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Mi, 10:10 Uhr
03.08.2016
Ein Blick in die Statistik

Plus 232,1 %

Am 31.12.2015 erhielten in Thüringen 28.401 Personen Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz in Form von Regelleistungen. Das waren nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik 19 849 Personen bzw. 232,1 Prozent mehr als am Ende des Jahres zuvor...

Fast drei Viertel der Regelleistungsempfänger stammte aus Asien (71,0Prozent bzw. 20 163 Personen).

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Im Vorjahresvergleich ist das ein Plus von 17 114 Personen. Von den asiatischen Leistungsempfängern besaßen mehr als jeder Zweite die syrische Staatsangehörigkeit (52,2 Prozent bzw. 10 532 Personen). 5 545 Personen stammten aus Afghanistan (27,5 Prozent) und 3 612 Personen aus dem Irak (17,9 Prozent).

Knapp jeder vierte Regelleistungsempfänger stammte aus Europa (22,4 Prozent bzw. 6 368 Personen). Gegenüber dem 31.12.2014 ist das ein Plus von 49,5 Prozent bzw. 2 109 Personen. Darunter besaßen 3 073 Personen die serbische, die kosovarische oder die montenegrinische Staatsangehörigkeit oder die eines der Vorgängerstaaten (Jugoslawien bzw. Serbien und Montenegro). Weitere 1 751 Personen waren im Besitz eines albanischen Passes. Nur jeder Zwanzigste kam aus Afrika.

Im Vorjahresvergleich ist die Zahl um 58,1 Prozent (bzw. 551 Personen) auf 1 499 Regelleistungsempfänger gestiegen. Darunter stammten 1 000 Personen aus Eritrea (66,7 Prozent), weitere 420 aus Somalia (28,0 Prozent).
Fast sieben von zehn Leistungsempfängern waren männlich. Das Durchschnittsalter der Leistungs- empfänger am Jahresende 2015 sank im Vergleich zum 31.12.2014 von 24,2 Jahre auf 22,8 Jahre.

Knapp 30 Prozent der Asylbewerber (28,4 Prozent) waren Kinder im Alter von unter 15 Jahren und etwa ein Sechstel Jugendliche im Alter von 15 und unter 21 Jahren (17,7 Prozent). Die Hälfte aller Regelleistungsempfänger (50,3 Prozent) befand sich im Alter von 21 bis unter 50 Jahren und nur 3,7 Prozent der Asylbewerber am 31.12.2015 hatten das 50. Lebensjahr bereits vollendet. Ende 2015 besaßen 85,1 Prozent bzw. 24 172 Regelleistungsempfänger bezüglich des aufenthalts- rechtlichen Status eine Aufenthaltsgestattung.

Mehr als jeder Vierte (26,8 Prozent) war in einer Aufnahmeeinrichtung untergebracht. Dezentral (z. B. in einer eigenen Wohnung) lebten 43,2 Prozent, 29,9 Prozent in Gemeinschaftsunterkünften. Im Jahr 2015 wurden 97,8Millionen Euro für Asylbewerberleistungen verausgabt. Das waren 53,2 Millionen Euro bzw. 119,1 Prozent mehr als im Jahr 2014.
Autor: red

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Kommentare
Andreas Dittmar
03.08.2016, 11:37 Uhr
Zahlenspiele
Zumal bei mir generell die Alarmglocken klingeln, wenn Prozentrechnung Zahlen oberhalb der 100 erzeugt, muß man sich wirklich über die Asylpraxis in diesem Land Gedanken machen. Wenn man im Hinterkopf hat, das es sich hier um politisches Asyl handeln soll, frage ich mich, warum sich gerade der Anteil der europäischen Asylberechtigten um 49,5 % erhöht bzw. fast verdoppelt hat. Auch Menschen die aus Afghanistan, Eritrea und Somalia kommen, machen keinen soooo geringen Anteil aus. Auch der männliche Anteil von 70 % und das Durchschittsalter von 22,8 Jahren sprechen eine mehr als deutliche Sprache. Anstatt hier Geld zu verschenken, sollte man vielleicht mal damit beginnen diese Leute zu motivieren, zuhause etwas zu verändern und Perspektiven schaffen auch dort zu bleiben.
eduf
03.08.2016, 13:35 Uhr
Richtig gerechnet?
Kurz zu den im letzten Absatz genannten Steigerungen. Wenn in 2015 insgesamt 97,8 Millionen Euro ausgegeben wurden und die Summe die Ausgaben von 2014 um 53,2 Millionen übersteigt, waren es also in 2014 nach meiner Rechnung 44,6 Millionen Euro. Somit beträgt die Steigerung nicht 119,1 Prozent, sondern stolze 219,3 Prozent.

Südharzer 333
Flitzpiepe
03.08.2016, 14:51 Uhr
Richtig gerechnet!
Es ist eine Steigerung UM 119 % AUF 219 %.
Also alles richtig! Nur nicht ganz eindeutig geschrieben.
GuttaCavat
03.08.2016, 16:08 Uhr
@Flitzpiepe, @Süharzer333: Mathematik...
...ist unbesiegbar.

