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Mi, 11:24 Uhr
02.11.2016
Arbeitsmarkt-Reaktionen

Weiter auf der Erfolgsspur

Zum ersten Mal seit der Wiedervereinigung liegt die Zahl der Jobsuchenden in Thüringen unter der Marke von 70.000. Für den Oktober 2016 meldete die Agentur für Arbeit 69.312 Erwerbslose – 1.916 weniger als im September. Die Arbeitslosenquote beträgt nun 6,1 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist die registrierte Arbeitslosigkeit sogar um 8.944 Personen gesunken...


„Die nach wie vor hohe Einstellungsbereitschaft der Unternehmer sorgt für einen neuen Rekord am Thüringer Arbeitsmarkt“, kommentiert Professor Gerald Grusser, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt die neusten Zahlen. So wollten laut aktueller IHK-Konjunkturanalyse immerhin 78 Prozent der Befragten ihren derzeitigen Personalbestand beibehalten, jeder Zehnte plane sogar neue Mitarbeiter einzustellen.

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„Neben dem Dienstleistungssektor erweist sich die Industrie als verlässlicher Jobmotor“, informiert der IHK-Chef. Volle Auftragsbücher und gut ausgelastete Kapazitäten hätten den Beschäftigungsaufbau weiter vorangetrieben. Immerhin wären in den Monaten Januar bis August 2016 in den Thüringer Industriebetrieben durchschnittlich 141.901 Personen tätig gewesen. Dies sei der höchste Stand seit 2005.

„Allerdings hat diese Entwicklung auch eine Schattenseite“, erklärt Grusser mit Blick auf die angespannte Fachkräftesituation. Die Suche nach geeignetem Personal gestalte sich immer schwieriger. Durch die gute Konjunktur und die damit verbundene Nachfrage der Betriebe nach qualifizierten Mitarbeitern hätte sich die Lage in den vergangenen Jahren verschärft. War es im Herbst 2012 nur jeder dritte Unternehmer, der darin ein Problem für die wirtschaftliche Entwicklung des Betriebes sah, ist es inzwischen mehr als jeder Zweite.
Autor: red

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Kommentare
aikido
02.11.2016, 19:34 Uhr
Der Schein trügt
Ich glaube wir alle wissen, wenn wir mit offenen Augen durch die Republik gehen, dass es keinesfalls so ist, dass so viele Menschen wie noch nie (zufrieden) im Arbeitsleben stehen.
Es gibt doch immer wieder neue Ideen, welche Menschen man dazu zählt und welche nicht, um die Statistik gut aussehen zu lassen.
Wie viele würden gerne arbeiten, dürfen aber nicht oder bekommen sinnvolle Weiterbildungen oder Umschulungen nicht finanziert und werden stattdessen in sinnlosen Maßahmen untergebracht, die keineswegs dafür da sind die Menschen wieder in einen Beruf zurück zu führen von dem sie Ihre Familie ernähren können und das Gefühl bekommen, gebraucht zu werden.
Wie viele haben 1 Euro Jobs oder arbeiten auf 450 Euro Basis oder bekommen das menschenunwürdige Harz 4?!

Wirklich traurig! Aber rechnet euch alles schön liebe Arbeitsagentur und liebe Bundesregierung!
Franziskus
02.11.2016, 21:32 Uhr
Wer hat das menschenunwürdige
"H4" als Bundeskanzler eingeführt?
Sind Sie betroffen ?
Es war ein SPD Kanzler, und die nachfolgende Kanzlerin hatte daran nichts geändert.
Sie hätte es änderen können,aber Sie kennt die Gesetze nicht !
Leser X
03.11.2016, 12:52 Uhr
Schöne neue Arbeitswelt
Da ist sie wieder, die monatliche Angeberei mit einer Statistik, die so gar nichts aussagt über den sozialen Zustand in diesem Land. Ist doch logisch, dass billige Arbeit gern in Anspruch genommen wird. Aber wem nützt das außer denen, die sich damit eine goldene Nase verdienen.

In dem Zusammenhang lohnt mal ein Blick zu unserem kultivierten nördlichen Nachbarn Schweden. Nicht weit weg, dennoch trennen beide Länder Lichtjahre im Umgang mit ihrer Bevölkerung, wie kürzlich in einer Reportage von tagesschau24 zu sehen war.

