf dasselbe ziel hat. warum denn auch nicht? die west-vereine hatten jahrzehnte lang zeit, sich im profifußball zu behaupten, professionelle strukturen aufzubauen und erfolge zu feiern. die ost-vereine werden dagegen immer noch wie dumme schuljungen belächelt.

diese arroganz hat elversberg und offenbach in den relegationsspielen 2016 und 2015 das genick gebrochen. elversberg war sogar so hochmütig, dass es absichtlich am letzten spieltag verloren hat, um als tabellenzweiter gegen den vermeindlich schwächeren gegner aus der rl nordost (fsv zwickau) spielen zu können. am ende der saison wird eine mannschaft aus unserem sendegebiet oben stehen und dann sollten wir alle solidarisch sein. jede mannschaft aus dem osten, die in die 3. liga aufsteigt, ist eine bereicherung für den fußball!
Flitzpiepe
03.08.2016, 15:31 Uhr
Es reicht aber nicht
eine Mannschaft zu haben, die das Potenzial hat in die 3. Liga aufzusteigen. Das Umfeld muss auch drittligareif sein. Und das sehe ich außer bei Cottbus und Babelsberg bei keinem anderen Regionalliga-Verein.

Es scheint mir sogar, dass es politisch und vom DFB gar nicht gewollt ist, dass kleinere Vereine da oben mitmischen. Es sei denn sie bringen VIEL Geld mit. Selbst die Stimmung von außen gegen Wacker kippt bereits. Da wird man schon als kleines RB Leipzig beschimpft.

Was ist eigentlich aus den beantragten Drittligalizenzen für Wacker aus den letzten beiden Jahren geworden? Hätte man die überhaupt bekommen? Zwickau hatte echt das Glück mit Elversberg und dass ihr Stadionneubau genau jetzt fertig wird.
Momentmal
03.08.2016, 18:29 Uhr
kleine Vereine-große Vereine
Glaube nicht,daß der DFB was gegen aufstrebende Ambitionen kleinerer Vereine hat, im Gegenteil, es dürfte ganz recht sein, daß viele Traditionsmannschaften sich in unterschiedlichen Ligen bis zur 5.ten tummeln, die Zahl der Risikospiele bleibt so in jeder Liga überschaubar. Nur mal als Bsp, in der 3.Liga würden jetzt auch Jena und Chemie Leipzig mitmischen. Dann doch schon lieber Neugersdorf,oder meinetwegen auch Wacker
RWE
04.08.2016, 14:30 Uhr
Wer die sportlichen und wirtschaftlichen Vorraussetzungen erfüllt
darf überall aufsteigen. Daß man zum Beispiel in Rostock daheim lieber gegen Cottbus oder J..a spielen würde sollte auch jedem klar sein.
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