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Mi, 12:44 Uhr
25.01.2017
Neues aus Sondershausen

Markenbildungsprozess nimmt Gestalt an

Sondershausen ist traditionell von Musik geprägt und möchte sich künftig noch stärker mit der Marke „Musik“ nach außen präsentieren. In den Markenbildungsprozess „Musikstadt Sondershausen“ sollen aus diesem Grund sollen Unternehmen und Einwohner der Stadt intensiv einbezogen werden, so der Tenor einer Informationsveranstaltung heute im Rathaus von Sondershausen...

Ziel ist, die Marke Musik, bisher "Wir sind Musik", weiter zu einer noch nachhaltigeren Etablierung der Marke zu führen. Aus diesem Grund soll auch die Bezeichnung "Wir sind Musik" weichen und Marketingexperten der Region sollen eine neue Marke ins Leben rufen, so die Geschäftsführerin der Stadtmarketinggesellschaft Sondershausen, Angela Böhme, bei der Vorstellung der weiteren Schritte. Das bisherige Logo soll aber bleiben und auch die Bezeichnung Musik- und Bergstadt Sondershausen.

Vision für 2025
Ob sich das so umsetzen lässt, wird sich zeigen aber ich habe diese Vision, so Angela Böhme:

Der Gast kommt mit dem Zug, auf dem Bahnsteig erklingt Musik, bereits am Bahnhof informieren den Gast Tafeln mit Veranstaltungen, er übernachtet in einer Liszt-Suite mit kleinen Musikinstrumenten, die Speisekarte enthält Informationen zur Musik und die Gerichte haben zum teil musikalisch Namen, es soll eine App für einen musikalischen Rundgang durch die Stadt geben und auf dem Schlosshof zeigt eine VR-Brille die Bilder der letzten Aufführung bei den Schlossfestspielen.

Die Musik soll insgesamt in die Köpfe der Bürger mehr hineingetragen werden. Das soll schon nach der Geburt losgehen, dass beim obligatorischen Erstbesuch für das Kind gleich ein Lied mitgegeben wird.

Wir wollen die besherigen Musikstadt Sondershausen weiter im Profil schärfen, so Böhme, und hofft auf die Unterstützung durch die Bevölkerung. Man will die erlebbarste Musikstadt werden und sich von anderen Musikstädten stärker abheben.


Im vergangenen Jahr wurde dazu als einer der ersten Schritte auf diesem Weg eine Fragebogenaktion unter den Sondershäuser Einwohnern durchgeführt (leider nur mäßige Beteiligung) und ausgewertet. Eine Reihe von Ideen konnten dabei bereits gesammelt werden.
Ein Resultat, die Webseite der Stadt Sondershausen soll stärker beim Tourismus auf die Musik ausgerichtet werden.

Bereits in diesem Jahr werden zwei Projekte in Angriff genommen.

Musikalischer Wanderweg

Dieser Weg soll von der Innenstadt über den bisherigen Naturlehrpfad bis auf den Possen mit seinen rund 300.000 Besuchern pro Jahr führen und die Gäste anregen, sich wandernd mit der Musik zu beschäftigen. Informationen gibt es an Tafeln und Stationen zum Thema Musik, in Stadtnähe über die Geschichte, in Possennähe die Verbindung Musik und Natur.

Musikalischer Rundgang in der Stadt

Hier soll ein Weg, der am Haus der Kunst endet soll, durch Symbole mit einem Bassschlüssel von Gebäude zu Gebäude führen, die mit der Geschichte der Musik verbunden sind.
An bestimmten Stellen soll es Platten im Weg geben, die auf herausragende Persönlichkeiten hinweisen, die wesentlich die Musikgeschichte in Sondershausen geprägt haben.

Über Vereine und Bürger solle die Gestaltung von Stationen vorgeschlagen werden. Unabhängig vom Netz soll es jeweils eine App beider Wege geben, die auch Online funktionieren sollen und auch mit Musik unterlegt sind. Bei der Erarbeitung will man auf die Naturparkverwaltung Kyffhäuser setzen, die bereits für den Kyffhäuser ein App erarbeitet hatten. In der Stadt könnte bei kostenlosem WLAN zum Beispiel auch noch die Apps heruntergeladen werden. Stationen mit kostenlosem WLAN sollen geplant sein.

