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So, 13:19 Uhr
07.05.2017
Südharz Imkergemeinschaft

Proppenvoller Handwagen

Bis auf den letzten Platz war der Saal der Gaststätte „Zum Sachswerfer Handwagen“ gefüllt, als Dr. Jens Radtke über die Hohen Neuendorfer Betriebsweise referierte. Kurz vor Beginn des Vortrages mussten noch Stühle herangeschafft werden, um allen angereisten Imkern im Saal einen Sitzplatz anbieten zu können...


Insgesamt waren 100 Bienenfreunde aus nah und fern waren nach Niedersachswerfen nach Niedersachswerfen gekommen, um sich über die Methode der totalen Brutentnahme informieren zu lassen.

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Dr. Radtke selbst bezeichnet diese Vorgehensweise als ein bewährtes Erfolgsrezept im Alter der Varroa-Milbe. In seiner eigenen Imkerei ist sie seit mehr als 20 Jahren ein fester Bestandteil der Bekämpfung des Parasiten. Inzwischen sind es fast drei Jahrzehnte, in denen er sich auch wissenschaftlich mit diesem Thema auseinandersetzt. Schließlich schrieb er dazu auch seine Dissertation, die der heute 52-Jährige an 2010 an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg verteidigte.

Im Vordergrund seines Vortrages stand die Frage, die wohl jeden Imker, der sich für diese Methode der Milbenbekämpfung interessiert, welchen Einfluss die Entfernung aller verdeckelten Brut auf die Honigernte hat. Mit zahlreichen Darstellungen und Statistiken belegte Dr. Radtke eindrucksvoll, dass über Jahre hinweg gerechnet keine oder nur minimale Verluste zu verzeichnen sind, dafür aber die Belastung der Bienenvölker mit der Varroa-Milbe nur noch verschwindend gering ist. Ein Argument, das überzeugte.

So war in den lockeren Gesprächen, die sich trotz vorgerückter Stunde nach dem Vortrag entwickelten, immer wieder zu hören: „Das probiere ich aus.“
Nach dem Vortrag galt es die Frage zu klären, ob man einem Imker Honig schenken sollte. Die Frage wurde klar mit „Ja“ beantwortet und der Schatzmeister der Südharzer Imkergemeinschaft, Andreas Danner, übergab neben einheimischen geistigen Getränken eine Kollektion Honig aus allen Thüringer Naturparks, in der auch Honig des gastgebenden Vereins enthalten ist.

Anschließend stand Dr. Radtke, der seit 1995 als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Länderinstitut für Bienenkunde Hohen Neuendorf arbeitet, bis in den späten Abend hinein für die Beantwortung zahlreicher Fragen zur Verfügung. Mit viel Geduld und in völliger Ruhe und Ausgeglichenheit gab er Empfehlungen, wies auf zahlreiche Publikationen hin, regte zum Nachdenken an und ließ dabei auch diesen und jenen Scherz nicht vermissen. Bereits während des Vortrages hatte der Wissenschaftler den wohl bekanntesten Imker namens Wilhelm Busch bemüht und gekonnt aus dessen Werk „Schnurrdiburr oder: Die Bienen“ zitiert.

Ein rundum gelungener Abend, der zu später Stunde die Imker mit zufriedenen Gesichtern nach Hause, egal ob nach Zeitz, Paderborn oder in die nähere Umgebung, zurückkehren ließ.
Th. Soszynski
Proppenvoller "Handwagen" (Foto: Th. Soszynski)
Proppenvoller "Handwagen" (Foto: Th. Soszynski)
Proppenvoller "Handwagen" (Foto: Th. Soszynski)
Proppenvoller "Handwagen" (Foto: Th. Soszynski)
Proppenvoller "Handwagen" (Foto: Th. Soszynski)
Proppenvoller "Handwagen" (Foto: Th. Soszynski)
Autor: red

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