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Sa, 13:30 Uhr
28.01.2017
Sozialverband VdK fordert politisches Handeln

Soziale Spaltung stoppen

Der Sozialverband VdK Hessen-Thüringen fordert entschlossenes politisches Handeln gegen die zunehmende Armut. „Trotz der guten Wirtschaftslage wächst der Anteil der Bevölkerung, der von Armut bedroht ist“, sagte der stellvertretende VdK-Landesvorsitzende Gottfried Schugens auf dem Neujahrsempfang des Sozialverbands in Erfurt...

„Mittlerweile leben circa 410.000 armutsbedrohte Menschen in Thüringen.“ Gleichzeitig besäßen die oberen zehn Prozent der Bevölkerung mehr als die Hälfte des Vermögens. „Es ist nicht hinnehmbar, dass sich die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter öffnet“, betonte Schugens.

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Um die soziale Spaltung zu stoppen, fordert der VdK wirksame Maßnahmen gegen die Altersarmut. Bei den 65-Jährigen und Älteren ist die Armutsgefährdungsquote zwischen 2006 und 2015 in Thüringen um nahezu zwei Drittel von 7,9 auf 13,1 Prozent gestiegen.

"Das Problem wird sich noch verschärfen, wenn Arbeitnehmer, die heute zwischen 40 und 60 Jahre alt sind, in Rente gehen“, sagte Schugens. Den besonders gefährdeten Gruppen dieser Generation – Arbeitnehmern im Niedriglohnbereich, Teilzeitbeschäftigten, Minijobbern und Alleinerziehenden – werde es nicht gelingen, über eine private kapitalgedeckte Versicherung die Kürzungen in der gesetzlichen Rente auszugleichen.

Der VdK fordert deshalb eine Stabilisierung des Rentenniveaus auf mindestens 50 Prozent vor Steuern und eine zügige Anpassung der Ostrenten an das Westniveau. Nach Ansicht des stellvertretenden VdK-Landesvorsitzenden sollten auch verstärkte Maßnahmen zur Integration von Menschen mit Behinderungen in den Arbeitsprozess sowie für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie unternommen werden.

Die zweite Hauptrednerin des Neujahrsempfang, die Thüringer Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie, Heike Werner, sagte: „Mit seinem dringenden Appell nach Maßnahmen der Politik gegen die zunehmende Altersarmut weiß mich der VdK an seiner Seite, ebenso bei seiner Forderung, den Mindestlohn endlich auf ein existenzsicherndes Niveau anzuheben.“
Autor: red

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Kommentare
geloescht.20250302
28.01.2017, 15:36 Uhr
Alles richtig!
Aber wurden bei der Aufzählung mit Absicht Arbeitslose "vergessen"?

Sprechen Sie mal mit jemandem, der seit Anfang der rot-grünen Verarmungsagenda HARTZ-IV bezieht!

Selbst wenn der-/diejenige 25 Beitragsjahre angesammelt hatte...vergleichen Sie mal den damaligen mit dem heutigen Bescheid über die zu erwartende Rentenhöhe!

Der Fall erfolgt aus sehr grosser Höhe direkt ins soziale Elend!
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