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Mo, 17:24 Uhr
06.03.2017
Leserbrief zu Gebietsreform und Folgen

Solide Haushaltsführung im Kyffhäuserkreis war für die Katz

Nun konnten wir es aus dem Mund des Ministerpräsidenten hören, warum in Thüringen die Gebietsreform notwendig ist: Das Land müsse zukunftsfest gemacht werden, so ein Leser im Forum...

Also mit der Gebietreform in eine bessere Zukunft für Thüringen. Bekannterweise haben Gebietsreformen in anderen Bundesländern zwar keine Wunderdinge bei der Gestaltung der Zukunft des jeweiligen Landes bewirkt. Aber seis drum, das Projekt ist schon längst zu Politikum verkommen. Es muss durchgesetzt werden, koste es was es wolle.

Und dabei handelt, die Landesregierung verantwortungslos, wenn sie Kreisfusionen als willkürliche Hochzeiten per Gesetzt anstrebt.
Denn die jeweiligen Haushalte der Kreise können gravierende Unterschiede ausmachen.

Der Kyffhäuserkreis steht mit einer stabilen Kreisumlage, einem Jahresüberschuss in der Haushaltsführung und einem fast nie in Anspruch genommenen Kassenkredit, vergleichsweise gut da. Die Landesregierung hat sich für den Kyffhäuserkreis als Vorzugsbraut den Landkreis Nordhausen ausgekuckt. Hier ist die Kreisumlage jetzt bereits höher, bei weiter steigender Tendenz. Die Jahresabschlüsse weisen regelmäßig einen erheblichen Soll-Fehlbetrag auf und der Kassenkredit beläuft sich wohl dauerhaft auf einige Millionen.

Aktuell ist nicht zu erkennen, wie die Rot-Rot-Grüne Landesregierung, solche unterschiedlichen Voraussetzung ausgleichen will.

Das Ergebnis ist, solide Haushaltsführung im Kyffhäuserkreis war für die Katz. Die Kreisumlage im neuen Gebilde wird deutlich steigen. Der notwendige und vom Gesetzgeber vorgeschrieben Ausgleich von Soll-Fehlbeträgen und der Abbau von enormen Kassenkrediten eines Hochzeiters, lähmt die Handlungsfähigkeit des neuen Kreises auf viele Jahre. Das sind schlechte Perspektiven für die Menschen im Kyffhäuserkreis. Aber wir wissen ja vom Ministerpräsidenten, es geht hier um die Zukunft des Landes.

Da darf man gespannt sein, wie die Kreistagsmitglieder des Kyffhäuserkreises die gleichzeitig Landtagsmitglieder sind, sich im weiteren Gesetzgebungsverfahren positionieren.

Gudrun Holbe (CDU) hat und wird bei ihrem Abstimmungsverhalten, da bin ich mir sicher, die hier geschilderte Diskrepanz ausreichend berücksichtigen.

Spannend bleibt für was sich Babett Pfefferlein (Grüne) und Dorothea Marx (SPD) entscheiden. Was liegt Ihnen mehr am Herzen, die Zukunft des Landes oder die Zukunft der Menschen im Kyffhäuserkreis.

Henry Hunger
Autor: khh

Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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Kommentare
M. Kuester
07.03.2017, 00:47 Uhr
Sömmerda?
Im Entwurf steht nicht nur Nordhausen, Sömmerda scheint man irgendwie vergessen zu haben.

Die Umlage sieht pro Einwohner herunter gerechnet folgendermaßen aus:

Nordhausen 295
Sömmerda 305
Kyffhäuserkreis 332

Hier wird also pro Kopf mehr verlangt, als in den beiden anderen Kreisen. Bei der Schuldenlast nimmt man sich nicht viel mit Nordhausen, Sömmerda hat die Hälfte.

Vergessen wurde wohl ebenso, das 22 Jahre lang die CDU den Landrat in Nordhausen stellte, die heute auch noch immer die größte Fraktion stellt. Das Problem vor dem man hier also warnen möchte, hat man selbst mit verursacht und bisher nicht gelöst.

Das heraufbeschworene "Politikum" ist eigentlich folgendes. Die Reform wurde schon laut angedacht, als die CDU noch den Landtag führte. Da hatte man aber nicht den Mumm dazu, weil das bei den Wählern durchaus massiv Zustimmung kosten kann. Jetzt wird angepackt, trotz der Gefahr sich eben unbeliebt zu machen. Und was kommt von der CDU? Nicht einmal ansatzweise konstruktives. Nur pure Blockade, mit dem Hintergedanken, r2g arbeitet sich daran ab und bei der nächsten Wahl, sitzt man wieder an den Fleischtöpfen.

Und das macht mich ehrlich gesagt stocksauer. Genau dieses Verhalten ist Wasser auf die Mühlen der immer mehr werdenden Unzufriedenen. Wenn ihr das nicht langsam ändert und aus den überalterten Denkmustern heraus kommt, sitzt im nächsten Landtag kein r2g, aber auch keiner mehr von der CDU. Dann sitzen da jene, die man eigentlich nicht da sitzen haben will.
Leser1
07.03.2017, 08:10 Uhr
Kyffhäuserkreis ruinieren?
Alles schön durcheinanderbringen. Viele der jetzigen Politiker ruinieren alles da werden sie es auch noch hinbekommen den Kyffhäuserkreis zu ruinieren. Ich wähle AFD.
geloescht.20250302
07.03.2017, 08:43 Uhr
Frau Pfefferlein und Marx
Erwartet ernsthaft jemand von den beiden, sich in ihren jeweiligen Regierungsparteien unbeliebt zu machen?

Was sind denn die Intentionen dieser beiden Landespolitikerinnen? Beim Verteilen von Lottomitteln und der Unterstützung von "Sondershausen ist Bunt" sind sie ganz vorne dabei.

Und sonst? Die eine sammelt Stimmen für einen Possenurwald und die andere profiliert sich als NSU-Aufklärerin. Und was hat der gemeine Bürger davon?

Aber ich stimme zu, an dieser Misere ist die CDU durch das jahrelange Aussitzen des Themas "Verwaltung- und Gebietsreform" nicht unschuldig.
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