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Do, 10:37 Uhr
30.03.2017
3.000 geringfügig Beschäftigte im Kyffhäuserkreis

Raus aus der Minijob-Falle

Damit der 450-Euro-Job nicht zur Falle wird: Die rund 3.000 Minijobber im Kyffhäuserkreis sollen bessergestellt werden. Das fordert die Industriegewerkschaft
Bauen-Agrar-Umwelt. Dazu erreichte kn diese Meldung...

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Die IG BAU schlägt dazu eine Reform der geringfügigen Beschäftigung vor. Demnach sollen Minijobs schon ab dem ersten Euro in die Sozialversicherung einbezogen werden. „Minijobs waren als flexible und vorübergehende Lösung gedacht. Aber für viele Beschäftigte – etwa in der Reinigung – sind sie langsam zum Dauerzustand geworden, aus dem sie nicht mehr herauskommen“, sagt Harald Buntfuß von der IG BAU Nordthüringen. Eine Reform sei deshalb „mehr als überfällig“.

Raus aus der Minijob-Falle (Foto: IG Bau) Raus aus der Minijob-Falle (Foto: IG Bau)

Reset-Taste beim Minijob: Einen Neustart für 450-Euro-Stellen fordert die Gewerkschaft IG BAU.
Ab dem ersten Euro sollen Sozialabgaben – etwa für die Renten-, Kranken- und
Pflegeversicherung – fällig werden. Den Großteil davon soll der Chef tragen.


Nach aktuellen Angaben der Arbeitsagentur arbeiten im Kyffhäuserkreis allein in der Gebäudereinigung rund 80 Minijobber. Damit sind 31 Prozent aller Mitarbeiter der Branche geringfügig beschäftigt. „Viele von ihnen haben seit Jahren keine Chance auf eine reguläre Stelle. Wegen fehlender Sozial- und Rentenbeiträge sind sie stark von Altersarmut bedroht“, betont der stellvertretende IG BAU-Bezirksvorsitzende.

Betroffen seien insbesondere Frauen: 61 Prozent aller geringfügig Beschäftigten im Kyffhäuserkreis sind laut Arbeitsagentur weiblich.
Autor: khh

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