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Sa, 10:59 Uhr
06.05.2017
Smart-Home-Systeme:

Neue Möglichkeiten beim Einbruchschutz

Die Einbruchszahlen in Deutschland sind im Jahr 2016 zurückgegangen. Dies stellt der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) im aktuellen "Einbruch-Report 2017" vor. Dennoch wurden den Hausratversicherern im vergangenen Jahr 140.000 Einbrüche gemeldet...

Eigentum sichern (Foto: HDI) Eigentum sichern (Foto: HDI)

Nach wie vor mangelt es oft an entscheidenden Sicherungen: Türen und Fenster - die Hauptangriffspunkte von Häusern und Wohnungen - sind bei rund achtzig Prozent der Haushalte unzureichend gesichert.

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Dem GDV zufolge liegt der durchschnittliche Einbruchschaden aktuell bei 3.250 Euro. Was nicht mit Geld zu bemessen ist: Hinzu kommt die psychische Belastung der Betroffenen und der Aufwand für Wiederherstellungs- und Wiederbeschaffungsmaßnahmen.

Dabei können bereits einfache mechanische Maßnahmen wie abschließbare Griffe und Zusatzsicherungen an Türen und Fenstern Einbruchsversuche vereiteln. Empfehlenswert sind etwa nachgerüstete Fensterbeschläge mit Pilzkopfzapfen. Diese sind sicherer als standardmäßig verbaute Rollzapfen, denn sie "verkrallen" sich aufgrund ihrer T-Form mit dem Gegenstück. Das Aufhebeln des Fensters wird erschwert. Und das schreckt ab. Denn: Einbrecher arbeiten unter großem Zeitdruck und geben auf, wenn es kompliziert wird.

Zusätzlich eröffnet ein neuer Trend zahlreiche Möglichkeiten, sich zu schützen: Mit Heimnetzwerken, auch Smart Home oder Connected Home genannt, kann das Heim elektronisch gesichert und etwa per Handy oder Tablet auch aus der Ferne überwacht werden.

Ablehnung aus Kostengründen

Fast jeder zweite befragte Mieter gibt an, dass er nicht bereit ist, in fremdes Eigentum zu investieren. Wer in einer Mietwohnung lebt, ist am schlechtesten geschützt: Nur knapp jede fünfte Wohnung verfügt über abschließbare Fenstergriffe oder zusätzliche Sicherungen an Balkon-/Terrassen- oder Eingangstüren - den beliebtesten Einstiegsstellen von Einbrechern. Diese gehen professionell vor: Schon nach zehn bis 15 Sekunden ist ein ungesichertes Fenster geknackt.

Dr. Dirk Höring, Leiter Produktmanagement Privat Sach bei der HDI Versicherung AG, rät: "Die Beratungsstellen der Polizei zeigen kostenlos Möglichkeiten auf, wie man sich günstig und wirkungsvoll vor Einbrechern schützen kann. Moderne Hausratversicherungen belohnen die Umsetzung solcher Maßnahmen im Gegenzug mit einem Nachlass auf den Beitrag."

Die (noch) große Unbekannte

Smart Home Anwendungen - elektronische Steuerungssysteme für das Zuhause - können die Energieeffizienz steigern und den Wohnkomfort verbessern. Auch in punkto Sicherheit leisten sie einiges: Rollläden, Überwachungskameras, Beleuchtung oder Technik in Haus und Wohnung können bei entsprechender Vernetzung über mobile Endgeräte wie Handy oder Tablet aus der Ferne elektronisch gesteuert und auch überwacht werden.

Noch hat sich der Trend nicht flächendeckend durchgesetzt und speziell. Anwendungen mit Sicherungscharakter sind unterrepräsentiert: Nach Angaben des GDV schützen sich aktuell fünf Prozent der Haushalte mithilfe der neuen Technologie. Der deutsche Digitalverband Bitkom stellt jedoch in seiner Studie "Smart Home in Deutschland" in Aussicht, dass sich Smart Home Lösungen mittelfristig am Massenmarkt durchsetzen werden.

Experte Höring erläutert: "Smart Home Systeme sind kein Ersatz für mechanische Sicherungsmaßnahmen. Als Ergänzung eröffnen sie jedoch zusätzliche Möglichkeiten, das Heim gegen Einbruch und weitere unliebsame Ereignisse zu schützen. Bei Abwesenheit etwa kann man Fremden gegenüber gezielt den Eindruck erwecken, dass in Haus oder Wohnung jemand anwesend ist. Smarte Überwachungsanlagen zeigen über Sensoren an, ob sich ein Unbefugter an Türen oder Fenstern zu schaffen macht. Einige Anwendungen ermöglichen beispielsweise, dass man einen Hinweis auf das Handy bekommt, wenn jemand das heimische Grundstück betritt. Über die Einbruchsicherung hinaus können die Systeme Alarm schlagen, wenn Heizung oder Strom ausfallen oder ein Wasserschaden in der Wohnung passiert."
Autor: red

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Kommentare
Andreas Dittmar
07.05.2017, 10:01 Uhr
Bequemlichkeit und Sicherheit schließen sich gegenseitig aus
Smarte Überwachungsanlagen ersetzen auch schnell mal schweres Spezialwerkzeug bei Einbrechern. Die Passwörter für Zugangssysteme sollten zwingend geändert werden. Die Standartpasswörter bekommt man im Internet. Auf der Herstellerseite im Downloadbereich kann jeder frei Bedienungsanleitungen runterladen. Sicherheitshinweise am Haus oder Grundstück , Überwachungskameras, Türsprechanlagen tragen oftmals den verräterischen Schriftzug des Herstellers. Der will ja nebenbei auch Werbung für seine Produkte machen. Geklaute Handys oder Tablets mit gespeicherten Zugangspasswörtern sind ein weiteres Risiko. Falsche Servicetechniker rufen auch mal an und geben sich als Wartungsfirma aus. Die fragen nach den Zugängen, um die Anlage aus der Ferne zu warten. Komplett abgebrühte Ganoven scheuen möglicherweise auch vor einem Hausbesuch getarnt in Technikerklamotten nicht zurück um vielleicht an die Daten auf der Rückseite des Routers zu kommen. Besonders in öffentlichen WLANs sollte man es vermeiden, sich ohne zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen zuhause auf sein Smarthome aufzuschalten. Ist der Zugang zur Weboberfläche zusätzlich nicht verschlüsselt (http statt https) , was ich auch schon bei aktuellen Kameras erleben konnte, kann man sich auch dazwischenklinken und die Eingaben im Klartext auslesen. HTTP und FTP sollte man sowieso niemals per Portfreigabe ins Internet weiterleiten. Ich möchte mit dem Kommentar keine Anleitung zum digitalen Einbruch liefern, auf jeden Fall aber einen Hinweis auf die Möglichkeiten damit man sich genau gegen diese Risiken schützt.
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