nnz-tv Nachrichten aus Nordthüringen Eichsfelder Nachrichten Mansfeld-Südharz-Zeitung neue nordäuser zeitung Unstrut-Hainich Zeitung
Sa, 16:23 Uhr
27.08.2016
Verbraucherzentrale

Marmelade oder Konfitüre?

Es gibt Fragen im Leben, die hat sich vielleicht jeder schon einmal gestellt. Grundsätzliche, essentielle Fragen. Worin genau zum Beispiel besteht eigentlich der Unterschied zwischen Marmelade und Konfitüre? Wenn jemand eine Antwort parat hat, dann die schöne weite Welt der deutschen Bürokratie...

Ob aus Erdbeeren, Himbeeren oder anderem Obst, umgangssprachlich wird jeder süße Fruchtaufstrich als Marmelade bezeichnet, meint Julia Müller, Fachberaterin für Lebensmittel und Ernährung bei der Verbraucherzentrale.

Traditionell wurde der Begriff Marmelade für Zubereitungen aus verschiedenen Früchten (Erdbeeren, Johannisbeeren, Äpfel, u.a.) verwendet. Der Unterschied zur Konfitüre bestand darin, dass in einer Marmelade keine Fruchtstücke zur erkennen waren. Heute werden die Bezeichnungen Marmelade und Konfitüre durch die Konfitüren- Verordnung geregelt. Danach ist Marmelade ein Erzeugnis aus Zitrusfrüchten, wie z. B. aus Orangen. Sie besteht aus einem oder mehreren Zitrusfrucht- Bestandteilen, wie dem Fruchtmark, der Schale oder dem Saft der jeweiligen Zitrusfrucht sowie Zucker und Wasser. Für 1 Kilogramm Marmelade müssen mindestens 200 Gramm Zitrusfrüchte verwendet werden.

Konfitüre hingegen ist eine Zubereitung aus einer oder mehreren Fruchtarten, Zucker und Wasser. Die Verordnung schreibt für verschiedene Fruchtarten einen Mindestfruchtgehalt pro 1 Kilogramm Erzeugnis vor. So muss eine Erdbeerkonfitüre aus mindestens 350 Gramm Frucht herstellt worden sein. Die zusätzliche Bezeichnung „extra“ kennzeichnet einen höheren Fruchtgehalt der Konfitüre. Demnach müssen für eine „Erdbeer- Konfitüre extra“ mindestens 450 Gramm Frucht verwendet werden. Sowohl in einer Konfitüre als auch Marmelade sind heute Fruchtstücke zu finden.

Für Fruchtaufstriche gibt es keine speziellen Rechtsvorschriften. Weder ist festgelegt; aus welchen Zutaten diese bestehen, noch welchen Fruchtanteil sie aufweisen. Für Fruchtaufstriche gelten die allgemeinen Kennzeichnungsvorschriften der Lebensmittelinformationsverordnung. Verbraucher sollten einen Blick auf die Zutatenliste werfen, um die genauen Zutaten zu erfahren.
→ Druckversion
← zum Nachrichtenüberblick

Kommentare

27.08.2016, 22.22 Uhr
tannhäuser | Armselig
Sind wir inzwischen soweit, dasa wir altkluge Ratschläge von selbst ernannten Experten brauchen?

Ach so, wir sind ja Verschwörungsidioten, wenn wir mit den Früchten aus unseren Gärten Vorräte anlegen.

Marmelade oder Konfitüre? Meine Oma hat auch eingekocht und das Zeug Gelee genannt. Das hat sowohl auf Eierkuchen als auch auf Kartoffelpuffer toll geschmeckt.

0   |  0     Login für Vote

→ Kommentare sind zu diesem Artikel nicht mehr möglich.



Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.

Wir verwenden Cookies um die Zugriffe auf unsere Website zu analysieren und geben hierzu Informationen zu Ihrer Nutzung unserer Website an Partner weiter. Mehr Informationen hierzu finden Sie im Impressum und der Datenschutzerklärung.