Die Stadtmarketing GmbH wird einen Antrag über LEADER einreichen, da jetzt auch die Kernstadt Sondershausen mit zum ländlichen Raum zählt. Damit sollen nicht nur Material sondern auch Workshops und ähnliches finanziert werden ohne die eine Vorbereitung nicht funktionieren würde. Man rechnet für das Gesamtkonzept mit Kosten in Höhe von geschätzten 50.000 Euro und hofft auf eine 75-prozentige Förderung durch den Freistaat (LEADER-Programm).

Unklar ist noch, wie die Werbung für die Musikstadt in den Ortseingängen für die Autofahrer aussehen soll, ob nun Fahnen oder Banner und ähnliche Dinge. Auch an digitale Werbewände, die werbefinanziert sein sollen, sind im Gespräch, die Standorte aber noch nicht klar.
Im Stadtbereich sollen neben den kostenfreien WLAN auch Bildschirme über Veranstaltungen informieren.

Auch an die Ausgestaltung von Schaufenstern wird gedacht, schwerpunktmäßig für die Schlossfestspiele, aber nicht nur. Sogar ein Wettbewerb sei geplant. Neben dem SGW und dem Werbering sollen die Unternehmen auch direkt angesprochen werden.

Besonders sollen die gastronomischen Einrichtungen einbezogen werden. Auch hier sind umfangreiche Gespräche geplant.
Morgen gehen zum Beispiel Gespräche mit Veranstaltern, die Musik auf ihrer Liste haben. Her geht es nicht nur um die Einbeziehung, sondern in letzter Zeit unglückliche Terminhäufungen sollen vermieden werden.

Viele Ideen sind schon zusammengetragen, ob Musik auf der Halde, Musik im Hof, Treffen der Bergmannskapellen und bedarf der Prüfung.
Workshops sollen die Unternehmen und die Bürger unterstützen.

Aber auch eine Kooperation mit anderen Musikstätten sollen geprüft werden. Eine Idee, die Zusammenarbeit mit der Stadt Leipzig, ist sogar im Gespräch, aber man sein noch nicht an Leipzig herangetreten.

Tourismus ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor und dabei spielen Marken eine wichtige Rolle. Auch wenn wir verstärkt auf Musik setzen (nicht nur klassisch)so werden wir andere Dinge nicht vernachlässigen, aber verzetteln, was man alles machen könnte, hilft auch nicht.

Abschließend sagte Angela Böhme, wir setzten auf eine ideenreiche Mitarbeit der Bürger und Unternehmen.
Autor: khh

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Kommentare
geloescht.20250302
25.01.2017, 14:29 Uhr
Musik am Bahnhof?
Tolle Idee. Davon profitieren nicht nur die ankommenden, sondern auch wartenden Reisenden!

Moment...da fehlt noch etwas...öffentliche Toilette? Notfalls gegen Bezahlung.

Restaurant oder wenigstens Imbiss? Eine ordentliche Informationsanzeige? Damit man bei Verspätungen nicht wie bestellt und nicht abgeholt im Niemandsland herumsteht?