Hier nur einige Beispielen von vielen. Üblich ist eine wöchentliche Arbeitszeit von 30 bis 35 Stunden bei einer Bezahlung, die ein würdiges Leben ermöglicht. Jeder hat Anspruch auf vier Wochen Urlaub am Stück. Werdende Mütter werden während ihre Schwangerschaft eingestellt. Die Firmen beschäftigen Physiotherapeuten, die ihre Beschäftigten unentgeltlich während der Arbeitszeit betreuen. In Büros und Werkshallen gibt es Relax-Zonen zum Auftanken. Hierarchien werden auf ein gesundes Maß begrenzt. Alle vergleichbar beschäftigten, auch Männer und Frauen, verdienen gleich und kennen das Einkommen der Kollegen.

Und die traurige Realität bei uns? Eine entmenschlichte Arbeitswelt, die den Vergleich zu olympischen Spielen nicht mehr scheuen muß. Lohndumping, unbezahlte Überstunden, ständige Verfügbarkeit, gegenseitiges Ausspielen, Hierarchien wie im Mittelalter und das ständige Gefühl der Beschäftigten, bei jeder Gelegenheit ausgenutzt und beschissen zu werden.

Nun ist mir nicht bekannt, dass in Schweden der wirtschaftliche Kollaps droht. Also rechnet es sich offenbar, Arbeitnehmer ein bißchen froh zu machen ("glückliche Hühner legen die besseren Eier").

Fazit aus meiner Sicht: In Schweden ist man weiter. In unserem Land herrscht altes, verkrustetes Denken von Herrschern ohne Fantasie und Visionen. Nichts zu spüren von christlicher Nächstenliebe bei Pfarrerstochter Merkel und Pfarrer Gauck. Man sollte beide - und noch viele andere - mal zum Hospitieren nach Skandinavien schicken, sie würden einen heilsamen Kulturschock erleiden...
Mueller13
04.11.2016, 18:09 Uhr
@ aikido: H4 menschenunwürdig?
@aikido: Warum ist H4 menschenunwürdig? Die Gesellschaft sorgt für eine warme Unterkunft, Essen und Taschengeld - was schwebt Ihnen denn vor?
Sie wissen schon, dass Sie das, was Sie den H4-Empfängern zukommen lassen wollen, vorher einem Arbeiter wegnehmen müssen?
Ihnen ist bewusst, dass es finanziell irgendwann keinen Sinn mehr macht, arbeiten zu gehen?
Mueller13
04.11.2016, 18:30 Uhr
@ Leser X: Schweden als Musterland?
Ja, Schweden ist ein schönes Land. Aber Sie kennen es offensichtlich nur von Bullerbü und Co!?

Schweden zeigt viele Merkmale einer gescheiterten Gesellschaft (was uns noch bevorsteht). Schweden hat funktioniert, solange es halbwegs abgetrennt vom Rest der Welt operieren konnte und ehe es auf die Multikulti-Idee gekommen ist. Hier mal ein paar Links (ich denke, dass es für KN ok ist, weil es sich ja nicht um lokale Themen handelt):

Gesellschaft:
Welt: Schweden ist nicht wiederzuerkennen
https://www.welt.de/politik/ausland/article151774661/Schweden-ist-nicht-wiederzuerkennen.html

Bayernkurier: Gescheiterte Zuwanderungspolitik
https://www.bayernkurier.de/ausland/7032-gescheiterte-zuwanderungspolitik

Spiegel: Bürgerkrieg in Schweden
http://www.spiegel.de/panorama/justiz/schweden-krawalle-in-stockholmer-vororten-in-vierter-nacht-in-folge-a-901383.html

FAZ: Integrationsprobleme in Schweden
http://www.faz.net/aktuell/politik/integrationsprobleme-in-schweden-leben-und-sterben-im-norden-1612175.html

Wirtschaft:
DWN: Hohe Arbeitslosigkeit: Schweden ist kein EU-Musterland mehr
http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/09/16/hohe-arbeitslosigkeit-schweden-ist-kein-eu-musterland-mehr/

