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So, 09:57 Uhr
27.11.2016
Von Arnstadt bis Zeulenroda:

Höhere Grunderwerbsteuer verteuert Immobilienkauf

Die höhere Grunderwerbsteuer in Thüringen ab 1. Januar nächsten Jahres kommt Immobilienkäufern teuer zu stehen. Einzelheiten in Ihren Nordthüringer Online-Zeitungen...


Weil der durchschnittliche Kaufpreis für eine Immobilie in Thüringen in den vergangenen acht Jahren von 152.000 Euro auf knapp 240.000 Euro im ersten Halbjahr 2016 um 90.000 zugelegt hat, bedeutet die Steueranhebung um 1,5 Prozent für den Thüringer Immobilienkäufer mittlerweile einen finanziellen Mehraufwand von 3.600 Euro.

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Insgesamt muss der Durchschnittskäufer ab 2017 rund 15.600 Euro Grunderwerbsteuern an die Landeskasse abdrücken. Das zeigt eine Berechnung von Interhyp, Deutschlands größtem Vermittler privater Baufinanzierungen.

„Seit die Länder die Grunderwerbsteuer selbst festsetzen dürfen, hat sich die Steuerbelastung beim Hauskauf fast verdoppelt. Die Kaufnebenkosten sind nicht, wie der Name vermuten lässt, zu vernachlässigende Nebenkosten. Vielmehr handelt es sich längst um einen massiven Posten der Gesamtsumme, der vielen Immobilieninteressenten den Kauf einer Immobilie und damit einen wichtigen Baustein der Altersvorsorge deutlich erschwert“, kritisiert Michiel Goris, Vorstandsvorsitzender der Interhyp AG.

Nachdem 2015 das Saarland, Nordrhein-Westfalen und Brandenburg die Grunderwerbsteuer auf 6,5 Prozent angehoben haben, reiht sich ab Jahresbeginn Thüringen in die Liste der höchsten Steuersätze ein. Insgesamt summieren sich die Kaufnebenkosten, zu denen Maklergebühren, Notarkosten und Grunderwerbsteuern gerechnet werden, je nach Region auf rund 9 bis 16 Prozent des eigentlichen Objektpreises. In Thüringen sind es ab 2017 rund 14,5 Prozent. Die gesamten Kaufnebenkosten betragen damit im Freistaat ab Jahreswechsel durchschnittlich 34.800 Euro (inklusive voller Makler-Courtage).

Wer noch vor dem Jahreswechsel den Kaufvertrag für Haus oder Wohnung beurkunden lässt, profitiert von den derzeitigen Grunderwerbsteuersätzen und extrem günstigen Finanzierungszinsen. „Um den Kaufvertrag beurkunden zu lassen, muss jedoch die Finanzierung geregelt sein – selbst wenn die Auszahlung später erfolgt“, sagt Sandra Lindner, Leiterin der Interhyp-Geschäftsstelle in Erfurt. Falls der Kredit noch im Dezember fließen muss, ist somit etwas Eile geboten.

Einerseits benötigt die Bank für die Kreditprüfung mehrere Werktage. Anderseits wollen Sicherheiten wie der Grundschuldeintrag bestellt sein, damit es überhaupt zur Auszahlung kommen kann. Lindner rät Interessenten, den Kauf bis Anfang Dezember zu forcieren.
Autor: red

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Kommentare
Frank1966
27.11.2016, 11:10 Uhr
Betrug und Betrüger
So nenne ich unsere Politiker und einen Großteil deren Vertreter.
"Der thüringische Landtag hat am 18.12.2015 beschlossen, die Grunderwerbsteuer von 5 auf 6,5 Prozent anzuheben. Der erhöhte Steuersatz gilt ab 2017.
In der Gesetzesbegründung heißt es, zur langfristigen Konsolidierung des Landeshaushalts müssten zusätzliche Einnahmen generiert werden. Ohne die Erhöhung der Einnahmen sei der Haushaltsausgleich des Landeshaushalts 2017 gefährdet."
Dem nächsten Schreiben der GEZ werde ich antworten, das zur langfristigen Konsolidierung des Familienhaushalts unnötige Ausgaben gestrichen werden.

Wie sagte schon Napoleon:
..."Es gibt kein gutmütigeres, aber auch kein leichtgläubigeres Volk als das deutsche. Zwiespalt brauchte ich unter ihnen nie zu säen.
Ich brauchte nur meine Netze auszuspannen, dann liefen sie wie ein scheues Wild hinein. Untereinander haben sie sich gewürgt, und sie meinten ihre Pflicht zu tun. Törichter ist kein anderes Volk auf Erden.
Keine Lüge kann grob genug ersonnen werden: die Deutschen glauben sie. Um eine Parole, die man ihnen gab, verfolgten sie ihre Landsleute mit größerer Erbitterung als ihre wirklichen Feinde." ...
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