Do, 10:21 Uhr
10.11.2016
Neues aus Bad Frankenhausen
Ein genüssliches Vergnügen!
Gaststätten und Ausflugslokale in Bad Frankenhausens Umgebung (4. Teil). Die Tour findet in Form eines Vortrags im Regionalmuseum Bad Frankenhausen statt...
Inzwischen ist es unser vierter Vortrag, der sich Gaststätten und Ausflugslokalen im Umfeld der Kur- und Erholungsstadt Bad Frankenhausen widmet.
Wann? Am Dienstag, den 15. November, um 19.30 Uhr, im Regionalmuseum Bad Frankenhausen mit den Referenten Peter Kawe und Dr. Ulrich Hahnemann, Bad Frankenhausen.
Auch dieses Mal machen wir einen Abstecher ins Kyffhäusergebirge und besuchen gegenwärtige und vergangene Sehenswürdigkeiten und die durch ihre Existenz entstandenen gastronomischen Einrichtungen wie den Burghof am Kyffhäuser-Denkmal und Turmcafè und Gaststätte am Fernsehturm auf dem Kulpenberg. Bereits die Ruinen der Kyffhäuserburgen zogen in der Zeit der Romantik zahlreiche Besucher in ihren Bann.
Angezogen wurden sie nicht zuletzt durch die Kenntnis um die Barbarossasage. Und nur ein Jahr nachdem die Gastwirtschaft an der Rotheburg 1839 eröffnet wurde, erwartete die Besucher der Kyffhäuserburgruinen in den Sommermonaten Trank und Speis. Errichtung und Einweihung des Kyffhäuserdenkmals führten zu einem gewaltigen Anstieg der Besucherzahlen. Demzufolge erfuhr die Gastronomie einen erheblichen Ausbau ihrer Kapazitäten.
Kyffhäuser Burghof 1896 - Foto: Regionalmuseum
Es entstand der Burghof zum Kyffhäuser, der neben einer gastronomischen Versorgung ebenso Übernachtungsmöglichkeiten bot. Für die Geschichte der Gastronomie auf dem Kyffhäuser stand erstmals umfangreiches Schriftgut der Firma Carl Reichenbach aus Frankenhausen zur Verfügung. Nach den Plänen von Architekt Bruno Schmitz führte Carl Reichenbach die Arbeiten zur Errichtung des Denkmals aus. Weit weniger bekannt ist jedoch die Tatsache, dass Carl Reichenbach und seine Nachfolger fast vier Jahrzehnte hindurch fast die gesamte Betreuung aller Bauten einschließlich Denkmal und Burghof inne hatten.
Mit rund 200.000 Besuchern jährlich gehörte der Fernsehturm einst zu den meist besuchten Sehenswürdigkeiten der Kyffhäuserregion und entwickelte sich zu einem Wahrzeichen für den von 1952 bis 1994 bestehenden Kreis Artern. Nun liegt die Besichtigungsmöglichkeit brach und ein Besuch der Liegenschaft wird einzig durch die vorhandene Gastronomie zu Fuß des Fernsehturms angeregt. Dabei war er einst keineswegs nur als Richtfunkstation für die Übertragung des Fernsehprogramms der DDR ausgelegt worden, sondern ganz bewusst als Kombination von Zweck und Erlebnis konzipiert worden. Anlässlich der Eröffnung des Turmcafés 1964 schwärmte die Presse über eine der wohl schönsten gastronomischen Einrichtung des Landes.
Zwischen Seega und Günserode am Durchfluss der Wipper durch den Gebirgszug der Hainleite gelegen, finden wir die in der jüngeren Vergangenheit aufgegebenen Gebäude des einstigen Gasthauses Zur Kapelle. An eben dieser Stelle wurde 1193 ein Benediktinerinnenkloster Capelle gegründet. Im Deutschen Bauernkrieg 1525 stark in Mitleidenschaft gezogen, wurde es 1537 geschlossen. Später wurde hier eine Mühle betrieben. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts liegen erste Informationen vor, dass aus der Mühle ein Ausflugslokal geworden war.