Politik:
Focus: Fälschung von Statistiken - Gilt in Schweden der Geheimhaltungscode 291?
http://www.focus.de/politik/videos/vorgehen-gilt-seit-oktober-2015-nichts-soll-nach-aussen-dringen-gilt-in-schweden-der-geheimhaltungscode-291_id_5229154.html

Ich denke, Sie sollten sich ein anderes Musterland suchen. Und wenn Sie wissen wollen, ob es funktionieren kann (viel Urlaub, hohes Einkommen, wenig Arbeiten und tolles Arbeitsklima)?
- Nein, nicht in dieser Welt. Oder aber:
- Ja, die dazu erforderlichen Maßnahmen dürften Ihnen nicht gefallen
Leser X
04.11.2016, 19:28 Uhr
Mueller13
Natürlich weiß ich, dass es auch in Schweden systembedingte Probleme gibt und auch die dortige Gesellschaft Schwierigkeiten hat, den von den US-Kriegen ausgelösten Zuwanderungsstrom zu bewältigen.

Ihre Quellen sind aus meiner Sicht zumindest mit Vorsicht zu genießen, sie gehören allesamt zu unseren Staatsmedien. Von denen erwarte ich alles - nur keine objektive Berichterstattung. Abgesehen davon, dass sie teils schon drei Jahre alt sind.

Außerdem wollte ich einen entscheidenden Unterschied in den politischen Ansätzen deutlich machen: Während wir in Deutschland mehr und mehr gezwungen werden, zu leben um immer mehr zu arbeiten (und immer weniger dafür zu kriegen), ist man in Schweden einfach weiter: man ist dort eher geneigt, den Leuten ein grundsätzliches Menschenrecht einzuräumen, dass da lautet, ZU ARBEITEN UM ZU LEBEN.

Dass ein solcher humaner Grundsatz scheinbar schon gar nicht mehr in deutschen Hirnen existiert, zeigt mir nur, dass die Verfechter des Neoliberalismus ganze Arbeit geleistet haben und viel zu große Teile unserer Bevölkerung hoffnungslos geistig manipuliert sind.
Wolfi65
05.11.2016, 10:10 Uhr
@Mueller13
Sie wissen schon, dass die Leute, welche über die "hohen" Transferleistungen des Hartz 4 Gesetzes klagen, oft durch das Gerede von wettbewerbsfähigen Betrieben und schlanken Unternehmen, mit an der Dauer-Massenarbeitslosigkeit Schuld sind.
Dieses wird sich in nächster Zeit durch das Programm Industrie 4.0 (Automatisierung) noch verschärfen.
Der Mensch als Arbeitskraft wird immer mehr aus dem Arbeitsprozess verdrängt.
Was bleibt sind finanzielle und psychische Probleme, da viele ALG II Empfänger sich eine Mitschuld von teuer bezahlten Arbeitsamt-Fall-Managern-Versagern einreden lassen.
Es wird Zeit, dass diese Dummschwätzer auf der anderen Seite des Tisches Platz nehmen.
Spätestens dann ist Schluss mit Lustig und mit großspurigen Reden.
PS: Kein deutscher Betrieb wird mit Dumpinglöhnen in China und Kolumbien usw. mithalten können, da hier in Deutschland, Niemand für 1 Euro und weniger, sich an das Fließband stellen kann und will.
Mueller13
05.11.2016, 11:19 Uhr
@ Leser X - es gibt kein Bullerbü
Machen Sie sich von dem Gedanken frei, dass es eine Mischung aus wenig Arbeit, viel Freizeit und einem hohen Einkommen gibt.
Das hat auch nichts mit neoliberalen Gedankengut oder ähnlichen zu tun. Entweder Sie gehören zu dem einem Prozent, dem 60% der Welt gehört oder Sie müssen strampeln. Das war schon immer so und das wird auch immer so sein.

