Mo, 19:37 Uhr
29.08.2016
Neues aus Sondershausen
Erweiterung Schweinemastanlage scheitert
Seit fast 10 Jahren schwelt nun der Streit um die Erweiterung der Schweinemastanlage Immenrode. Ist jetzt ein Ende in Sicht?...
MDR Thüringen meldete heute, mit Bezugnahme auf das Thüringer Landesverwaltungsamt, dass der Antrag der Nordhäuser Schweinemast GmbH & Co. KG die bestehende Schweinemastanlage zu erweitern abgelehnt worden sei. Das Unternehmen hatte beantragt, die Anzahl der Tiere von rund 2.000 auf 13.500 Tiere zu erhöhen. Viele Proteste hatte es dagegen gegeben. Selbst Künstler wie die Sängerin Ute Freudenberg hatte sich unter die Gegner der Erweiterung gemischt.
Der Vorwurf der Gegner bezog sich auf zu starke Nachteile für die Umwelt und Schädigung des Tourismus in der Region, besonders des nur unweit befindlichen Ferienparks Feuerkuppe auf dem Straußberg mit seinen fast 60.000 Übernachtungen pro Jahr.
Und auch das gab es. Bei der Landwirtschaftskonferenz des Kyffhäuserkreises hatte sich der damalige Minster Reinholz sich zur Äußerung hinreißen lassen als es um die Erweiterung der Schweinmastanlage Immenrode ging:
"Wen es stört, der muss halt in die Karibik ziehen oder auf die Falklandinseln - da stinkt es nicht."
Für den Ausspruch entschuldigte er sich später, machte aber auch klar,
"In der Sache bin ich allerdings weiterhin der Auffassung, dass es nicht sein kann, dass man einerseits Fleisch und Wurst gut und preisgünstig kaufen will und gleichzeitig gegen Großviehanlagen zu Felde zieht."
Erst jüngst hatte sich der Stadtrat mit dem Thema Schweinemastanlage beschäftigt. Am 23.06.2016 hatte der Stadtrat Sondershausen beschlossen, bei einer Stimmenthaltung, gemäß §§ 35 i. V. m. 36 Abs. 2 S. 1 BauGB die Versagung des gemeindlichen Einvernehmens zum Antrag der Nordhäuser Schweinemast GmbH & Co. KG auf Genehmigung einer wesentlichen Erweiterung einer Anlage zum Halten und zur getrennten Aufzucht von Schweinen am Standort Sondershausen /OT Immenrode.
Ob das allerdings das Ende der Ausbaupläne ist, kann man jetzt noch nicht sagen. Hier muss man die Reaktion des Investors abwarten.
Autor: khhMDR Thüringen meldete heute, mit Bezugnahme auf das Thüringer Landesverwaltungsamt, dass der Antrag der Nordhäuser Schweinemast GmbH & Co. KG die bestehende Schweinemastanlage zu erweitern abgelehnt worden sei. Das Unternehmen hatte beantragt, die Anzahl der Tiere von rund 2.000 auf 13.500 Tiere zu erhöhen. Viele Proteste hatte es dagegen gegeben. Selbst Künstler wie die Sängerin Ute Freudenberg hatte sich unter die Gegner der Erweiterung gemischt.
Der Vorwurf der Gegner bezog sich auf zu starke Nachteile für die Umwelt und Schädigung des Tourismus in der Region, besonders des nur unweit befindlichen Ferienparks Feuerkuppe auf dem Straußberg mit seinen fast 60.000 Übernachtungen pro Jahr.
Und auch das gab es. Bei der Landwirtschaftskonferenz des Kyffhäuserkreises hatte sich der damalige Minster Reinholz sich zur Äußerung hinreißen lassen als es um die Erweiterung der Schweinmastanlage Immenrode ging:
"Wen es stört, der muss halt in die Karibik ziehen oder auf die Falklandinseln - da stinkt es nicht."
Für den Ausspruch entschuldigte er sich später, machte aber auch klar,
"In der Sache bin ich allerdings weiterhin der Auffassung, dass es nicht sein kann, dass man einerseits Fleisch und Wurst gut und preisgünstig kaufen will und gleichzeitig gegen Großviehanlagen zu Felde zieht."
Erst jüngst hatte sich der Stadtrat mit dem Thema Schweinemastanlage beschäftigt. Am 23.06.2016 hatte der Stadtrat Sondershausen beschlossen, bei einer Stimmenthaltung, gemäß §§ 35 i. V. m. 36 Abs. 2 S. 1 BauGB die Versagung des gemeindlichen Einvernehmens zum Antrag der Nordhäuser Schweinemast GmbH & Co. KG auf Genehmigung einer wesentlichen Erweiterung einer Anlage zum Halten und zur getrennten Aufzucht von Schweinen am Standort Sondershausen /OT Immenrode.
Ob das allerdings das Ende der Ausbaupläne ist, kann man jetzt noch nicht sagen. Hier muss man die Reaktion des Investors abwarten.
