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Di, 06:59 Uhr
11.10.2016
Bautzen-Trainer Reimund Linkert im Interview

„Wacker kann Jena noch abfangen“

Wenn am Freitagabend 19 Uhr der FSV Wacker 90 en FSV Budissa Bautzen empfängt, nimmt mit Reimund Linkert einer der jüngsten Trainer der Liga auf der Bank Platz. Zu Wackers Chancen, eigenen Ambitionen und Partnern in Tschechien befragte ihn für die nnz Olaf Schulze.


Reimund Linkert ist einer der jüngsten Trainer der Regionalliga. Als Aktiver war er unter anderem für den HFC, Dynamo Dresden und den 1.FC Lok Leipzig unterwegs, ehe er seine Karriere verletzungsbedingt beenden musste. Seit 2014 ist er in Bautzen und wurde über die Etappen Co-Trainer und Interimstrainer zum Chef auf der Bank. Seit April 2016 ist Reimund Linkert Sportlicher Leiter und Cheftrainer des FSV Budissa.

nnz: Herr Linkert, der Saisonstart für Ihre Budissen verlief alles andere als zufriedenstellend. Woran lag es?

R. Linkert: In allen unseren Spielen behinderte uns eine schlechte Chancenverwertung. Wir halten immer gut mit und stehen am Ende doch mit leeren Händen da, weil wir unsere Chancen nicht rein machen.

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nnz: Viele Vereine in der Liga wollen perspektivisch in den bezahlten Fußball aufsteigen. Wie sind die Zielsetzungen in Bautzen?

R. Linkert: Von Aufstiegsambitionen sind wir weit entfernt. Wir wollen eine feste Größe in der Regionalliga werden und uns ordentlich etablieren.

nnz: Vor der Saison gab es einige spektakuläre Spielerwechsel in Bautzen.

R. Linkert: Ja leider verließen uns u.a. unser bester Torschütze und unser Torhüter. Aber ich denke, wir haben adäquaten Ersatz gefunden sind jetzt homogener aufgestellt.

nnz: Mit dem FC Oberlausitz haben Sie einen direkten Ligakonkurrenten gleich in der Nähe. Ist das eher ein Vor- oder ein Nachteil?

R. Linkert: Konkurrenz belebt das Geschäft. Natürlich beäugt man sich gegenseitig und schaut ganz genau hin, was der andere tut. Aber letztendlich geht das auf eigene Rechnung ohne Kooperationen.

nnz: Haben Sie auch konkrete Partnervereine in Tschechien oder wie gestalten Sie die grenzübergreifende Zusammenarbeit?

R. Linkert: Wir haben in Bautzen keine direkten Partner, aber die Nähe zur Grenze ist schon nützlich. Derzeit haben wir drei Tschechen im Kader, letzte Spielzeit waren es fünf. Ich persönlich schaue mich hauptsächlich in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Brandenburg nach jungen Spielern um. Mit Dynamo Dresden haben wir einen Kooperationsvertrag im Nachwuchs und gestandene Spieler finden ab und an über Rückholaktionen den Weg zu uns.

nnz: Wacker 90 hat nach 9 Spieltagen 12 Punkte Rückstand auf die Tabellenspitze. Sind da schon alle Messen gesungen für den Staffelsieg?

R. Linkert: Überhaupt nicht. Wir haben doch in den letzten beiden Spielzeiten gesehen, dass da schon vorzeitig Staffelsieger gekürt wurden und letztendlich war es spannend bis zum Schluss. Jena hat gerade einen guten Lauf, aber da kann noch viel passieren. Eine Mannschaft wie Wacker sie hat, kann die Jenaer immer noch abfangen.

nnz: Bautzen hat momentan nur 5 Punkte aus 9 Spielen und nur einen Ligasieg auf dem Konto. Sicherlich soll im AKS der zweite hinzukommen? Wie wollen Sie das bei den wieder erstarkten Nordhäusern bewerkstelligen?

R. Linkert: Über Einsatz und Moral. Ich habe Nordhausen in Auerbach gesehen und dort war es der unbedingte Siegeswille, der den Ausschlag gegeben hat. Wir können Wacker hier in Nordhausen sicher nicht bespielen, aber wenn wir die Grundtugenden Einsatz, Kampfgeist und Moral beherzigen, lässt sich vielleicht etwas mitnehmen.
Das Gespräch führte Olaf Schulze
Autor: nnz

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