Also, nicht im stillen Kämmerlein kühne Pläne erträumen, sondern auch mal bei der Bahn nachfragen, ob die auch Interesse hätte, den Residenz- Musik-Kulturbahnhof nicht nur aufzuhübschen, sondern überhaupt zu einem erträglichen Willkommens- und Verabschiedungsort umzugestalten.
sputnik
25.01.2017, 14:50 Uhr
Loh-Konzerte wieder aufleben lassen
Das Loh-Orchester gehört zu Sondershausen und umgekehrt und das ebenfalls mit sehr langer Tradition. Warum denkt man dann auch nicht über eine art oder neue Variante der (ehemaligen) Loh-Konzerte nach? Sollte man vielleicht mal mit dem Loh-Orchester oder auch miot der Musik-Akademie reden?! Noten mit Dip - ist auch sehr gut, aber von der Besucherzahl begrezt und sicher auch nicht für jeden geldbeutel (auch Hartz IV) erschwinglich. Es sollen ja keine großen Konzerte sein und vielleicht auch nicht unbedingt im Loh, aber ich könnte mir vorstellen z. B. am Sonntag, vielleicht auch auf dem Marktplatz mit gastronomischer Umrahmung sowas zumindest als zeitweiliegen Versuch und Angebot mal auszutesten. Selbst wenn da nur 2 Künsteler auftreten mit einem ansprechenden kurzen Programm, z. B. 20 - 30 Minuten könnte man hier einen Anziehungspunkt schaffen. Damit die Künsteler auch vor einigen Wettern geschützt sind wär vielleicht auch der überdachte Außenbereich der Alten Wache möglicherweise geeignet. Sicher wird dann davon zumindest auch die Gastronomie auch profitieren, vielleicht mit einem Angebot zu einem kleinen Kaffeegedeck oder ähnlichem, ein ganz naher Anlaufpunkt wär sicher dann unter anderem auch Kaffee Pille - ist ja nur ein Katzensprung und man könnte Musik und Unterhaltung mit einem Kaffekränzchen oder ähnlichem verbinden?!
Hier sind weitere Ideen gefragt.
Vielleicht kostet so etwas auch ein wenig Geld, aber wer nicht in Angebote - auch für Touristen, Radwanderer und vielem mehr investiert wird auch keine neuen Gäste/Touristen/Besucher anziehen. Das beweisen auch die Aktivitäten vieler andere Komunen, Städte usw.
Schauen Sie doch in den kleinen Ort im Thüruinger Wald, nämlich Steinach. Hier wurde wieder in Wintersportanlagen investiert. Das lockt nicht nur Tagestouristen an, es bringt auch Hotel- und Übrnachtungsgäste und natürlich wird auch sonst in der Region durch das zahlende Publikum Geld da gelassen, also auch ein Motor für die hiesige Region.
Frank1966
26.01.2017, 09:33 Uhr
Die Folgen des Thüringentages
....haben es doch gezeigt, wie attraktiv Sondershausen ist. Noch heute kommen die vom Bürgermeister genannten Scharen von Touristen in unsere Stadt. Gastronomisch sind diese Massen garnicht mehr zu bewältigen. Polemik aus.
Also liebe Frau Böhme und Gefolge, vielleicht sollten Sie erst einmal anfangen darüber nachzudenken, was einen Standort attraktiv macht, damit er viele Besucher anlockt. Es ist ganz bestimmt nicht, diese jämmerliche Innenstadt. Jedes kleine Harzörtchen hat da mehr zu bieten. Ich kann mich an Kinderzeiten erinnern, da war der Marktplatz gefüllt, die Alte Wache ein Publikumsmagnet. Haben Sie diesen heute toten Platz mal im Auge, katastrophal. Und so zieht es sich durch die ganze Innenstadt. Was wollen Sie da einen Zugreisenden mit Musik empfangen, dem müssen sie ja dann bis zur Landesmusikakademie die Augen verbinden.
Und dann bitte ich darum, holt mal die Jugend ins Boot ( ich meine die, die sich für das Leben interessiert ), denn es ist deren Zukunft und diese sollte sie mitgestalten. Aus den Amtsstuben kam bisher nicht viel in 25 Jahren und nun kommt ihr auf die Idee, die 3 Tagestouristen an der Bahn mit Musik zu empfangen. Nochmal zurück zu kommen auf den Thüringentag, wieviel hat den Sondershausen damit "verdient" und wie viele Folgebesuche sind daraus entstanden. Diese Zahlen sollten doch nun vorliegen.
Ich bin der Meinung, wenn eine Stadt wirtschaftlich gesund ist, müsste man über so etwas nicht diskutieren. Und hier liegt das eigentliche Problem.
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