Auch in diesem Vortrag werden wir geschichtliche Daten der Sehenswürdigkeiten bzw. Liegenschaften mit der Geschichte der Gastronomie verbinden.
Ihr Museumsteam
Autor: khhInzwischen ist es unser vierter Vortrag, der sich Gaststätten und Ausflugslokalen im Umfeld der Kur- und Erholungsstadt Bad Frankenhausen widmet.
Wann? Am Dienstag, den 15. November, um 19.30 Uhr, im Regionalmuseum Bad Frankenhausen mit den Referenten Peter Kawe und Dr. Ulrich Hahnemann, Bad Frankenhausen.
Auch dieses Mal machen wir einen Abstecher ins Kyffhäusergebirge und besuchen gegenwärtige und vergangene Sehenswürdigkeiten und die durch ihre Existenz entstandenen gastronomischen Einrichtungen wie den Burghof am Kyffhäuser-Denkmal und Turmcafè und Gaststätte am Fernsehturm auf dem Kulpenberg. Bereits die Ruinen der Kyffhäuserburgen zogen in der Zeit der Romantik zahlreiche Besucher in ihren Bann.
Angezogen wurden sie nicht zuletzt durch die Kenntnis um die Barbarossasage. Und nur ein Jahr nachdem die Gastwirtschaft an der Rotheburg 1839 eröffnet wurde, erwartete die Besucher der Kyffhäuserburgruinen in den Sommermonaten Trank und Speis. Errichtung und Einweihung des Kyffhäuserdenkmals führten zu einem gewaltigen Anstieg der Besucherzahlen. Demzufolge erfuhr die Gastronomie einen erheblichen Ausbau ihrer Kapazitäten.
Kyffhäuser Burghof 1896 - Foto: Regionalmuseum
Es entstand der Burghof zum Kyffhäuser, der neben einer gastronomischen Versorgung ebenso Übernachtungsmöglichkeiten bot. Für die Geschichte der Gastronomie auf dem Kyffhäuser stand erstmals umfangreiches Schriftgut der Firma Carl Reichenbach aus Frankenhausen zur Verfügung. Nach den Plänen von Architekt Bruno Schmitz führte Carl Reichenbach die Arbeiten zur Errichtung des Denkmals aus. Weit weniger bekannt ist jedoch die Tatsache, dass Carl Reichenbach und seine Nachfolger fast vier Jahrzehnte hindurch fast die gesamte Betreuung aller Bauten einschließlich Denkmal und Burghof inne hatten.
Mit rund 200.000 Besuchern jährlich gehörte der Fernsehturm einst zu den meist besuchten Sehenswürdigkeiten der Kyffhäuserregion und entwickelte sich zu einem Wahrzeichen für den von 1952 bis 1994 bestehenden Kreis Artern. Nun liegt die Besichtigungsmöglichkeit brach und ein Besuch der Liegenschaft wird einzig durch die vorhandene Gastronomie zu Fuß des Fernsehturms angeregt. Dabei war er einst keineswegs nur als Richtfunkstation für die Übertragung des Fernsehprogramms der DDR ausgelegt worden, sondern ganz bewusst als Kombination von Zweck und Erlebnis konzipiert worden. Anlässlich der Eröffnung des Turmcafés 1964 schwärmte die Presse über eine der wohl schönsten gastronomischen Einrichtung des Landes.
Zwischen Seega und Günserode am Durchfluss der Wipper durch den Gebirgszug der Hainleite gelegen, finden wir die in der jüngeren Vergangenheit aufgegebenen Gebäude des einstigen Gasthauses Zur Kapelle. An eben dieser Stelle wurde 1193 ein Benediktinerinnenkloster Capelle gegründet. Im Deutschen Bauernkrieg 1525 stark in Mitleidenschaft gezogen, wurde es 1537 geschlossen. Später wurde hier eine Mühle betrieben. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts liegen erste Informationen vor, dass aus der Mühle ein Ausflugslokal geworden war.
Auch in diesem Vortrag werden wir geschichtliche Daten der Sehenswürdigkeiten bzw. Liegenschaften mit der Geschichte der Gastronomie verbinden.
Ihr Museumsteam

