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Sa, 00:54 Uhr
04.02.2017
Kulturszene aktuell

Ausstellungen in den Thüringer Städten 2017

Erinnerungen, verborgene Schätze, Gärten und natürlich Luther, alles das bieten Thüringer Städte, wie der Verein Städtetourismus in Thüringen meldet.

Die Thüringer Städte haben neben ihren großen Natur- und Kulturschätzen ein umfangreiches und hochkarätiges Ausstellungsangebot in ihren zahlreichen Museen. In Dauer- und Sonderausstellungen widmet man sich sowohl aktuellen Anlässen als auch den großen Künstlern und Persönlichkeiten, die das Land Thüringen und darüber hinaus Weltgeschichte prägten.



Bereits seit dem Reformationstag 2016 ist im Mühlhäuser Museum Deutscher Bauernkrieg für ein Jahr die Sonderausstellung „Luthers ungeliebte Brüder“ Alternative Reformationskonzepte zu sehen. Hier erhalten jene Theologen eine Plattform, die von der reinen lutherischen Lehre abweichende, oder gar eigene reformatorische Ideen verfolgten. An die gern übersehenen Männer aus der ersten Phase der Reformation soll im Rahmen dieser Ausstellung erinnert werden. Diese sind Andreas Bodenstein von Karlstadt, Matthäus Hisolidus, Jakob Strauß, der Täufer Fritz Erbe, Heinrich Pfeiffer und Thomas Müntzer.



Das Altenburger Residenzschloss erweitert seine Dauerausstellung um weitere kostbare Schätze. Ab Herbst 2017 öffnet sich die zweite Schlossetage mit der gesamten Zimmerflucht für interessierte Besucher. Erstmals zu sehen sein werden die Bibliothek und das Jagdzimmer des Herzogs.

Das Lindenau-Museum Altenburg zeigt vom 2. April bis 3. Juli 2017 die Sonderschau „Palmyra Zerstörte Erinnerung“. Im Mittelpunkt der Ausstellung steht ein Korkmodell des vom IS zerstörten Baal-Tempels von Palmyra. Zusätzlich werden archäologische Funde der UNESCO-Welterbestätte gezeigt, historische Grafiken aus der Kunstbibliothek und Fotos vor und nach der Zerstörung des Tempels.


In der großen Frühjahrs-Ausstellung „Aus dem Verborgenen an die Öffentlichkeit“ Bedeutende Werke aus der Talanx Unternehmenssammlung zeigt das Kunsthaus Meyenburg in Nordhausen hochkarätige Gemälde, Grafiken und Objekte der bekanntesten Künstler vom Expressionismus über die Klassische Moderne bis zur amerikanischen Pop Art., die sonst hinter verschlossenen Türen aufbewahrt werden. Beispielsweise von Edvard Munch, Pablo Picasso, Antoní Tàpies, Lyonel Feininger, Marc Chagall, Max Ernst, Joan Miró, Andy Warhol, Roy Lichtenstein, Sam Francis u.v.a.


Im Schlossmuseum Arnstadt treffen Barock und Moderne aufeinander. Die Dauerausstellung mit der weltweit einmaligen Puppenstadt „Mon plaisir“ und dem original Orgelspieltisch von J. S. Bach aus dem Jahr 1703 wird regelmäßig durch Sonderausstellungen ergänzt. Unter dem Titel „Jugendstil - eine Epoche, drei Sammlungen" zeigt das Arnstädter Schlossmuseum vom 13. Mai bis 15. Oktober 2017 Stücke aus seinem eigenen Fundus, sowie aus den Sammlungen der Arnstädter Familien Minner und Hühn.

Ab 3. November 2017 beleuchtet die Ausstellung „Wandel und Beständigkeit. Die Reformation in Arnstadt und Umgebung“ die Reformationsgeschichte der Stadt Arnstadt und des Schwarzburgischen Fürstenhauses.

