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07.09.2016
Das Sondershäuser Stadtmarketing lud ein!

Ideen ja - Und auch schon Lösungen?

Unter anderem Unternehmer/innen aus Einzelhandel, Gastronomie und Dienstleistung, Geschäftsinhaber und Vermieter waren gekommen, um über Stadtentwicklung Sondershausen und den Leerstand zu sprechen...

Immer mehr Geschäftsräume in der Hauptstraße, der GALERIE AM SCHLOSSBERG stehen leer. Ein Zustand der Sondershausen vor neue Herausforderungen stellt aber nicht nur die Stadt Sondershausen betrifft.
Die Partner im Sondershäuser Stadtmarketing, die Stadt Sondershausen, der Sondershäuser Gewerbe- und Wirtschaftsverein e. V.(SGW), der Werbering Sondershausen e. V., hatten zu dieser Veranstaltung mit Podiumsdiskussion in den Bürgersaal der Cruciskirche eingeladen und rund 55 Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren gekommen.

Ideen ja - Und auch schon Lösungen? (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Ideen ja - Und auch schon Lösungen? (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Nach einer kurzen Begrüßung durch Bürgermeister Joachim Kreyer (CDU), bei der er auch einigen Stadtratsmitglieder im Rund begrüßen durfte, ging es auch gleich ins Thema. Kritik in der Diskussion von einem Bürger, die Veranstaltung hätte schon vor 10 Jahren stattfinden müssen. Es gab auch Kritik, dass das Centermanagement der Galerie nicht dabei war und sich auch die Gastronomen rar machten, obwohl es gerade auch dort Gesprächsbedarf gäbe.

In einer sehr gelungenen und mit vielen interessanten Zahlen gespickten Präsentation hatte Markus Strunck (Wirtschaftsförderung der Stadt Sondershausen) erstmal für die zahlenmäßige Information gesorgt. Die Innenstadt, hat zur zeit bei den Geschäften einen Leerstand von 15 Prozent (Bilderalerie 1 gelb eingezeichnet). Interessant auch die Fakten, die jährliche Gewerbeabmeldung ist höher als die Gewerbeanmeldung.

Und es gehen mehr Leute mit hoher Kaufkraft aus der Stadt, dafür kommen eher Leute mit weniger Kaufkraft in die Stadt. Interessante Zahlen hatte Struck von der GfK Nürnberg (Gesellschaft für Konsumforschung. In der Kaufkraft liegt offensichtlich Sondershausen im Durchschnitt vergleichbarer ostdeutscher Städte. Aber man liegt im Durchschnitt Deutschland pro Haushalt noch deutlich zurück (siehe Bild 9)

Im gleichen Bild zusehen, interessant die durchschnittlich Kaufkraft in Sondershausen. In 2015 lag die Summe der Einzelhandelskaufkraft bei 112,3 Millionen Euro und im Einzelhandelsumsatz wurden 97,9 Millionen Euro in der Stadt ausgegeben. Wenn man den Zahlen der GfK glauben kann, dann wurden gerade mal 14,4 Millionen Euro, dann wurden gerade mal 12,8 Prozent über Internet und "Fremdeinkäufe" außerhalb der Stadt getätigt. Ist das Internet als wirklich Schuld am Leerstadt in Sondershausen. Auf die Frage ging keiner ein, aber kn stellt sie mal.

Ideen ja - Und auch schon Lösungen? (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Ideen ja - Und auch schon Lösungen? (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Dann ging es auch schnell in die Diskussion. Alle Meinungen und Ideen kann man an dieser Stelle allerdings nicht wieder geben, das würde den Rahmen des Berichts sprengen.
Eckhard Wehmeier Geschäftsführer Wippertal Immobilien GmbH: Die Öffnung der Wezelstraße für den Autoverkehr hat viele Dienstleister in die Straße geholt. Seine Befürchtung, wir werden wohl nicht alle Geschäfte in der Hauptstraße mehr füllen können.

Hardo Kendscheck (Firma Komet empirica), betreut die Stadt Sondershausen seit Jahren bei der Stadtentwicklung. Er hatte einige interessante Thesen bei gesteuert, die selbst nach der Veranstaltung für Diskussion sorgten
- Innenstadt ist mehr als Einzelhandel. Wir müssen uns von dieser Vorstellung trennen.
- Wesentlich mehr Power müsste von den Gewerbetreibenden kommen.
- Die Stadt Sondershausen macht beim Marketing zu viel. Die Ideen müssen von den Gewerbetreibenden kommen

Mehr fach klang auch an, auch bei früheren Diskussionen, war der Bau der Galerie am Schlossberg richtig? Tobias Schneegans fragte Kendscheck, hätten Sie mit den Kenntnisse von heute vor 10 Jahren die Galerie gebaut? Er erhielt ein Ja, auch wenn die Galerie im Leerstand auch ein Sorgenkind ist. Die Galerie bringt noch Käufer in die Stadt und ist zusammen mit dem Markt noch der Umstand, dass die Innenstadt besucht wird.

In diesem Zusammenhang gab es viel Lob für den Markt in Sondershausen, der exorbitant gut wäre und Käufer in die Stadt zieht. Die anwesende Marktmeisterin Heidrun Heise-Schinköth wird es wohl mit Freude gehört haben.