Es gibt ein paar grundlegende Fakten in einer Volkswirtschaft, die können Kommunismus, Sozialismus und Kapitalismus nicht aushebeln. Es gibt eine Menge X, die Werte erschafft (Arbeiter, Chefs, Putzfrauen, Ingenieure usw.) und es gibt eine Menge Y, die diese Werte verbraucht (Schüler, Rentner, Beamte, Arbeitslose, Kranke, Behinderte, Asylanten). Wenn die Menge Y stärker wächst als X, kann X noch versuchen effizienter zu werden (haben wir auch einige Jahre gut geschafft), irgendwann wird dies aber nicht mehr gelingen. Dann muss X einfach mehr arbeiten, um Y zu ernähren. Niemand in der Welt, kann diese einfache Formel übergehen, keine Chinesen, keine Deutschen und auch keine Schweden.
Jetzt dürfn Sie kurz überlegen, wie es sich in Europa verhält und dann wissen Sie, was in den nächsten Jahren passiert.

Davon abgesehen sollten Sie sich Gedanken über ein Problem machen, dass wir auch mit viel Arbeit und einer kleinen Menge an Y nicht lösen können: unser Geldsystem... Wenn Sie damit argumentieren, dürfte Ihnen die Beweisführung wesentlich leichter fallen. Bisher habe ich nämlich noch keinen getroffen (oder gelesen), der mir halbwegs schlüssig erklären konnte, wie ein Zinseszinssystem über einen längeren Zeitraum funktioneren kann, ohne das man zum Nachteil der 99% das System zurücksetzen musste (Wirtschaftsdepression oder Kriege).
Wolfi65
05.11.2016, 14:32 Uhr
Sie müssen hier nicht über Ihren Horizont springen
Solche Zeitgenossen wie Sie @Mueller13, haben in der Realität nicht viel zu sagen, deswegen wollen Sie hier im Forum Anderen Ihren Standpunkt aufzwingen.
Sie können sich drehen und wenden wie Sie wollen.
Die Mehrheit der Deutschen hat ihre eigene Meinung über diesen Sozialstaat.
Da können Sie noch so wortgewandt aus dem Nähkästchen der öffentlichen Medien plaudern und es kommt trotzdem nicht viel dabei heraus.
Die Harz 4 Empfänger von Heute sind die Verlierer von Morgen.
Dafür hat der SPD Arbeiter Kanzler gesorgt.
Und immer daran denken, dass auch ein Harz 4 Empfänger in den mittleren Lebensjahren in die Sozialkassen eingezahlt hat!
Also für was sollte dieser eigentlich Dankbarkeit zollen?
Dass er im Rechtstaat nicht verhungert, während er auch seinen finanziellen Betrag für dieses Land gebracht hat und unverschuldet in diese Situation gekommen ist?
Oder dass er nicht ganz auf die Früchte seiner geleisteten Arbeit verzichten muss und ihm dass letzte Kissen unter dem Hinten weggezogen wird?
Wenn die Soziale Marktwirtschaft ihm weiter arbeiten gelassen hätte, würde er heute noch einzahlen.
Aber man wollte doch schlanke Unternehmen!
Und die Rentner von Heute, waren die Arbeitnehmer von gestern(Menge X), welche erst dieses Land dahin gebracht haben, wo es jetzt ist. Dass ein Rentner auch ein Anspruch auf einen würdevollen Lebensabend hat und dann somit zur Menge Y gehört, steht hier doch außer Frage. Wieso Sie aber in einem Schriftzug die Beamten zur Menge X benennen, erschließt sich mir überhaupt nicht.
Beamte sind Staatsdiener und erwirtschaften nichts. Somit gehören sie Lebenslang zur Menge Y.
geloescht.20250302
05.11.2016, 15:11 Uhr
Menschenwürdig?
Wenn man das Fordern an die Betroffenen und den Zwang zum Aufbrauchen von Erspartem, Gewonnenem oder Ererbtem vernachlässigt, erlaubt der Regelsatz natürlich ein Überleben am Existenzminimum.

Man kann kann auch sparen...kein Standby stromfressender Luxusgeräte wie TV oder Radio, 3 Pullover statt Heizung, kalt duschen statt warm baden...

Das haben die eingeborenen bedürftigen Deutschen wohl begriffen. Aber werden diese strengen kostensparende Regeln auch gleichberechtigt an ALLE Arbeit Suchenden gestellt...?

An diejenigen, die neu dazugekommen sind? Denen keiner erklärt hat, dass es etwas kostet, wenn man für den Abwasch von 3 Tellern und Tassen das Wasser 20 Minuten laufen lässt oder bei Heizung auf 5 gedreht die Fenster öffnet?

