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Mi, 14:08 Uhr
22.03.2017
Possen soll Waldwildnis werden

Kein Abrücken von "Urwaldforderung"

BUND Thüringen fordert Landesregierung auf, ihre Ziele aus dem Koalitionsvertrag zügig umzusetzen – Nutzungsfreistellung von 2.500 ha im Possenwald muss jetzt erfolgen. Dazu diese Meldung des BUND Thüringen...

Anlässlich des gestrigen Diskussionsforums der Thüringer Allgemeine zur Zukunft des Possenwaldes bei Sondershausen richtet sich der BUND Thüringen mit eine klaren Forderung an die Landesregierung: Diese muss zu ihren selbstgesteckten Zielen aus dem Koalitionsvertrag stehen und diese zügig umsetzen. Aus Sicht des Umweltverbandes ist die Nutzungsfreistellung von 2.500 ha im Possenwald dringlicher denn je, wenn Thüringen seiner internationalen Verantwortung für den Schutz der europäischen Rotbuchenwälder und deren biologischer Vielfalt gerecht werden will.

Archivfoto kn vom 11.03.2016 beim Besuch Possen vom Staatssekretär im Thüringer Umweltministerium Olaf Möller.  (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Archivfoto kn vom 11.03.2016 beim Besuch Possen vom Staatssekretär im Thüringer Umweltministerium Olaf Möller. (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Archivfoto kn vom 11.03.2016 beim Besuch Possen vom Staatssekretär im Thüringer Umweltministerium Olaf Möller.

„Wir fordern, dass die Landesregierung mit einem 2.500 ha großen Wildnisgebiet am Possen nicht nur ihre selbst gesteckten Ziele aus dem Koalitionsvertrag umsetzt. Sie muss durch ein entsprechend großes Urwaldgebiet auch ihrer internationalen Verpflichtungen zum Schutz der europäischen Rotbuchenwälder gerecht werden. Hier gibt es keinen Verhandlungsspielraum“, so Dr. Burkhard Vogel, Landesgeschäftsführer des BUND Thüringen zum Fazit der gestrigen Veranstaltung in Sondershausen.

Laut dem Umweltverband sind aktuell in Deutschland nur noch 0,5% der Wälder ohne forstliche Nutzung. Die rot-rot-grüne Landesregierung hat sich im Koalitionsvertrag zum Ziel gesetzt, mindestens 5 Prozent des Waldes in Thüringen in Wildnisgebiete umzuwandeln und damit einen Beitrag zur Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt zu leisten. „Jetzt muss sich die Landesregierung frei von widerstrebenden Interessen machen und sich ihrer Verpflichtung gegenüber dem Gemeinwohl bewusst werden“, fordert Vogel.

Im Koalitionsvertrag ist neben der ausdrücklichen Erwähnung des Possenwaldes als Fläche zur Nutzungsfreistellung explizit von großflächigen Waldwildnisgebieten die Rede. Und das nicht ohne Grund, weiß Vogel: „Nur in großflächig zusammenhängenden, nutzungsfreien Waldflächen kann die Vielfalt der Waldarten dauerhaft gesichert werden. Viele Tier- und Pflanzenarten sind auf Naturwälder angewiesen, in denen alle Waldentwicklungsstadien repräsentiert sind und Bäume alt werden dürfen.“

Von einem „Urwald“ vor den Toren der Stadt Sondershausen profitiert aus Sicht von Vogel nicht nur die Natur: „Eine breite Unterstützung von Bürgerschaft, Kommunal- und Landespolitikern fordert im Possenwald schon seit Jahren ein Gebiet, in dem sich Wildnis ohne Eingriffe des Menschen entwickeln kann und ungestörte Waldkreisläufe erlebbar werden.

Dr. Vogel (li.), Dirk Trute, Bürgerinitiative „ProKyffhäuserwald“ und Landtagsmitglied Dirk Adams (Bündnis90/Die Grünen) beim Waldspaziergang am 11.03.2016 auf dem Possen. Archivfoto kn (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Dr. Vogel (li.), Dirk Trute, Bürgerinitiative „ProKyffhäuserwald“ und Landtagsmitglied Dirk Adams (Bündnis90/Die Grünen) beim Waldspaziergang am 11.03.2016 auf dem Possen. Archivfoto kn (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Dr. Vogel (li.), Dirk Trute, Bürgerinitiative „ProKyffhäuserwald“ und Landtagsmitglied Dirk Adams (Bündnis90/Die Grünen) beim Waldspaziergang am 11.03.2016 auf dem Possen. Archivfoto kn

Unsere gemeinsame Petition wurde mit 2.575 Unterstützern die erfolgreichste in der Geschichte der Petitionsplattform des Thüringer Landtages. Jetzt ist die Thüringer Landesregierung am Zug, die Forderung aus der Region zu erhören und ihre selbstgesteckten Ziele aus dem Koalitionsvertrag zügig umzusetzen.“
Autor: khh

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