Immer wieder in der Diskussion das Thema Musikstadt Sondershausen. Angela Böhme von der Wirtschaftsförderung der Stadt Sondershausen verkündet, wir wollen die erlebarste Musikstadt Deutschlands werden. Für das Anlocken der Gäste nach Sondershausen sicher ein wichtiger Aspekt, aber ob damit aber die leerstehenden Geschäfte gefüllt werden?

Kendscheck regte auch an, einen Preis Pries für die drei besten Geschäftsideen für die Innenstadt auszuloben, und die Umsetzer mit einem Preis zu unterstützen.

Ideen ja - Und auch schon Lösungen? (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Ideen ja - Und auch schon Lösungen? (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Zu hohe Mietpreise in der Innenstadt für die Gewerbetreibenden? Der Vorwurf klang durch, wurde aber von der Wippertal zurückgewiesen. Und auch eine Hausbesitzer stöhnte, ich bin schon mit den Mietpreisen weit unten (3,30 Euro je Quadratmeter bei bester Ausstattung) und keiner will die Gewerberäume von rund 150 Quadratmeter!

Angela Böhme bemängelte, dass eine ganze reihe Gewerbetreibende keine oder nut unzureichende Webseiten haben, um sich den Kunden zu präsentieren. Ein Bürger bemängelte, dass in Seiten wie Google-Maps oder Here WeGo sich viele Gewerbetreibende nicht eintragen, um überhaupt in der modernen Medienwelt sich zu präsentieren.

Und so wurden auch Fragen angesprochen, sollte man das Sanierungsgebiet der Stadt verkleinern (möglich durch Stadtrat, aber sinnvoll). Es war eine muntere Diskussion, die sicher anregte, aber auch keine Lösungen präsentierte.

Angekündigt wurden Workshops für den 13. und 21. September,als auch der Stammtisch des Werberings am 4. Oktober.
Ideen ja - Und auch schon Lösungen? (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Ideen ja - Und auch schon Lösungen? (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Ideen ja - Und auch schon Lösungen? (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Ideen ja - Und auch schon Lösungen? (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Ideen ja - Und auch schon Lösungen? (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Ideen ja - Und auch schon Lösungen? (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Ideen ja - Und auch schon Lösungen? (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Ideen ja - Und auch schon Lösungen? (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Ideen ja - Und auch schon Lösungen? (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Ideen ja - Und auch schon Lösungen? (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Autor: khh

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Kommentare
Micha123
07.09.2016, 16:30 Uhr
Sondershausen will erlebarste Musikstadt Deutschlands werden
Man wird wohl langsam "wach" in Sondershausen??? Nur leider 25 Jahre zu spät.

Ich frage mich, wenn ein Herr Hardo Kendscheck (Firma Komet empirica) ... seit Jahren die Stadt Sondershausen bei der Stadtentwicklung betreut, was kostet dieser "Spaß"? Wie viel muss die Stadt dafür aufbringen?
Was bringt diese Betreuung? Da ja der Leerstand immer größer wird, so muss man diese Arbeit wirklich in Frage stellen!?!

Solche Träume - "wir wollen die erlebarste Musikstadt Deutschlands werden"... Da kann man sehen, wie entfernt die Verantwortlichen von der Realität sind.

Einig Euch einmal lieber auf Wirtschaft - dass Betriebe sich ansiedeln und Arbeitsplätze geschaffen werden! Da fängt es an und nicht am Ende der Kette.
Mehr Arbeit - mehr Geld - mehr Leute - mehr Kaufkraft - mehr Stadtbelebung - mehr Steuereinnahmen...

So sieht es aus! Und dann kann man sich Gedanken machen, wie man erlebarste Musikstadt in ganz Deutschland wird. Aber das sind Wunschträume, welche sich in dieser Welt nicht realisieren lassen.

So sind wir da, wo man ist. Sondershausen weiß seit der Wende nicht was es will. Wirtschaft? Kultur? Tourismus?
Alles verstrickt, in einem sonderbaren Sumpf aus Vettern- und Bekannten-Wirtschaft.
Sonderbares Sondershausen...
geloescht.20250302
07.09.2016, 17:51 Uhr
Musikstadt hurra!
Man munkelt, dass der Grüne Hügel alle 2 Jahre nach Sondershausen verlegt werden soll und dort natürlich auch die Wagner- Festspiele stattfinden werden.

Noch ist nicht sicher, ob es denkmalschutzrechtliche Bedenken gegen eine Vergrößerung des Achteckhauses gibt.

Als sicher gilt, dass es einen Großauftrag für eine nicht näher genannte Teppichmanufaktur in Asien gibt, die den ausreichend langen roten Teppich fertigt, der zwischen dem Hotel Thüringer Hof und dem Schlossberg ausgelegt wird.

Weitere Details werden zeitfern bekannt gegeben. Aber mit starken Einschränkungen der Lebensqualität der Einheimischen auf Grund des Überangebots an Prominenten und Medienvertretern ist zu rechnen. Um Verständnis muss nicht gebeten werden, da die Meinung der Bürger sowieso vernachlässigbar ist.
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