Das "Plus" ist die Differenz zwischen dem Stand vorher und dem Stand jetzt.

Dabei ist normalerweise der alte Stand mit 100% zu bewerten, da er als Grundlage für das Plus gilt. Verringert sich z.B. (als Rechenbeispiel) die Anzahl der Personen von 100 auf 80 haben wir ein Minus von 20%.

Hier hat sich der Anteil der Personen von (grob überschlagen) ca. 10 000 um ca. 19 000 auf ca. 29 000 erhöht.

An dieser Überschlagsrechnung sieht man sofort und ohne rechnen, dass das Plus ca. 200 % (mit den Überschlagszahlen genau 190%) beträgt. Hier ist wirklich wenig Raum für Diskussion der Rechenmethode.

Offenbar ist radaktionsseitig die Zahl auch schon angepasst worden.

Wichtiger (und weniger fehleranfällig) als Prozentzahlen finde ich, wie sich die Anzahl der Asylanträge im gleichen Zeitraum entwickelt hat, wie sich die Zahlen im Verhältnis zur Bevölkerung in Thüringen verhält und aus welchen Mitteln diese Leistungen bestritten werden.

Außerdem interessant finden würde ich wie viele von denen, die am 31.12.2014 Leistungen bezogen haben am 31.12.2015 noch Leistungsempfänger waren um eine Aussage über die Eingliederungseffizienz treffen zu können.

Schon sehen kann man, dass die Anzahl von versorgten Asylbewerbern von einem stark unterproportionalem Wert zu einem leicht überproportionalem Wert entwickelt hat.

Ich hätte das nicht erwartet und finde schon länger, dass man die Verteilungsschlüssel transparenter machen sollte.

Außerdem finde ich, dass Thüringen wegen des überproportionalen Zuwachses auch stärker von Bundesmitteln profitieren sollte. Woanders gab es zum Teil schon Kapazitäten, die bei uns neu geschaffen werden mussten. Außerdem ist m.E. bei der Verteilung der Mittel auch der Einkommenspiegel zu berücksichtigen. Das reiche Hamburg oder Bayern können solche Belastungen leichter aus Eigenmitteln wegstemmen als strukturschwächere Länder wie Thüringen. Insofern sind pro Kopf Pauschalen ungerecht, bzw, sollten diese an der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit bemessen werden. Ich habe keine Lust mir vom Seehofer vorhalten zu lassen, dass wir von "ihrem" Länderfinanzausgleich profitieren, wenn wir damit Asylbewerber finanzieren müssen.
geloescht.20250302
03.08.2016, 20:53 Uhr
EU-Komission
Dort möchte man den Familiennachzug erweitern. Sicherlich vorrangig nach Deutschland. Oder hat noch ein anderer europäischer Regierungschef gesagt:"Wir schaffen das!"?

Dann diskutieren unsere Mathematiker hier demnächst wahrscheinlich über vierstellige prozentuale Zuwächse ins Sozialleistungskassierungssystem ohne vorherige Einzahlungen in selbiges.
Andreas Dittmar
03.08.2016, 23:25 Uhr
Mathematik
@Südharzer333, Flitzpiepe und GuttaCavat
In Mathe und BWL macht euch so schnell keiner was vor ... Da zieh ich jetzt echt mal den Hut.
geloescht 011
04.08.2016, 10:53 Uhr
Friedensnobelpreis
Ich möchte Deutschland für den Friedensnobelpreis vorschlagen.
Das Land hat , sofort nachdem alle Probleme im eigenen Land ( Bildung, Infrastruktur, Altersarmut, Kinderarmut,Gesundheitswesen, 3 Mio Arbeitslose und und und ) gelöst waren, sich in einer Volksabstimmung für die bedingungslose Öffnung der Grenzen entschieden und sich sofort an die Rettung der Welt gemacht. Damit die Wege nicht zu lang werden , lassen wir die Weltbevölkerung zu uns kommen. ( allerdings nur den Teil, welcher sich die Überfahrt leisten kann. Der Teil der es sich nicht leisten kann muss im Dreck bleiben ).
Jetzt passt sich die gesamte Gesellschaft seinen Gästen an. Von der Nahrungsmitteln bis zu Feiertagen. Die Tagesthemen informieren über den Beginn und das Ende des Ramadans usw.
( obwohl Gast der falsche Begriff ist, denn Besuch geht ja irgendwann wieder )

Für mich ist das einen Preis wert und als Deutsche können wir das Gute sogar in Statistiken ausdrücken, die Bürokratie arbeitet wie ein " Uhrwerk " an der Erfüllung der Aufgabe von Oben und macht Syrien zum Teil von Asien.

Und alle sind Glücklich.

Was für ein Land - ein Wunderland.
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