Gibt es eine Nicht-Ungleichbehandlung? Siehe Berlin, die wollen nicht mehr abschieben und sind gegen Erweiterung der Liste von sicheren Herkunftsländern. Aber haben kein Geld, benötigte Unterkünfte für Obdachlose zu schaffen und finanzieren.
Mueller13
06.11.2016, 23:32 Uhr
@ Wolfi 65
Tut mir leid, aber ich kann Ihnen attestieren, dass Sie keinen Durchblick haben.
Die H4-Empfänger von heute sind nicht nur die Verlierer von morgen, sondern auch die von heute. Es wird Sie verwundern, aber H4 ist kein Normalzustand, sondern ein Ausnahmefall. Jemand ist nicht in der Lage mit seinen Fähigkeiten und Leistungen seinen Lebensunterhalt selbständig zu bestreiten. Deshalb springt in unserem Sozialstaat die Gemeinschaft ein, garantiert ihm eine warme Wohnung, etwas zu Essen, Taschengeld für Kleidung und medizinische Versorgung. Das ist mehr als man in 99% aller anderen Länder erwarten kann.
Ihnen muss klar sein, dass man alles was man den H4 Empfängern gibt, den Arbeitern vorher wegnehmen muss. Finden Sie es fair, wenn ein Familienvater mit 2 Kindern noch stärker belastet wird, weil z.B. der arbeitsunwillige Schulabrecher keine Lust hat, früh aufzustehen?

Der Abstand zwischen Arbeit und Nichtarbeit (H4) darf nicht weiter verwässert werden. Ich denke, in erster Linie sollte derjenige etwas von den erbrachten Leistungen haben, der diese Leistung auch erbracht hat (völlig normal oder?). Und wenn dann am Ende noch was übrig ist, können wir auch andere bedenken.

Ja, wenn jemand noch verwertbares Vermögen hat, muss er das erst aufbrauchen, bis die Gemeinschaft für ihn sorgt (es gibt ja bereits Rückbehalte). Stellen Sie sich sonst mal vor, Müller13 hat es geschafft, sich einen Porsche zu kaufen und eine fette 500qm Villa, ist dann aber eine Weile arbeitslos und verlangt nach H4. Dann wären Sie doch der erste, der schreit: "der soll erstmal Auto und Villa verkaufen"... und ja, damit haben Sie recht - aber im Fall von Wolfi65 muss das halt auch gelten.

Und was die Rentner betrifft: natürlich haben die das Recht auf einen würdigen Lebensabend. Ihnen muss aber klar sein, dass man auch die Rente für die Alten einem aktuellen Arbeiter wegnehmen muss. Ich finde es zum Beispiel hochgradig unfair, dass meine Generation in diesen Topf einzahlen darf bis zum Erbrechen, keine Chance hat, deshalb selbst was zur Seite zu legen, aber maximal eine Mindestrente erwarten kann. Das wird passieren, kann man heute schon ausrechnen und Mathematik lässt sich schlecht betrügen.

Was die Beamten betrifft: einfach noch mal lesen, dann werden Sie erkennen... aber ja, ich gehöre ja zu denen, die eh nichts zu sagen haben ;-)
Wolfi65
07.11.2016, 13:56 Uhr
Sie wollen es nicht begreifen
Der Rentner hat sein Geld für seinen Lebensabend über die Jahre mit Zinsen und Zinseszins schon längst verdient. Er nimmt normalerweise keinen jetzigen Beitragszahler etwas weg. Wenn es natürlich eine feine Bundesregierung gibt, welche bei jeden Anlass in die Rentenkasse greift, dann ist irgendwann das Finanzpolster veruntreut. Dann müssen die Jungen für die Alten jetzt bezahlen.