In Apolda dreht sich 2017 fast alles um die 4. Thüringer Landesgartenschau Blütezeit Apolda. Daher finden sich auch in den Sonderausstellungen des GlockenStadtMuseums und des Kunsthauses Apolda Avantgarde direkte Bezüge zu Gärten und Parks. Am 09.04.2017 starten sowohl die Ausstellung „Wie kommt der Kaktus in die Mode von der Idee zum Designprodukt“ im GlockenStadtMuseum als auch „Hermann Hesse . aber das Malen ist wunderschön“ mit Aquarellen im Kunsthaus.

Am 16.07.2017 beginnen zur Halbzeit der Landesgartenschau die Ausstellungen „Aus Grau wird Grün Gärten und Parks in Apolda“ sowie „Hannah Höch Ich verreise in meinem Garten“ in den beiden Häusern.

Die über 100jährige Herressener Promenade als Präsentationsgelände der Landesgartenschau bietet z.B. in der Blumenschauhalle 11 verschiedene Ausstellungen während der 149 Veranstaltungstage an.


D. Cöllen, Korkmodell Baaltempel.JPG

Im Rudolstädter Residenzschloss Heidecksburg ist noch bis zum 19.3.2017 die Ausstellung „Die Residenz der Grafen von Schwarzburg-Rudolstadt von den Anfängen bis zur Gegenwart“ zu sehen. Fünfzehn Autoren aus den verschiedensten Forschungsdisziplinen setzten sich in den letzten fünf Jahren mit dem Baugeschehen auf der Heidecksburg auseinander. Die nunmehr vorliegenden Ergebnisse ergänzen und bereichern das Bild des Residenzschlosses um zahlreiche weitere Facetten.


Aus Anlass des 75. Geburtstages des Bildhauers Volkmar Kühn zeigt das Thüringer Landesmuseum Heidecksburg ab dem 5. Mai eine umfassende und sehr sehenswerte Skulpturenausstellung des Künstlers. Im Mittelpunkt seines Schaffens steht die menschliche Figur, das Spannungsverhältnis Mensch-Tier in einer bedrohten Umwelt sowie szenisch arrangierte Gruppen, die sich durch eine sparsame Mimik und Gestik auszeichnen.


Die wechselvolle Geschichte des Rudolstädter Theaters und Orchesters steht im Mittelpunkt einer Ausstellung in der KulTourDiele, die vom 20. Januar bis 25. Februar zu sehen ist. In der Präsentation „Die Rudolstädter und ihr Theater“ mit Textdokumenten und Bildern aus Rudolstädter Archiven soll daran erinnert werden, wie sich Rudolstädter Bürger in den vergangenen Jahrhunderten für ihr Theater engagiert haben und welche Aufmerksamkeit dieses Theater auch über die Grenzen Rudolstadts hinaus, beispielsweise durch Schiller und Goethe, hervorgerufen hat. Zu Beginn des Jahres 2017 wollen die Rudolstädter, wie schon in den vergangenen Jahrzehnten, zum Ausdruck bringen, dass ihr Theater unverzichtbar ist.



In Schmalkalden eröffnet im 2. Quartal eine neu Dauerausstellung „Der Schmalkaldische Bund als politischer Arm der Reformation“. Das 1530/31 in Schmalkalden gegründete protestantische Schutzbündnis entwickelte sich innerhalb von wenigen Jahren zu einem der bedeutendsten Machtfaktoren. Die Dauerausstellung auf Schloss Wilhelmsburg zeigt mit moderner Technik und außergewöhnlicher didaktischer Umsetzung den Aufstieg und den Fall des Bundes, der im Schmalkaldischen Krieg sein Ende fand.


Am 3. Juni eröffnet die Bilderausstellung „Schmalkalder Antithesen“.

Dreißig Bilder zierten die Emporen der Schlosskirche bis zum Bildersturm im 17. Jahrhundert. Ihr Verbleib ist ungeklärt. Der Künstler Harald R. Gratz hat zu den noch erhaltenen Bildunterschriften ein eigenes, zeitgenössisches Bildprogramm entworfen. Diese temporäre Ausstellung schlägt im Jubiläumsjahr ungeahnte Brücken zwischen den Zeiten und schafft interessante Zugänge zu wichtigen Glaubens- und Gesellschaftsthemen.
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