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Mi, 06:49 Uhr
28.09.2016
Greenpeace-Report fasst Forschungsstand zusammen

Mikroplastik belastet Fisch und Meeresfrüchte

Greenpeace veröffentlicht heute den aktuellen Forschungsstand zur Belastung von Fisch, Krusten- und Schalentieren mit Plastikpartikeln. Und der macht nicht gerade hungrig auf Fisch und Meeresfrüchte...


„Mikroplastik wirkt in der Umwelt wie ein Fremdkörper mit Giftfracht. Es enthält Schadstoffe, zum Beispiel Weichmacher und Flammschutzmittel. Gleichzeitig sammeln sich Schadstoffe aus der Umwelt an den Partikeln. Es droht die Gefahr, dass sich Mikroplastik in der Nahrungskette anreichert“, sagt Sandra Schöttner, Greenpeace-Meeresexpertin. Diese Annahme stützt der Report mit Ergebnissen aus den jüngsten Feld- und Laborstudien zur Aufnahme, Anreicherung und Auswirkungen von Mikroplastik und assoziierten Schadstoffen.

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In der Nahrungskette haben Wissenschaftler Mikroplastik längst nachgewiesen: in kleinstem Zooplankton, aber auch in kommerziell genutzten Arten wie Thunfisch, Kabeljau, Makrele sowie Miesmuscheln und Nordseegarnelen. Dort können die winzigen Plastikpartikel samt Schadstoffen sowohl physisch als auch chemisch zum Problem werden.

Sie rufen beispielsweise Entzündungsreaktionen im Darmtrakt hervor, beeinflussen die Nahrungsaufnahme oder das Fortpflanzungsverhalten der Tiere. „Bisher gibt es keine Erkenntnisse, inwieweit die Plastikpartikel auch ins Gewebe gelangen. Vorsicht ist jedoch bei Muscheln oder Garnelen geboten, die etwa vollständig verzehrt werden“, so Schöttner.

Industriell gefertigtes Mikroplastik verbieten

„Die Forschung zu Mikroplastik steckt noch immer in den Kinderschuhen – erst recht, was die möglichen Folgen für Mensch und Umwelt angeht“, so die Greenpeace-Expertin. Die unabhängige Umweltschutzorganisation fordert die Politik auf, das Vorsorgeprinzip anzuwenden, um das Risiko für Mensch und Umwelt gering zu halten. „Als ersten, einfachen Schritt sollte Umweltministerin Hendricks dem Beispiel Großbritanniens folgen und Mikroplastik in Verbrauchsgütern verbieten, die täglich ins Abwasser gelangen – das betrifft insbesondere Kosmetik-, Wasch- und Reinigungs-mittel.“

In Peelings, Shampoos und Scheuermilch dienen die Plastikkügelchen zum Beispiel als Schleif- oder Bindemittel. Die Industrie entzieht sich einem gesetzlichen Standard bisher durch individuelle Ausstiegspläne. Greenpeace hatte im Sommer die 30 größten Kosmetikhersteller weltweit auf Qualität und Stand ihrer freiwilligen Selbstverpflichtung befragt. Keine einzige erfüllte die Greenpeace-Kriterien.

Als Mikroplastik werden Plastikpartikel mit einem Durchmesser von weniger als fünf Millimetern bezeichnet. Sie entstehen entweder durch den Zerfall größeren Mülls oder werden bereits in kleiner Größe industriell hergestellt. Sie können teils ungehindert die Klärwerke passieren. Jährlich gelangen bis zu 13 Millionen Tonnen Plastikmüll allein von Land in unsere Ozeane.

Er wird biologisch nicht abgebaut, sondern zerfällt in immer kleinere Teilchen. Derzeit gibt keine verlässliche Angabe über die genaue Menge von Mikroplastik in den Ozeanen. Funde in entlegenen Gebieten wie Arktis und Antarktis belegen jedoch, dass die Verschmutzung sehr weitreichend ist.
Autor: red

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Kommentare
Franziskus
28.09.2016, 08:32 Uhr
Hier in der Nähe und es seid Ihr
Es gibt hier in der Region Angelstellen, die auch im Sommer zum baden einladen. Aber der Müll, den die Besucher hinterlassen ist erschreckend. Diese Gleichgültigkeit gegenüben der Natur scheint hier einen negativen Spitzenwert zu erreichen? So etwas habe ich in Mitteleuropa noch nie gesehen. Massenhaft Zigarettenkippen, Kronenkorken , Plastikbecher usw..
Raucher sollten ihren Aschenbecher mit an das Wasser mitnehmen und den Inhalt zu Hause entsorgen!
Nehmt bitte allen Unrat, der nicht in unsere Natur gehört, mit nach Hause!
free Gigi
28.09.2016, 09:14 Uhr
Vermüllung
nimmt immer mehr zu. Wenn man sich einmal die Autobahnauf- und Abfahrten anschaut, muss man sich wirklich wundern - Tonnen von Müll. Diese Gleichgültigkeit ist unerträglich.

Gutes Vorbild ist hier Singapur: Hier werden derartige Vergehen hart geahndet! Ich bin dafür, auch bei uns die Prügelstrafe wieder einzuführen!
Kritiker2010
28.09.2016, 10:16 Uhr
Mikroplastik-Doku auf Arte
Habe kürzlich eine interessante Doku zum Thema auf Arte gesehen, die mir doch sehr zu denken gab. Diese Dokumentation ist auch im Netz verfügbar: http://future.arte.tv/de/plastik-unseren-meeren
Flitzpiepe
28.09.2016, 11:29 Uhr
Geförderte Gleichgültigkeit
Es ist doch kein Wunder, dass es immer dreckiger wird.
Diese Gleichgültigkeit gegenüber Ordnung und Sauberkeit wird doch behördlich unterstützt.
Schaut euch doch nur mal die aktuelle Nordhäuser Stadtordnung an. Da wurden Passagen zum 'Alkoholgenuss in der Öffentlichkeit' und 'Ruhestörender Lärm' geändert bzw. ersatzlos gestrichen. Jeder kann da jetzt machen was er will, ohne dass das Ordnungsamt eine Handhabe hat.
Aber zur Art und Weise der Hausnummerierung gibt es eine halbe Seite dazu.
So sieht es aus.
marco2014
28.09.2016, 14:40 Uhr
Neustadt ein Luftkurort?!
Das Gleiche in Neustadt/Harz!
Wo man hinschaut Zigarrettenkippen.Da helfen keine Hinweisschilder,die Respektlosigkeit und Gleichgültigkeit kennt auch hier keine Grenzen.
Da stehen Mülleimer nur wenige Meter daneben und trotzdem wird hemmungslos auf den Boden geworfen.Zudem gibt es einige Hundehalter,welche die Hinterlassenschaften ihrer Hunde an Gehwegen einfach liegenlassen.Andererorts gibt es Strafen für all solche Gleichgültigkeit und hier wird es von der Gemeinde scheinbar tatenlos ignoriert.Und dann mit schwellender Brust den Titel "anerkannter Luftkurort" zum Besten geben.
Würde man wenigstens etwas durchgreifen oder würden die Besucher des Ortes etwas Rücksicht üben,wäre das ein positiver Fortschritt!
Aber selbst die Bürger des Ortes nehmen keine Rücksicht auf Ordnung und Sauberkeit.Da fragt man sich,wie kann man seine Umwelt nur so verschanden.Man sollte sich schämen.Das geht schon bei Schülern und Jugendlichen los,die Erwachsenen machen es vor.
Traurig!!!
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