So, 16:26 Uhr
07.08.2016
nnz-Forum
Das ist nicht gerecht
Eine Leserin der nnz erfuhr vor wenigen Tagen aus den Medien, dass das Bundeskabinett beschlossen hat, aus dem Gesundheitsfond 1,5 Milliarden Euro zur medizinischen Versorgung der Flüchtlinge im Jahr 2017 zu entnehmen. Der Gesundheitsfond wird aus dem Krankenkassenbeitrag der gesetzlich Versicherten und von Zuschüssen des Finanzministeriums gespeist...
Ich bin der Meinung, dass für diese Kosten nicht die gesetzlich Versicherten allein aufkommen müssen. Die Versorgung der Flüchtlinge, nicht nur medizinischer Natur, ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Derartige Kosten müssten steuerfinanziert sein.
Vielfach wurde von Unternehmervertretern und politischen Akteuren auf einen Fachkräftemangel hingewiesen. Jetzt kann dieser Fachkräftemangel endlich durch den Zuzug von gut ausgebildeten Flüchtlingen behoben werden. Da die Wirtschaft demnach der Hauptprofiteur ist, muss sie sich auch an den Kosten für die medizinische Versorgung beteiligen.
Die von den Krankenkassen erhobenen Zusatzbeiträge müssen von den Arbeitnehmern allein entrichtet werden. Hier werden die Arbeitgeber schon verschont. Da jetzt schon angekündigt worden ist, dass nächstes Jahr die Beiträge steigen, müssen dafür die Arbeitnehmer wieder allein aufkommen.
Warum für die Kosten der medizinischen Versorgung der Flüchtlinge nicht die privaten Krankenkassen angezapft werden, verwundert mich. Gehören doch diesen Kassen die Unternehmer und Politiker an, also der Personenkreis, der sich besonders dafür ausgesprochen hat, Flüchtlinge in großer Zahl aufnehmen zu können. Deshalb wäre es jetzt gerecht, wenn sich dieser Personenkreis auch an den Kosten für die Flüchtlinge beteiligt.
Ich kann für meine Gesunderhaltung tun was ich will, es wird einfach nicht belohnt gesund zu sein. Die Privatversicherten bekommen ihre Beiträge bei nicht krank sein wieder zurück erstattet. Der gesetzlichen Versicherte zahlt obendrein noch Zusatzbeiträge, auch wenn er nicht krank ist, heißt, das Krankheitssystem nicht in Anspruch genommen hat.
Ruth Alzschner
Autor: nnzIch bin der Meinung, dass für diese Kosten nicht die gesetzlich Versicherten allein aufkommen müssen. Die Versorgung der Flüchtlinge, nicht nur medizinischer Natur, ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Derartige Kosten müssten steuerfinanziert sein.
Vielfach wurde von Unternehmervertretern und politischen Akteuren auf einen Fachkräftemangel hingewiesen. Jetzt kann dieser Fachkräftemangel endlich durch den Zuzug von gut ausgebildeten Flüchtlingen behoben werden. Da die Wirtschaft demnach der Hauptprofiteur ist, muss sie sich auch an den Kosten für die medizinische Versorgung beteiligen.
Die von den Krankenkassen erhobenen Zusatzbeiträge müssen von den Arbeitnehmern allein entrichtet werden. Hier werden die Arbeitgeber schon verschont. Da jetzt schon angekündigt worden ist, dass nächstes Jahr die Beiträge steigen, müssen dafür die Arbeitnehmer wieder allein aufkommen.
Warum für die Kosten der medizinischen Versorgung der Flüchtlinge nicht die privaten Krankenkassen angezapft werden, verwundert mich. Gehören doch diesen Kassen die Unternehmer und Politiker an, also der Personenkreis, der sich besonders dafür ausgesprochen hat, Flüchtlinge in großer Zahl aufnehmen zu können. Deshalb wäre es jetzt gerecht, wenn sich dieser Personenkreis auch an den Kosten für die Flüchtlinge beteiligt.
Ich kann für meine Gesunderhaltung tun was ich will, es wird einfach nicht belohnt gesund zu sein. Die Privatversicherten bekommen ihre Beiträge bei nicht krank sein wieder zurück erstattet. Der gesetzlichen Versicherte zahlt obendrein noch Zusatzbeiträge, auch wenn er nicht krank ist, heißt, das Krankheitssystem nicht in Anspruch genommen hat.
Ruth Alzschner
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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