Das war aber nicht im Sinne des Erfinders der Rentenversicherung. Zum Thema Porsche und Vermögenswerte kann ich Ihnen nur schreiben dass es mir völlig egal wäre, ob Sie parallel dazu noch Hartz 4 bekommen würden, denn Sie zahlen ja auch in den Topf ein und es steht Ihnen dann ja auch nicht auf die Stirn geschrieben. PS: wer ist wir und wer ist uns?
Mueller13
07.11.2016, 16:46 Uhr
Ihre Argumentation kann man auch nicht begreifen
Ich würde es ja gerne begreifen – nur scheinen Sie keine Ahnung zu haben wie unser Rentensystem funktioniert. Da ist nichts Einzahlen und Ansparen und dann Zinseszins und Co. Das Geld, was die Arbeiter in die Rentenkasse einzahlen geht sofort 1:1 auf die Konten der Rentner. Unsere Rücklage beträgt zur Zeit 1,6 Monate. D.h. wenn die Arbeiter nichts einzahlen, ist nach 1,6 Monaten Schluss mit Rente. Das Ganze nennt sich Generationenvertrag, beruht auf Erfahrungen der letzten Jahrhunderte und hat durchaus seine Berechtigung. Nur muss Vater Staat dafür sorgen, dass ausreichend fähiger Nachwuchs heranwächst und genau da liegt das Problem. Der Staat handelt unverantwortlich indem er Leuten wie Ihnen suggeriert, es gäbe eine Rentenkasse mit einem Finanzpolster.
Ein solches Polster gibt es nur in Ihrer Phantasie, das Polster sind die aktuellen Arbeiter.

So riesig war der Griff in die Rentenkasse nie. Ja, man hat zur Wende (es war im übrigen Kohl und nicht Schröder, über den Sie so gerne schimpfen), der einen Teil der Belastungen der Wendezeit über die Rentenkasse finanziert hat. Dabei hat man das Polster wohl von vier auf einen Monat abgesenkt. Sie sehen, so gigantisch war der Griff nicht. Und gerade Sie als Mitteldeutscher sollten erkennen, dass das Geld zur Finanzierung dieses besonderen Ereignisses einfach nötig war. Im Übrigen ist eine der Hauptbelastungen (von den versicherungsfremden Leistungen) der Rentenkasse der Ausgleich für die Ostrentner – wollen Sie die kürzen? Ich nehme mal an, Wolfi wäre der erste, der sich aufregt.

Was H4 betrifft: Sie verkennen völlig die Aufgabe dieser Sozialleistung. H4 ist keine Arbeitslosenversicherung und auch kein Bedingungsloses Grundeinkommen. H4 ist eine Leistung, die dann in Kraft tritt, wenn jemand aus eigener Leistung (Fähigkeit) und Vermögen seinen Lebensunterhalt nicht mehr bestreiten kann...

Es hört sich ja immer gut an: mehr Geld für Rentner, mehr Geld für H4-Empfänger, mehr Geld für XXX... dem Ganzen steht die Finanzierungsaufgabe gegenüber, d.h. Sie müssen es den aktuellen Arbeitern wegnehmen, um es dann umzuverteilen. Und ob Sie die aktuellen Arbeiter noch stärker belasten können, um allen Leistungsempfängern ein Wohlfühleinkommen zu geben!? Ich habe da so meine Zweifel.
Wolfi65
08.11.2016, 07:26 Uhr
Kohl ist in seiner Amtszeit
Mit dem offenen Scheckbuch durch die Welt gelaufen. Deswegen liegt die Rentenkasse von Deutschland im Wüstensand von Somalia. Kohl hat mindestens 15 Milliarden Euro an den Amerikaner überwiesen, damit die Bundeswehr dort nicht verheizt werden musste. Als dann nach dem Einsatz noch mindestens 7 Milliarden übrig waren, hat Kohl diese an den Bündnispartner verschenkt, weil es unter Freunden keine Rechnungen und Schulden gibt. Das war der Kanzler der Einheit @Mueller13 Und so zieht sich das mit der Veruntreuung der Rentenkasse wie ein roter Faden durch die Zeit. Da muss man die Schuld nicht den Ossis noch den Arbeitslosen in die Schuhe schieben wollen.
free Gigi
08.11.2016, 13:07 Uhr
was sind schon...
15k Mio €??? Diese lächerlich kleine Summe ist doch nichts im Vergleich zur Griechenlandrettung oder der jährlichen Verbrennung von Steuergeldern...
Ob nun Kohl, Schröder oder Adenauer, Beispiele finden sich genug!
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